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Das Land der Seidenstraße, ein weitläufiges Gebiet nördlich der tibetischen Hochebene, war schon immer ein Ort der Begegnung von Völkern, Kulturen und Religionen. Die Handelswege, die China über Afghanistan mit Indien und weiter nach Persien, Syrien, Ägypten und Rom verbanden, dienten nicht nur dem Warenaustausch, sondern auch dem Austausch geistiger und religiöser Inhalte. In der Zeit zwischen dem 3. und 13. Jahrhundert trafen hier bedeutende Religionen des Orients aufeinander, darunter das nestorianische Christentum, der gnostische Manichaismus und der Buddhismus. Ihre Anhänger lebten nicht nur nebeneinander, sondern traten auch in einen lebendigen Dialog ein, dessen Tiefe variieren konnte. Die Philosophie hat erkannt, dass solche Begegnungen, wenn sie zu einem echten Gespräch führen, Anlass zur Reflexion über die eigene Lebenswahrheit geben können. Dies wurde jüngst von O. F. Bollnow ausführlich untersucht. Daher stellt sich die Frage, inwiefern die Vertreter dieser drei Religionen offen für einen Dialog waren und inwieweit sie sich auf dogmatisch festgelegte Positionen zurückzogen.
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Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften - 283: Die Begegnung von Christentum, Gnosis und Buddhismus an der Seidenstraße, Hans-Joachim Klimkeit
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- 1986
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