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Ästhetiken der Freiheit

Inoffizielle Kunst und Philosophie in Prag 1948-1989

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  • 256 Seiten
  • 9 Lesestunden

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Widerstand mit Windeln, kreatives Nichtstun im Arbeiterstaat, partizipative Happenings in der Altstadt und opulente Collagen zur Erinnerung an den Prager Frühling: Die künstlerischen und publizistischen Strategien, die staatliche Zensur in der ČSSR kreativ zu umgehen und Räume der ästhetischen, aber auch ethischen Freiheit zu eröffnen, waren so vielgestaltig wie raffiniert. Diese »inoffizielle« Prager Szene war »hinter dem Vorhang« mitnichten abgekoppelt von Trends und Debatten des Westens. So nahm der Künstler Jiří Kolář 1968 an der documenta 4 teil, und der aus der Universität gedrängte Philosoph Jan Patočka lud zu vielbesuchten Wohnzimmerseminaren, wo er zeitgleich mit Foucault über Selbstsorge nachdachte. Hana Gründler erzählt die bemerkenswerte Geschichte dieser Parallelkultur: vom jungen ›enfant terrible‹ Václav Havel und den sozialistischen Reformhoffnungen der 60er Jahre über die brutale Niederschlagung der Proteste 1968 bis hin zur Charta 77 und der Samtenen Revolution 1989. Und sie zeichnet – ohne Widerstandskitsch – ein ungewöhnliches Porträt der Stadt Prag als Schutzort des Underground.

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Ästhetiken der Freiheit, Hana Gründler

Sprache
Erscheinungsdatum
2026
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(Paperback)
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Titel
Ästhetiken der Freiheit
Untertitel
Inoffizielle Kunst und Philosophie in Prag 1948-1989
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Hana Gründler
Verlag
Wagenbach
Erscheinungsdatum
2026
Einband
Paperback
Seitenzahl
256
ISBN13
9783803137692
Reihe
Beschreibung
Widerstand mit Windeln, kreatives Nichtstun im Arbeiterstaat, partizipative Happenings in der Altstadt und opulente Collagen zur Erinnerung an den Prager Frühling: Die künstlerischen und publizistischen Strategien, die staatliche Zensur in der ČSSR kreativ zu umgehen und Räume der ästhetischen, aber auch ethischen Freiheit zu eröffnen, waren so vielgestaltig wie raffiniert. Diese »inoffizielle« Prager Szene war »hinter dem Vorhang« mitnichten abgekoppelt von Trends und Debatten des Westens. So nahm der Künstler Jiří Kolář 1968 an der documenta 4 teil, und der aus der Universität gedrängte Philosoph Jan Patočka lud zu vielbesuchten Wohnzimmerseminaren, wo er zeitgleich mit Foucault über Selbstsorge nachdachte. Hana Gründler erzählt die bemerkenswerte Geschichte dieser Parallelkultur: vom jungen ›enfant terrible‹ Václav Havel und den sozialistischen Reformhoffnungen der 60er Jahre über die brutale Niederschlagung der Proteste 1968 bis hin zur Charta 77 und der Samtenen Revolution 1989. Und sie zeichnet – ohne Widerstandskitsch – ein ungewöhnliches Porträt der Stadt Prag als Schutzort des Underground.