Die Mark Brandenburg im Jahre 1782: Der Bauchredner Julius Klingenthal ist auf dem Weg in das Städtchen Steinfurth – zusammen mit seinen Puppen, die für ihn viel mehr sind als leblose Wesen. Da begegnet er der geheimnisvollen Alena, die sich ihren Lebensunterhalt als »Klagefrau« verdient – und um Julius ist es geschehen … Der Puppenspieler und die Klagefrau ziehen gemeinsam weiter. Sie werden ein Paar, wagen dies aber nicht zu offenbaren – vor allem nicht vor Pfarrer Matthies, der Julius und seine Puppen aufgenommen und Alena als Haushälterin eingestellt hat. Julius versteht sich gut mit dem Pastor – auch wenn dieser Alena für seinen Geschmack etwas zu sehr zugetan ist. Da wird die kleine Stadt von einer furchtbaren Tat aufgeschreckt: Ein Salzkaufmann wird mit einem Schwert getötet. Wer hatte einen Anlass, den Mann auf diese ungewöhnliche Art umzubringen? Alle stehen vor einem Rätsel – auch Alena, die gebeten wird, die Totenklage zu singen. Wenig später passiert ein zweiter bizarrer Mord. Julius Klingenthal beginnt unauffällig Nachforschungen anzustellen – und gerät bald selbst unter schweren Verdacht …
Der Puppenspieler Reihe
Diese Serie entführt die Leser ins Europa des 18. Jahrhunderts und stellt einen charismatischen Bauchredner sowie seine Puppen vor, die für ihn weit mehr als nur leblos sind. Gemeinsam mit einer geheimnisvollen Frau, die als professionelle Klageweib ihren Lebensunterhalt verdient, geraten sie in eine Reihe rätselhafter Morde. Die Erzählungen verbinden historische Schauplätze, Romantik und Spannung, während die Protagonisten dunkle Geheimnisse aufdecken und versuchen, ihre Namen reinzuwaschen. Es ist eine fesselnde Geschichte über Liebe, Verrat und die Suche nach Wahrheit in einer gefährlichen Welt.



Empfohlene Lesereihenfolge
Berlin anno 1783. Als Bauchredner Julius Klingenthal mit seinen sechs Puppen die Stadt an der Spree betreten will, wird seine gesamte Barschaft widerrechtlich beschlagnahmt. In seiner Not wendet er sich an niemand Geringeren als Friedrich den Großen, der in Potsdam residiert. Friedrich zeigt sich gnädig und hilft ihm. Doch beim Verlassen des Schlosses bricht neues Unheil über Julius herein: Ein Sterbender taumelt ihm in die Arme ... Julius hat nur noch einen Gedanken: fort aus Potsdam! Auf keinen Fall will er unter Mordverdacht geraten! Und um Schloss Sanssouci, den Lieblingsaufenthalt Friedrichs, will er in Zukunft einen weiten Bogen machen! Ein Schwur, den er jedoch ein Jahr später bricht, als er erfährt, dass seine geliebte Alena sich dort aufhält. Einst hatte er sie, die schöne Klagefrau, verlassen, da er sicher war, ihnen sei keine gemeinsame Zukunft beschieden. Nun aber erblüht ihre Liebe aufs Neue, und beide sind fest entschlossen, endlich zusammenzubleiben. Alena hat eine Anstellung bei einer reichen Witwe gefunden, in deren Salon sich regelmäßig ein Zirkel aus hochgestellten Herren trifft, die den Künsten und Wissenschaften verbunden sind. Dann sterben mehrere dieser Herren auf mysteriöse Weise. Einziges gemeinsames Kennzeichen: Alle trugen gelbe Handschuhe – genau wie jener Tote, mit dem Julius Klingenthal nach seinem Besuch beim König unliebsame Bekanntschaft gemacht hatte.
Das Lied der Klagefrau
- 496 Seiten
- 18 Lesestunden
Göttingen, 1786. Alena, die schöne Klagefrau, und Julius kämpfen um Gerechtigkeit. Um eine alte Schande zu tilgen, nimmt Julius sein Medizinstudium wieder auf. Alena tut alles, um ihm zu helfen, und muss zusehen, wie er mit Spott und Häme überzogen wird. Damit nicht genug, mehren sich die Anzeichen für Julius’ Untreue. Tief verletzt zieht sich Alena zurück. Julius wiederum ist ebenso verzweifelt, denn in dem Hospiz, in dem er arbeitet, sterben Patienten unter mysteriösen Umständen. Warum kann er die Kranken nicht retten? Und wer ist der Kommilitone Heinrich, der eigentlich Henrietta heißt und sich in Julius verliebt hat? Im Mahlstrom aus Liebe, Hass, Treue und Intrige droht Alena unterzugehen.