Wie handelt man richtig, wenn das moralische »Richtig« dem gesetzlichen »Richtig« widerspricht? Wie reagiert man auf Missachtungen der Menschenrechte durch höchste Regierungsinstanzen? Wie können wir urteilen über die, in deren Haut wir nicht stecken? Mit diesen Fragen, die Hannah Arendt bereits vor über 50 Jahren beschäftigten, werden wir heute wieder verstärkt konfrontiert. Damals wie heute gilt: Persönliche Verantwortung muss sich von politischer Verantwortung unterscheiden. In Arendts klarer und bestechender Sprache gibt dieser wiederentdeckte Aufsatz Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Zeit.
Hannah Arendt Bücher
Hannah Arendt war eine der einflussreichsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeit taucht tief in die menschliche Erfahrung ein und bietet tiefgründige Einblicke in die Natur des Totalitarismus, menschlichen Handelns und die grundlegenden Kategorien des Lebens. Durch ihre Essays und umfangreichen Studien untersuchte sie Revolution, Freiheit und Autorität und setzte sich für ein Verständnis von Denken, Wollen und Urteilen ein. Arendts Werk regt weiterhin zum Nachdenken über die Komplexität der modernen Welt und das Wesen der menschlichen Existenz an.



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Sokrates. Apologie der Pluralität
- 109 Seiten
- 4 Lesestunden
Hannah Arendt dachte zeitlebens im Horizont Sokrates'. Schon in den amerikanischen Anfängen stellte sie den Lehrer Platons in den Mittelpunkt ihrer Versuche, ein politisch relevantes und persönlich haltbares Denken für die Moderne zu begründen. Meisterhaft entfaltet diese Vorlesung aus den 50er Jahren eine Apologie der menschlichen Pluralität. So wendet sich Arendt gegen die platonische Versuchung, der Relativität der möglichen Wahrheiten mit der absoluten Autorität eines wegweisenden Denkansatzes begegnen zu wollen. Entscheidend ist für Arendt der innere Dialog, den Sokrates philosophisch initiierte. Zudem hebt sie die Kommunikation unter Bürgern und Freunden hervor, die im Austausch der Meinungen gemeinsame Perspektiven der Weltgestaltung eröffnen könne. In den Erinnerungen »In Hannah Arendts Seminar« berichtet ihr letzter Assistent Jerome Kohn, wie sich entlang platonischer Texte das gemeinsame Nachdenken mit der Philosophin an der New School of Social Research gestaltete.
Im Sommer 1950 begann Hannah Arendt, handschriftlich Aufzeichnungen in ein Buch einzutragen, das sie ihr »Denktagebuch« nannte. In der Tat haben die 28 vollständig erhaltenen Hefte kaum etwas mit einem herkömmlichen Tagebuch gemein. Sie enthalten vielmehr Denkexperimente und Denkresultate und dienten dem lebenslangen Ziel der Autorin, die Wirklichkeit des Jahrhunderts der Kriege, Revolutionen und totalitärer Systeme denkend zu bewältigen. Ganz direkt erfahren die Leser hier Arendts Methode, die philosophische und politische Tradition des Abendlandes von Platon bis Heidegger zu befragen.
Essays & [und] Kommentare 1
- 180 Seiten
- 7 Lesestunden
Dieser Band enthält frühe Überlegungen Hannah Arendts zu den Konzentrationslagern, zur Weltherrschaft als Endziel totalitärer Regimes und über den Versuch der totalen Beherrschung des Menschen. Über das Weiterleben des Faschismus in Europa nach 1945, über Diktatur und persönliche Verantwortung, über den Frankfurter Auschwitz-Prozeß und über die Eichmann-Kontroverse.
Hannah Arendts Credo hat nichts an Gültigkeit verloren: »Im Kulturellen und im Politischen, also in dem gesamten Bereich des öffentlichen Lebens, geht es weder um Erkenntnis noch um Wahrheit, sondern um Urteilen und Entscheiden, um das urteilende Begutachten und Bereden der gemeinsamen Welt und die Entscheidung darüber, wie sie weiterhin aussehen und auf welche Art und Weise in ihr gehandelt werden soll.«
»Jude sein gehört zu den unbezweifelbaren Gegebenheiten meines Lebens.« - Hannah Arendt beginnt mit ihrer Arbeit zu Rahel Varnhagen, sich mit der jüdischen Geschichte in Deutschland zu beschäftigen, aber erst nachdem sie Deutschland 1933 verlassen hatte, setzte sie sich verstärkt mit ihrer Identität als Jüdin und der »jüdischen Frage« auseinander. Dieses Buch versammelt chronologisch alle zu Lebzeiten veröffentlichten Aufsätze Arendts zum Thema und zeigt so auch ihre Entwicklung in den diskutierten Fragen, beispielsweise ihre teilweise sehr wechselnde Haltung zu Israel und dem Zionismus. Herausgegeben, zum Teil neu übersetzt und eingeordnet von Marie Luise Knott und Ursula Ludz schließt der Band eine wichtige Lücke in der Arendt-Literatur.
