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Hilfe als Spektakel

Das Beispiel Ruanda

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  • 115 Seiten
  • 5 Lesestunden

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In diesem Jahr 1994, dem fünfzigsten Jahrestag der Niederlage der nazistischen Barbarei, wurde ein Teil der Menschheit vor unseren Augen ausgelöscht. Es handelte sich nicht um Stammeskämpfe oder "interethnische" Konflikte, sondern um die gezielte Vernichtung von Männern, Frauen und Kindern, die nur schuldig waren, das zu sein, was sie waren. Was sich somit aus der Geschichte zurückmeldete, war kein weiteres Unglück, das den Ozean des Leidens vergrößerte, auf dem unsere von sich selbst müde gewordene Menschheit segeln würde. Es war, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Völkermord: das absolute Böse. Was haben wir angesichts des Bösen getan? Indem wir es "humanitäre Katastrophe" nannten und Hilfsmaßnahmen sowie Soldaten-Pflegekräfte entsandten, deren Hingabe nicht in Frage steht, hat der zeitgenössische Sentimentalismus ein unvorstellbares Ergebnis erreicht: Die Welt konnte sich vor einem Völkermord neutral erklären.

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Hilfe als Spektakel, Rony Brauman

Sprache
Erscheinungsdatum
1995
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(Paperback)
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Titel
Hilfe als Spektakel
Untertitel
Das Beispiel Ruanda
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Rony Brauman
Erscheinungsdatum
1995
Einband
Paperback
Seitenzahl
115
ISBN10
3880223777
ISBN13
9783880223776
Reihe
Beschreibung
In diesem Jahr 1994, dem fünfzigsten Jahrestag der Niederlage der nazistischen Barbarei, wurde ein Teil der Menschheit vor unseren Augen ausgelöscht. Es handelte sich nicht um Stammeskämpfe oder "interethnische" Konflikte, sondern um die gezielte Vernichtung von Männern, Frauen und Kindern, die nur schuldig waren, das zu sein, was sie waren. Was sich somit aus der Geschichte zurückmeldete, war kein weiteres Unglück, das den Ozean des Leidens vergrößerte, auf dem unsere von sich selbst müde gewordene Menschheit segeln würde. Es war, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Völkermord: das absolute Böse. Was haben wir angesichts des Bösen getan? Indem wir es "humanitäre Katastrophe" nannten und Hilfsmaßnahmen sowie Soldaten-Pflegekräfte entsandten, deren Hingabe nicht in Frage steht, hat der zeitgenössische Sentimentalismus ein unvorstellbares Ergebnis erreicht: Die Welt konnte sich vor einem Völkermord neutral erklären.