Michel de Montaigne Bücher
Michel de Montaigne, einer der einflussreichsten Schriftsteller der französischen Renaissance, ist bekannt für die Popularisierung der Essayform als literarisches Genre. Er verband meisterhaft tiefgründige intellektuelle Spekulationen mit persönlichen Anekdoten und Autobiografie und schuf ein Werk, das bis heute immensen Einfluss hat. Bekannt für seinen anti-dogmatischen Geist und seine berühmte Frage „Was weiß ich?“, verkörperte Montaigne ein modernes Lebensgefühl, indem er die Welt durch die Brille seines eigenen Urteils erkundete. Sein zugänglicher Stil, der intellektuelle Einsichten mit persönlichem Erzählen ausbalanciert, inspiriert weiterhin Schriftsteller und Leser.







Tag für Tag hat Montaigne seine Eindrücke von der 17 Monate dauernden Reise festgehalten, die persönlichen Erlebnisse und Beschwernisse, die Beobachtung der Sitten und Gebräuche, die Beschreibung der Sehenswürdigkeiten.
'Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiß, ob sie sich nicht noch mehr die Zeit mit mir vertreibt, als ich mit ihr?' – Unscheinbare, skeptische Fragen sind es, die Michel de Montaigne zu einem Vorbild des 21. Jahrhunderts machen. Vor 475 Jahren in eine Zeit der Glaubenskämpfe hineingeboren, hat Montaigne stets neugierig und kritisch auf sich selbst und seine Umwelt geschaut. Wo andere den Überblick zu haben glaubten, sah er vor allem die Beschränktheit eigener Perspektiven. Wo andere im Namen ewiger Wahrheiten Kriege führen, steht er für Toleranz und radikale Subjektivität.
Michel de Montaignes Essais sind das bedeutendste Werk des Späthumanismus in Frankreich. Entstanden sind sie in einem Turmzimmer des Stammschlosses von Montaigne, wo dieser zwanzig Jahre lang über sich, das Leben und den Tod, über die Entdeckung der neuen Welt oder über die Freundschaft, über die Freiheit oder über die Möglichkeit der Selbstverwirklichung nachdachte.
Essais
- 1242 Seiten
- 44 Lesestunden
Alle 107 Essais. Überzeugt davon, dass der Mensch ein zutiefst irrationales Subjekt randvoll mit Widersprüchen sei, notierte der gascognische Gutsherr und Edelmann seine Beobachtungen und Erfahrungen - scharf- und tiefsinnig und voller Witz: Philosophische Betrachtungen und literarische Fundstücke, Alltägliches, Politisches und jede Menge schonungslose Selbsterkenntnis. Er interessiert sich für die Trunksucht ebenso wie für Fragen der Kindererziehung, schreibt über Zorn, Eitelkeit, Alter, den Genuss von Melonen und Alkohol, über sexuelle Vorlieben u. a. Neuausgabe der ersten deutschen Montaigne-Gesamtausgabe von Johann Daniel Tietz.
Über die Freundschaft
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
In Montaigne begegnet uns einer der großen humanistischen Geister der französischen Renaissance. Fünf Texte aus den weltberühmten ‘Essais’, voller Sprunghaftigkeit und Prägnanz, Überschwang und Besonnenheit, Skepsis und Hoffnung.
Lesen heißt leben lernen. Es könnte ein Motto der Anderen Bibliothek sein. Aus diesem Anlass – die Andere Bibliothek lebt seit dreißig Jahren – wollen wir Ihnen (und uns) dieses Geburtstagsbuch mit auf den Weg geben. Es versammelt, natürlich in der vielgerühmten Übersetzung von Hans Stilett und ausgewählt von ihm, die schönsten Essais und Passagen des Reisetagebuchs von Michel de Montaigne. - Lachend die Wahrheit sagen - Lesen - Lieben - Freundschaft und Geselligkeit pflegen - Reisen - Essen und Trinken - Tanzen - Mode und Luxus mit Augenmaß genießen - Mit Geld vernünftig umgehen - Praxisbezogen Philosophieren - Der eignen Erfahrung vertrauen - Schlafen und Träumen - Lehrmeister Tier folgen - Krankheiten höflich behandeln - Den Tod nicht fürchten
Um recht zu leben
- 131 Seiten
- 5 Lesestunden
"Montaignes Essais sollten nicht anders gelesen werden, als sie geschrieben wurden: auf eine freie, spielerisch schweifende Art. Spaziergänge des Denkens verlangen auch nach Spaziergängen des Lesens. So kann man die Essais beliebig aufschlagen, kann ohne schlechtes Gewissen in ihnen querlesen; egal wie, nach wenigen Seiten ist man in die suggestive Nähe des Autors gezogen und gleichzeitig ins Zentrum eigener Nachdenklichkeit" (Gerhard Staguhn in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung). - Für alle, die ihren Spaziergang des Montaigne-Lesens beim Spazierengehen unternehmen wollen, bietet sich dieses kleine Taschenbuch für die Westentasche ideal an.§
Tagebuch einer Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland
- 422 Seiten
- 15 Lesestunden
Zweihundert Jahre vor Goethe reist Michel de Montaigne nach Italien mit neugierigem und staunendem Blick hält er 17 Monate und 8 Tage lang die Zustände und kulturellen Kuriositäten im Europa des 16. Jahrhunderts fest ein Lesevergnügen nicht nur für Liebhaber von Reiseberichten.
»Das hier sind meine Phantasien, durch sie versuche ich nicht, die Dinge zu erkennen, sondern mich selbst.« Oft hat die Phantasie Macht über unseren Verstand und beeinflusst selbst noch unsere Körperfunktionen, vor allem die Sexualität. Der Essai des französischen Denkers und Begründers der Essayistik Michel de Montaigne (1533 - 1592) ist ein Plädoyer dafür, sie bewusst zu nutzen und in die richtige Richtung zu lenken. Mit einem Nachwort von Karin Westerwelle.



