Peter August Böckstiegel gilt als der bedeutendste westfälische Expressionist und zählt zu den wichtigen Vertretern der Klassischen Moderne. Gemälde voll expressiver Strahlkraft stehen in seinem Werk neben sensiblen Stimmungsbildern und ausdrucksstarken Plastiken ? ein Künstler, der mit seinem hochspannenden Œuvre zu Recht seit Jahren immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.Die ?Väter der Moderne? beeinflussten das frühe künstlerische Schaffen von Peter August Böckstiegel (1889?1951), der sich von der ?lodernden Flammenschrift? Van Goghs, der ?märchenhaften Stille? von Gauguins Urwaldszenen oder Munchs ?nordischer Geisterwelt? inspiriert fühlte und dies in seinen Landschaften, bäuerlichen Szenen, Porträts, Stillleben und Akten zum Ausdruck brachte. Obwohl Böckstiegel prägende Jahre in Dresden verbrachte, verstand er sich vor allem als westfälischer Expressionist, dessen Verbundenheit zu seiner ländlichen Heimat Werther bei Bielefeld zeitlebens bestehen blieb und sich auch in seinen Werken widerspiegelte. Sein facettenreiches künstlerisches Schaffen reicht über eine Vielzahl von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken bis hin zu Mosaiken, Fensterbildern und Skulpturen
David Riedel Bücher



Conrad Felixmüller
Junge Kunst Band 38
Ein neuer Beitrag in der Reihe der großen Meister der Kunst, der sich auf einen der bedeutendsten deutschen Expressionisten, Conrad Felixmüller, konzentriert. Conrad Felixmüller (1897–1977) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zweiten Generation des deutschen Expressionismus. Dieser Band beleuchtet das Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers, dessen kreative Laufbahn mehr als ein halbes Jahrhundert Kunst- und Zeitgeschichte widerspiegelt. Im Januar 1919 gründete Felixmüller die avantgardistische Dresdner Sezession Gruppe 1919, zu deren Mitgliedern auch Otto Dix und Peter August Böckstiegel sowie andere Künstler gehörten. Seine Werke aus den frühen 1920er Jahren spiegeln nicht nur sein Interesse an diesen Personen wider, sondern auch sein politisches Engagement. Unter dem Nationalsozialismus wurden Felixmüllers Werke als entartet verboten. Nach dem Krieg bemühte er sich, seine Arbeit in der DDR fortzusetzen, doch zehn Jahre vor seinem Tod zog Felixmüller nach Westberlin, wo er erleben konnte, wie sein Werk erneut Beachtung und Anerkennung fand.