Neue Perspektiven auf einen bemerkenswerten Bildhauer der deutschen Klassik. Johann Gottfried Schadow (1764-1850) war einst der bekannteste Künstler in Preußen. Dieses Buch beleuchtet neue Aspekte von Schadows Kunst und Werkstatt. Nach seiner Ausbildung bei dem prominenten Hofbildhauer Jean-Pierre-Antoine Tassaert wurde Schadow schließlich Sekretär der Preußischen Akademie der Künste und Gründer der Berliner Bildhauerschule. Schadow führte ein bürgerliches Leben und erzielte mehrere außergewöhnliche künstlerische Leistungen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören der Wagen auf dem Brandenburger Tor und die Prinzessinnengruppe, eine lebensgroße Darstellung der preußischen Kronprinzessin Luise und ihrer Schwester Friederike. Diese Statue, die teilweise bemerkenswert ist, weil sie historische Frauen darstellt, hat sich als monumentales Werk der frühen Klassik einen Namen gemacht. Johann Gottfried Schadow: Formen umarmen bietet neue Einblicke in die Karriere, das Atelier und das Erbe des Künstlers.
Yvette Deseyve Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Erst seit dem Frühjahr 1919 durften Frauen an der Berliner Kunstakademie studieren. Zuvor mussten die angehenden Künstlerinnen auf teure Privatschulen oder Privatateliers ausweichen. Trotz allerlei Widrigkeiten im Kunstbetrieb haben zahlreiche Werke von Malerinnen und Bildhauerinnen Eingang in die Sammlung der Berliner Nationalgalerie gefunden. Nun sind diese Arbeiten endlich in einer einzigartigen Zusammenschau zu sehen: das Selbstporträt Sabine Lepsius’ (1864–1942), aus dem uns die Künstlerin entschlossen anblickt, Maria Slavonas (1865–1931) impressionistische Ansicht von Häusern in Montmartre oder die ausdrucksvollen Porträts Caroline Barduas (1781– 1864) sowie die kraftvollen Arbeiten der deutsch-amerikanischen Bildhauerin Elisabeth Ney (1833–1907) oder der Berlinerin Käthe Kollwitz (1867–1945). Ausstellung und Katalog bieten jetzt die Möglichkeit, die Vielfalt künstlerischer Positionen zu entdecken, die zum Teil erstmals präsentiert werden.