Ein Jahr verbrachte der amerikanische Soldat Jonathan Trouern- Trend im Irak.Wann immer er neben seinen Armeeeinsätzen Zeit fand, beobachtete er Vögel - nahe Bagdad, in Mosul, am Tigris und in den Ruinen von Babylon. Er führte Tagebuch über Eulen auf Zementbunkern, Bienenfresser auf Starkstromleitungen, bunt gefiederte Eisvögel und Turmfalken in Schutthaufen. Birding Babylon versammelt seine schönsten Einträge. Ein verblüffendes Buch mit zauberhaften Vogelillustrationen, das uns ein Land im Krieg zeigt, wie wir es nie kennengelernt haben. "Ich hoffe, ich werde eines Tages in den Irak zurückkehren, nur mit Fernglas und Kamera bewaffnet. Vielleicht werde ich mit einem irakischen Freund die Wüste abfahren, die Flusstäler, die Marschen und die Berge, auf der Suche nach den Vögeln, die ich noch nicht gesehen habe. Wir werden darüber sprechen, wie herrlich es ist, ohne Zäune zu leben und dorthin gehen zu können, wo die Vögel sind, anstatt darauf zu warten, dass sie auf unser Gelände flattern. Wie nah oder fern diese Zukunft auch sein mag, ich weiß, die Vögel werden warten." Jonathan Trouern-Trend
Robin Detje Bücher



William T. Vollmann, der in einer Reihe mit Thomas Pynchon und David Foster Wallace steht, hat mit Europe Central ein Krieg und Frieden für das 21. Jahrhundert geschrieben – ein Epos in Übergröße, in 37 Kapiteln von fiktiven und realen Personen, Künstlern wie Käthe Kollwitz und Dimitri Schostakowitsch oder Militärs wie General Wlassow und Friedrich Paulus, dem Verlierer von Stalingrad. Ihre Lebensgeschichten beschwören aufs Neue die Geschichte des Zweiten Weltkriegs auf sowjetischer und deutscher Seite herauf. Aber im Zentrum des Romans steht eine Liebe: die bedingungslose Liebe von Schostakowitsch zu Elena Konstantinowskaja. Schieben wir zur Seite, was wir über Geschichte wissen, und lassen wir uns ein auf dieses wagemutige, gewaltige, faszinierende, tiefgreifende und umfassende Werk: Europe Central. »Ein ›Krieg und Frieden‹ des 20. Jahrhunderts, mit dem sich Vollmann endgültig seinen Rang in der Weltliteratur gesichert hat.« Welt am Sonntag
Dorian
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
1981, kurz vor dem Ausbruch der Aidsepidemie. Eben noch hatten viele Schwule geglaubt, die große Party aus Sex, Drogen und Dekadenz ginge ewig weiter, da finden sich die ersten unter ihnen auf dem Sterbebett. Nur einer gibt sich weiter den zügellosesten Sinnesfreuden hin: Der ewig junge Dorian, ein Mann von schmerzlicher Schönheit, der immun gegen das Virus ist. Will Self verlegt Oscar Wildes legendären Roman vom Bildnis des Dorian Gray in das London und New York zu Zeiten von Lady Di und HIV. Ein überschäumendes und bitterböses Sittenbild, geschrieben in Trauer und Zorn.