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Markus Dederich

    Inklusion statt Integration?
    Menschen mit Behinderung zwischen Ausschluss und Anerkennung
    Enzyklopädisches Handbuch der Behindertenpädagogik - 2: Behinderung und Anerkennung
    Optimierung
    Erfahrung, Wissen, Handeln
    Verletzungspotenziale
    • Verletzungspotenziale

      Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus

      • 231 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Seit der neoliberalen Wende ab den 1970er und 1980er Jahren verändern sich soziale und individuelle Verletzbarkeiten. Die Autor*innen des interdisziplinären Bandes zeigen, wie Optimierungsformen und Vulnerabilitäten miteinander verknüpft sind und moderne Gesellschaften prägen. Der Begriff der Verletzungspotenziale verweist auf Gefährdungen, Risiken und Krisen sowie auf den machtförmigen Zugriff auf vulnerable Dynamiken. Vulnerabilität wird als sozial konstitutives, kontextabhängiges und sich stets ausdifferenzierendes Phänomen betrachtet. Aus psychoanalytischer, bildungs-, geschlechter- und gesellschaftstheoretischer Perspektive wird deutlich, wie stark moderne Gesellschaften von Optimierung als Subjektivierungsform und Vergesellschaftungsmodus beeinflusst sind und welche Vulnerabilitäten dadurch entstehen oder verstärkt werden. Die Beiträge behandeln verschiedene Aspekte, darunter die Kritik der Verletzbarkeit und der Optimierung, die Formierung von Vulnerabilität in der Pädagogik, die Auswirkungen von Unsicherheit und Angst sowie die Herausforderungen in der Arbeitswelt. Weitere Themen sind die feministische Kritik der neuen Frauenbewegung, Selbstoptimierung versus Selbstsorge und psychoanalytische Untersuchungen zu psychischen Verarbeitungen von Selftracking. Der Band bietet somit einen tiefen Einblick in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Optimierung und Verletzbarkeit in der Gegenwart.

      Verletzungspotenziale
    • Erfahrung, Wissen, Handeln

      Zur Grundlegung der Heil- und Sonderpädagogik

      • 321 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Im Zeichen der Inklusion hat die Heil- und Sonderpädagogik einerseits an Bedeutung gewonnen, andererseits ist sie Gegenstand zum Teil harscher Kritik. Vor diesem Hintergrund befassen sich die Autoren mit Grundlagenproblemen der Disziplin, die anhand des Begriffsdreiecks Erfahrung, Wissen und Handeln diskutiert werden. Das Buch entfaltet zunächst eine ausführliche grundlagentheoretische Kritik an der evidenzbasierten Sonderpädagogik sowie konstruktivistisch-dekonstruktiven Theorieansätzen. Darauf aufbauend entwickelt es eine phänomenologisch, kulturwissenschaftlich und ethisch konturierte Reflexionsmatrix, die es ermöglicht, die Heil- und Sonderpädagogik als Erfahrungs- und Praxiswissenschaft neu zu fassen.

      Erfahrung, Wissen, Handeln
    • Optimierung

      Ein interdisziplinäres Handbuch

      • 457 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Dieses interdisziplinäre Handbuch rekonstruiert Optimierung als ein Phänomen, das konstitutiv in aktuelle Entwicklungen der Gegenwart eingeschrieben ist. Denn es erscheint kaum mehr möglich, nicht optimieren zu wollen oder zu können. Das gilt für die Arbeit an sich selbst, die Verbesserung des Anderen und die Perfektionierung der Welt. Optimierung verspricht messbare Steigerungen von Effektivität und Effizienz sowie eine Erweiterung der Reichweite von Einfluss und Macht. Sie wirft aber auch Fragen der Instrumentalisierung, der Verdinglichung und Entfremdung sowie Fragen nach Grenzen und Unverbesserlichkeiten auf. Ohne eine Auseinandersetzung mit der Idee der Optimierung lässt sich eine moderne Humanwissenschaft heute nicht mehr konzipieren.

