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Genozid und Gedächtnis: Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit

Überlebende des Holocaust in den Ghettorenten-Verfahren

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Nach der Verabschiedung des sogenannten Ghettorenten-Gesetz im Jahr 2002 wurden zahl-reiche Anträge an die Deutschen Rentenversicherungsträger gestellt. Wie wurden sie vor den deutschen Sozialgerichten behandelt? Das Gesetz hatte für Überlebende des Holocaust, die im Ghetto "freiwillig" gearbeitet hatten, die Möglichkeit eröffnet, diese Arbeitszeiten als Rentenzeiten anerkennen zu lassen. Die sozialpsychologische Untersuchung zeichnet die gerichtlichen Argumentationen nach, mit denen die Anträge als nicht glaubhaft bewertet wurden, und deckt in diesem Zusammenhang Haltungen der Verweigerung auf, die Darstellungen der Überlebenden als vertrauenswürdig zu werten. Nicht zuletzt als ein Beitrag zu einem Kapitel der jüngsten Zeitgeschichte verfolgt die Analyse eine übergreifende Diskussion zur Würdigung der Aussagen traumatisierter Zeugen vor Gericht und zur Erinnerung an traumatisierende Erfahrungen im hohen Alter.

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Genozid und Gedächtnis: Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit, Kristin Platt

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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(Paperback),
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Titel
Genozid und Gedächtnis: Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit
Untertitel
Überlebende des Holocaust in den Ghettorenten-Verfahren
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Kristin Platt
Erscheinungsdatum
2012
Einband
Paperback
Seitenzahl
517
ISBN10
377055373X
ISBN13
9783770553730
Reihe
Beschreibung
Nach der Verabschiedung des sogenannten Ghettorenten-Gesetz im Jahr 2002 wurden zahl-reiche Anträge an die Deutschen Rentenversicherungsträger gestellt. Wie wurden sie vor den deutschen Sozialgerichten behandelt? Das Gesetz hatte für Überlebende des Holocaust, die im Ghetto "freiwillig" gearbeitet hatten, die Möglichkeit eröffnet, diese Arbeitszeiten als Rentenzeiten anerkennen zu lassen. Die sozialpsychologische Untersuchung zeichnet die gerichtlichen Argumentationen nach, mit denen die Anträge als nicht glaubhaft bewertet wurden, und deckt in diesem Zusammenhang Haltungen der Verweigerung auf, die Darstellungen der Überlebenden als vertrauenswürdig zu werten. Nicht zuletzt als ein Beitrag zu einem Kapitel der jüngsten Zeitgeschichte verfolgt die Analyse eine übergreifende Diskussion zur Würdigung der Aussagen traumatisierter Zeugen vor Gericht und zur Erinnerung an traumatisierende Erfahrungen im hohen Alter.