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Philosophie des Un-Glücks

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Sein Werk, das immer "provokativ" im besten Sinne des Wortes war, erreicht mit seinem großen Werk "Pessimismus - ein Stadium der Reife" einen Höhepunkt. Es ist ein bemerkenswert kluges Buch, das, ohne irgendeinen trügerischen Trost zu bieten, allein durch seine geistige Energie etwas Ermutigendes in sich trägt. Das gesamte Verständnis von Pessimismus als Zustand der "Reife" weckt große Sympathie. Diese Buch zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und ist von höchster Scharfsinnigkeit. Marcuse ist ein unbestechlicher Psychologe. Er denkt intensiv, präsentiert Unerwartetes, überrascht und verwandelt das Zitieren in Kunst. Er weiß, wie man echte, also lebensgefährliche Fragen aufwirft. Der aufregend schöne Abschnitt über das Sterben zeigt, zu welchen philosophischen Tiefen der Autor gelangt. Oft verbinden wir Tiefe mit umständlicher Langeweile und Unklarheit. Hier ist sie hell. Die Sprache ist ruhig und unerschütterlich – Ruhe und Unerschütterlichkeit, die aus ständigem Spannungsfeld resultieren – bei Bedarf polemisch, bildhaft, geprägt von bissigem oder sanftem Humor und glänzend wie bei Schopenhauer. Damit ist das Buch nützlich und heilend.

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Philosophie des Un-Glücks, Ludwig Marcuse

Sprache
Erscheinungsdatum
1981
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(Paperback)
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Titel
Philosophie des Un-Glücks
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ludwig Marcuse
Verlag
Diogenes
Erscheinungsdatum
1981
Einband
Paperback
Seitenzahl
242
ISBN10
3257202199
ISBN13
9783257202199
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Sein Werk, das immer "provokativ" im besten Sinne des Wortes war, erreicht mit seinem großen Werk "Pessimismus - ein Stadium der Reife" einen Höhepunkt. Es ist ein bemerkenswert kluges Buch, das, ohne irgendeinen trügerischen Trost zu bieten, allein durch seine geistige Energie etwas Ermutigendes in sich trägt. Das gesamte Verständnis von Pessimismus als Zustand der "Reife" weckt große Sympathie. Diese Buch zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und ist von höchster Scharfsinnigkeit. Marcuse ist ein unbestechlicher Psychologe. Er denkt intensiv, präsentiert Unerwartetes, überrascht und verwandelt das Zitieren in Kunst. Er weiß, wie man echte, also lebensgefährliche Fragen aufwirft. Der aufregend schöne Abschnitt über das Sterben zeigt, zu welchen philosophischen Tiefen der Autor gelangt. Oft verbinden wir Tiefe mit umständlicher Langeweile und Unklarheit. Hier ist sie hell. Die Sprache ist ruhig und unerschütterlich – Ruhe und Unerschütterlichkeit, die aus ständigem Spannungsfeld resultieren – bei Bedarf polemisch, bildhaft, geprägt von bissigem oder sanftem Humor und glänzend wie bei Schopenhauer. Damit ist das Buch nützlich und heilend.