      Optimierung
    • Das Enzyklopädische Handbuch der Behindertenpädagogik ''Behinderung, Bildung, Partizipation'' zielt darauf ab, das gesamte Feld der Behindertenpädagogik in Bezug auf zentrale Begriffe, Aufgaben, Konzepte und Handlungsansätze darzustellen. Der interdisziplinäre Ansatz berücksichtigt den aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstand der Disziplin. Bildung wird als Möglichkeit zur selbstbestimmten Lebensführung und gesellschaftlichen Teilhabe verstanden. In 10 Bänden mit über 400 Artikeln werden zentrale Fragen zu Bildung und Partizipation unter behindernden Bedingungen behandelt. Band 2 fokussiert auf die Kategorie Behinderung und beleuchtet diese im Kontext von Partizipation und Anerkennung aus sozial- und kulturwissenschaftlicher, ethischer und rechtlicher Sicht. Es werden grundlegende Dimensionen sozialer und personaler Anerkennung sowie historische, philosophische, psychologische und sozialwissenschaftliche Analysen von Diskriminierungsmechanismen untersucht. Dies führt zu einem fundierten Bild von Behinderung als sozialer Konstruktion. Eine derart umfassende und interdisziplinäre Bestandsaufnahme der humanwissenschaftlichen Grundlagen der Behindertenpädagogik ist bislang einzigartig.

      Enzyklopädisches Handbuch der Behindertenpädagogik - 2: Behinderung und Anerkennung
    • Ausgangspunkt der Untersuchungen dieses Buchs bildet die These, dass ethische Fragestellungen und eine kritische Reflexion gegenwärtiger Entwicklungen in der Gesellschaft zu den zentralen Aufgaben der Behindertenpädagogik gehören. Die These umfaßt zwei unterscheidbare, jedoch zusammengehörende Komplexe: Die Frage nach den ethischen Dimensionen der Pädagogik und die Frage nach der Bedeutung und dem Einfluß sozialer, gesellschaftlicher und kultureller Faktoren für die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen. Die zweite Frage erhält ihre Relevanz und Brisanz durch gegenwärtig zu diagnostizierende biomedizinische und bioethische Entgrenzungstendenzen sowie „Pathologien des Sozialen“, die für Menschen mit Behinderungen neue Gefährdungen und Risiken des Ausschlusses mit sich bringen. Entsprechend der Komplexität des thematischen Feldes wird die ethische Dimension durch pädagogische, soziologische und sozialphilosophische Perspektiven ergänzt und erweitert. Von der Zielstellung her mündet die vorliegende Arbeit in den Versuch, eine Begründung für einen nicht ausschließenden ethischen Schutzbereich zu entwerfen und seine normativen Grundlagen zu reflektieren.

      Menschen mit Behinderung zwischen Ausschluss und Anerkennung
    • Inklusion statt Integration?

      Heilpädagogik als Kulturtechnik

      • 194 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Seit einigen Jahren zeichnet sich in der deutschsprachigen Fachdiskussion zur Behindertenpädagogik die Tendenz ab, den Begriff der Integration durch den der Inklusion zu ersetzen. Was macht den Erfolg dieses Begriffes aus, der heute wie kein anderer allgemein anerkannt das Ziel und den Gegenstand von Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik zu beschreiben scheint? In welcher Weise benennt er im Unterschied zur Integration eine Kulturtechnik? Der vorliegende Band bearbeitet den Begriff der Inklusion in dreierlei Weise: Die historische Entwicklung von Integration und Inklusion im sozial- und bildungspolitischen Bereich; die Relevanz des Diskurses der Inklusion für heilpädagogische Handlungsfelder aus Schule, Ausbildung und Berufsverband; den Abschluss bilden weitere Themen z. B. Biomedizin und Fragen der Ökonomie.

      Inklusion statt Integration?
    • Schon immer werden Menschen durch kulturelle, gesellschaftliche, ökonomische, politische und andere Strategien ausgeschlossen. Traditionell spielen hierbei das Schulsystem und die Medizin eine zentrale Rolle. Heute kommt auch der Ethik eine wichtige, die Exklusion flankierende Funktion zu - wenn sie etwa als »Bioethik« Theorien hervorbringt, die beanspruchen, den Wert bzw. Unwert von Menschen und ihre Schutzwürdigkeit bestimmen zu können. Die Beiträger_innen des Bandes wirken dieser Tendenz entgegen und erkunden - im Sinne einer als Schutzbereich dienenden nichtexklusiven Ethik - neue Zugänge zu Fragen der Gerechtigkeit und der Anerkennung. Dabei werden ethische Alternativen für die Medizin, die Pflegewissenschaft sowie die Heil- und Sonderpädagogik ausgelotet. Der hierzu eingeschlagene differenztheoretische Weg kann als konsequenter und neuartiger Ansatz verstanden werden, Fragen der Ethik auch in Bezug auf ihre konkrete Anwendung zu bearbeiten.

      Anerkennung und Gerechtigkeit in Heilpädagogik, Pflegewissenschaft und Medizin