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Café Lehmitz, eine Stehbierhalle am Ende der Reeperbahn, war ein Treffpunkt und oft auch die Endstation für viele, die in Hamburgs berühmt-berüchtigtem Rotlichtviertel arbeiten: Prostituierte, Zuhälter, Transvestiten und gewöhnliche Kleinkriminelle. Anders Petersen, der als junger Mann nach Hamburg kam, landete eher zufällig im 'Lehmitz' und schloss Freundschaften, die seinen weiteren Lebensweg prägten. 1968 kehrte er zurück, fand neue Stammgäste und begann, mit Unterbrechungen zwei Jahre lang zu fotografieren. Seine Aufnahmen berühren durch ihre Offenheit und unverfälschte Authentizität. Es ist der solidarische, an Brassaï erinnernde Blick des Fotografen, der weder Voyeurismus noch falsches Mitleid aufkommen lässt angesichts dieser Bilder aus einem Milieu, das gemeinhin als asozial bezeichnet wird. Die 'andere' Welt des Café Lehmitz wird sichtbar als lebendiges soziales Gefüge mit eigenem Selbstverständnis und in der ihr eigenen Würde.
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Café Lehmitz, Anders Petersen
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1985
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