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Der rote Terror in Russland 1918-1923

Nachdruck von 1924

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Zu den größten Problemen des bolschewistischen Regimes, das im November 1917 entstand, gehörte seine fehlende Legitimität. Die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung endeten mit einem Debakel für die Bolschewiki, die nur 24% der Stimmen erhielten. Diese einzige Institution, die die Bevölkerung repräsentierte, wurde brutal aufgelöst, wodurch die Bolschewiki auf eine demokratische Legitimierung verzichteten und ihre Alleinherrschaft nur mit Gewalt behaupten konnten. Sergej Melgunow, Historiker und regimekritischer Politiker, gründete 1907 die gemäßigte „Sozialistische Volkspartei“, die in den ideologisch aufgeladenen Zeiten erfolglos blieb. In seiner Monographie prangert er die Brutalität der bolschewistischen Herrschaft nach der Oktoberrevolution an, die durch unkontrollierbare Gruppierungen wie die „Tscheka“ gegen „innere Feinde“ Schrecken verbreiteten. Hunderttausende vermeintlich politische Oppositionelle wurden ermordet, um das Machtmonopol der Bolschewiki zu sichern. Bedroht vom Tod flüchtete Melgunow ins Exil und veröffentlichte seine Beobachtungen zunächst auf Russisch (1923) und dann auf Deutsch (1924). Als überzeugter Sozialist entlarvte er die vermeintlich volksnahen Bestrebungen der neuen Herrscher als hohle Phrasen und beweist anhand ihrer Gräueltaten die wahren Absichten der illegitimen Machthaber: die Etablierung ihrer Macht durch Angst und Terror.

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Der rote Terror in Russland 1918-1923, Sergej P. Melgunow

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2008
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