Explore the finest work of Giovanni Battista Piranesi, the 18th-century engraver famed for his architectural views of Rome and his imaginary prisons. In this Bibliotheca Universalis edition, you'll find all the extraordinary detail and fantasy with which Piranesi shaped not only the European image of Italy, but also an impressive artistic...
Der berühmteste Kupferstecher des 18. Jahrhunderts, Giovanni Battista Piranesi (1720–1778), erlangte Bekanntheit mit Radierungen des antiken Rom. Seine verblüffenden, chiaroscuro Bilder verliehen den archäologischen Ruinen der Stadt Drama und Romantik und wurden zu beliebten Souvenirs für die Grand Touristen, die Italien auf der Suche nach klassischer Kultur und Bildung bereisten. Heute ist Piranesi nicht nur dafür bekannt, die europäische Vorstellung von Rom geprägt zu haben, sondern auch für seine aufwendige Serie fantastischer Gefängnisse, Carceri, die Generationen von Kreativen beeinflusst hat, von den Surrealisten bis hin zu Samuel Taylor Coleridge, Edgar Allan Poe, Jorge Luis Borges und Franz Kafka. Locker basierend auf zeitgenössischen Bühnenbildern anstelle der tatsächlichen düsteren Kerker seiner Zeit, widersprechen diese komplexen Bilder der architektonischen Realität und spielen stattdessen mit Perspektive, Licht und Maßstab. Treppen existieren gleichzeitig auf zwei Ebenen; gewaltige, gewölbte Decken scheinen bis in den Himmel zu steigen; die Unterscheidungen zwischen Innen- und Außenräumen verschwinden. Mit einem niedrigen Blickwinkel und kleinen, zerbrechlichen Figuren werden die Gefängnisszenen zu monströsen Megastädten der Inhaftierung, die bis heute als Meisterwerke des existenzialistischen Dramas gefeiert werden.
Francis Bacon
(1909–1992), der als Künstler größtenteils Autodidakt war, besaß die einzigartige Gabe, innere und unbewusste Impulse in Figuren, Formen und extrem klaustrophobische Kompositionen zu verwandeln.
Bacon, der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg für seine Werke eher berüchtigt als berühmt war, malte menschliche Körper, die jedoch
entstellt, geschändet und verstümmelt
waren. Seine Bilder schienen vor intensiven Emotionen förmlich zu zucken und zu heulen. Die
packenden, oft grotesken Porträts
von Menschen mit verrenkten Gliedmaßen oder tumorartigen Wucherungen sind nicht nur Charakterstudien, sondern gleichzeitig auch Reflexionen über die Leiden und Traumata der
Conditio humana
. Diese verstörenden Bilder gehörten auch zu den ersten in der Kunstgeschichte, die
offen homosexuelle Themen
aufgriffen.
Unser Buch stellt Bacons erotisches, beklemmendes und unvergessliches Œuvre vor, das oft nachgeahmt und vielfach analysiert wurde, vor allem aber den Betrachter tief berührt.
Nel 2008, a sedici anni dalla scomparsa dell'artista, la critica si trova in una fase delicata, necessitando di rivedere il modo di interpretare l'arte di Francis Bacon. Luigi Ficacci esplora il profondo legame tra Bacon e Michelangelo, entrambi percepiti come espressioni di un flusso di spiritualità umana. Questo flusso invita l'osservatore contemporaneo a contemplare Michelangelo con la disperazione esilarante di Bacon. Il fulcro del saggio è "Study from the Human Body", un'opera che potrebbe facilmente essere confusa con un disegno di Michelangelo. Qui, un eroe-uomo è colto in un momento di transizione, caratterizzato da una sensualità oscura e un senso di tragedia. Bacon, ritratto di spalle mentre esce di scena, rivela la pesantezza della forza, evidenziando la vulnerabilità umana e la latente potenza animale. L'azione suggerisce la possibilità di una violenza che trascende i limiti, rivelando che la potenza e la capacità di trasfigurare il corpo sono influenzate più dall'irrazionale o dal destino che dalla volontà. La riflessione di Ficacci invita a riconsiderare l'interazione tra questi due maestri, rivelando la complessità della forza e della vulnerabilità umana nell'arte.