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Emigranto

Vom Überleben in fremden Sprachen

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Die berühmte Antwort eines deutschen Emigranten auf die Frage nach dem Stromkasten lautete: 'I'm the meter!' Inge Deutschkron fand beim Aufräumen in Tel Aviv ein zerfleddertes Heft mit englischen Ausdrücken, die alle eines gemeinsam hatten: sie waren 'deutsches' Englisch, also missverständliches oder komisch-verdrehtes Englisch. Angeregt von diesem Heft, erzählt die Autorin von der schwierigen Situation älterer Menschen, sich in einer neuen Sprache zurechtzufinden, besonders wenn sie beruflich darauf angewiesen waren. Im Gegensatz dazu gewöhnten sich Kinder und Jugendliche oft schnell an die neue Umgebung und Sprache, wodurch sie für ihre Eltern dolmetschten oder bald nur noch Englisch oder Hebräisch sprachen. Dies führte dazu, dass sie ihre Deutschkenntnisse verloren und von ihren Eltern nicht mehr verstanden wurden. Die Reaktionen der 'Einheimischen' auf die Sprachversuche der Emigranten schwankten zwischen Unverständnis und der Bereitschaft, jedes Kauderwelsch zu akzeptieren, was das Lernen erschwerte. Deutschkron beleuchtet mit plastischen Beispielen die Mischung aus Verzweiflung und (unfreiwilliger) Komik im Emigrantenschicksal. Im Anhang zitiert sie Schriftsteller, die sich mit dem herausfordernden 'Umzug' in eine neue Gesellschaft und Sprache auseinandergesetzt haben. 'Emigranto' bezeichnet scherzhaft das Sprachengemisch deutscher Emigranten.

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Emigranto, Inge Deutschkron

Sprache
Erscheinungsdatum
2001
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(Hardcover),
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Titel
Emigranto
Untertitel
Vom Überleben in fremden Sprachen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Inge Deutschkron
Erscheinungsdatum
2001
Einband
Hardcover
Seitenzahl
93
ISBN10
3887471598
ISBN13
9783887471590
Reihe
Beschreibung
Die berühmte Antwort eines deutschen Emigranten auf die Frage nach dem Stromkasten lautete: 'I'm the meter!' Inge Deutschkron fand beim Aufräumen in Tel Aviv ein zerfleddertes Heft mit englischen Ausdrücken, die alle eines gemeinsam hatten: sie waren 'deutsches' Englisch, also missverständliches oder komisch-verdrehtes Englisch. Angeregt von diesem Heft, erzählt die Autorin von der schwierigen Situation älterer Menschen, sich in einer neuen Sprache zurechtzufinden, besonders wenn sie beruflich darauf angewiesen waren. Im Gegensatz dazu gewöhnten sich Kinder und Jugendliche oft schnell an die neue Umgebung und Sprache, wodurch sie für ihre Eltern dolmetschten oder bald nur noch Englisch oder Hebräisch sprachen. Dies führte dazu, dass sie ihre Deutschkenntnisse verloren und von ihren Eltern nicht mehr verstanden wurden. Die Reaktionen der 'Einheimischen' auf die Sprachversuche der Emigranten schwankten zwischen Unverständnis und der Bereitschaft, jedes Kauderwelsch zu akzeptieren, was das Lernen erschwerte. Deutschkron beleuchtet mit plastischen Beispielen die Mischung aus Verzweiflung und (unfreiwilliger) Komik im Emigrantenschicksal. Im Anhang zitiert sie Schriftsteller, die sich mit dem herausfordernden 'Umzug' in eine neue Gesellschaft und Sprache auseinandergesetzt haben. 'Emigranto' bezeichnet scherzhaft das Sprachengemisch deutscher Emigranten.