Was ist Existenzphilosophie?
- 46 Seiten
- 2 Lesestunden
Walter Benjamin
- 106 Seiten
- 4 Lesestunden
Übungen im politischen Denken 2
- 489 Seiten
- 18 Lesestunden
Vor dem Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden
DER FLUCH DER GLEICHGÜLTIGKEIT Das Denken der deutsch-jüdischen Philosophin Hannah Arendt ist aktueller denn je. Vor dem Hintergrund des Eichmann-Prozesses und der »Verbrechen, die niemand für möglich gehalten hätte«, denkt Hannah Arendt 1965 in einer New Yorker Vorlesung über Fragen der Ethik und vor allem über das Böse nach. Eine Ethik »nach Auschwitz« kann, so Arendt, nur auf dem Denken und Erinnern gründen. Denn die größten Verbrecher sind, so sagt sie, diejenigen, die beides verweigern. Ein wichtiger Text zu einem zentralen Thema im Werk Hannah Arendts wird hier erstmals auf deutsch zugänglich gemacht. Franziska Augsteins Nachwort »Taten und Täter« nimmt Arendts Argumentation auf und führt sie weiter zum Thema Widerstand.
Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden
Spätestens durch ihre Berichterstattung vom Prozeß gegen Adolf Eichmann und ihr Buch »Eichmann in Jerusalem« wurde sie weltbekannt. Doch schon die junge Hannah Arendt war in ihrem politischen Denken und Handeln eine herausragende Persönlichkeit. Ihre Beiträge für den »Aufbau«, die in New York publizierte Zeitung des »German Jewish Club« für deutsche Emigranten, zeigen sie als wache Zeitzeugin und als engagierte Vertreterin des jüdischen Freiheitskampfes. Die Herausgeberin Marie Luise Knott hat die Texte ausführlich kommentiert und deren Bedeutung in ihrem Nachwort gewürdigt. »Arendts Kommentare zum Zeitgeschehen sind voller Leidenschaft und Verstandesschärfe.« Süddeutsche Zeitung
Die Botschaft des Merkur
- 572 Seiten
- 21 Lesestunden
Mit Beiträgen von Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Jean Améry, Gottfried Benn, Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Ralf Dahrendorf, Ernst Bloch u. a.
Die weisen Tiere
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Ein Mädchen sieht in der Schar seiner Gänse plötzlich eine neue. Sie ist anders, hat einen geheimnisvollen Fleck auf der Brust und fliegt davon. Das Mädchen bricht zu seiner großen Reise auf. Auf der Suche nach der Gans stapft es unerschrocken durch den Wald dieser Welt und begegnet Tieren, von denen es sich Hilfe erhofft und schließlich auch bekommt,
"... in keinem Besitz verwurzelt"
- 408 Seiten
- 15 Lesestunden
Wir Flüchtlinge
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Hannah Arendts 1943 erschienener Essay wurde lange Zeit ignoriert, erst 1986 übersetzt – und zeigt erst heute seine eigentliche Sprengkraft: Aus unmittelbarem eigenem Erleben bezweifelte Arendt, dass Staaten überhaupt noch in der Lage sind, Flüchtlings-Probleme zu bewältigen, da die Nationalsozialisten die Idee des schützenden Nationalstaats unmöglich gemacht haben. Ähnlich wie bei »Eichmann in Jerusalem« brachte ihr diese These Schwierigkeiten mit zionistischen Strömungen ein, die Israel als Rettungsinsel genau in diesem Sinne sehen wollten. Der Essay von Thomas Meyer unterstreicht die Relevanz des Textes im Zusammenhang mit der heutigen Flüchtlingsdebatte.
Der Briefwechsel zwischen beiden ist das Dokument einer engen Freundschaft. Die Korrespondenz gibt Aufschluß über das Exil der ersten Nachkriegsjahre, sie enthält Debatten über Albert Camus und Arthur Koestler, über die Situation im Nachkriegsdeutschland, über Philosophen wie Martin Heidegger und Karl Jaspers, über das Thema der Menschenrechte. Der Briefwechsel dauert bis zu Hermann Brochs plötzlichem Tod im Jahr 1951. Hannah Arendt schrieb einige Essays über Broch, die in diesen Band mit aufgenommen wurden. Es sind eindringliche Analysen seiner Hauptwerke und zugleich Zeichen einer Freundschaft, die Hannah Arendt sich ihr Leben lang für Broch bewahrte.
Rosa Luxemburg, Karl Jaspers, Tania Blixen, Hermann Broch, Martin Heidegger, Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Nathalie Sarraute, Tania Blixen und andere Dichter, Literaten und Philosophen porträtiert Hannah Arendt in diesem Band. Die Essays "befassen sich mit Personen - mit der Art und Weise, wie diese ihr Leben lebten, wie sie sich in der Welt bewegten und wie sie von der geschichtlichen Zeit berührt wurden ... Gemeinsam ist allen das Zeitalter, in das ihre Lebenszeit fiel, die Welt der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mit ihren politischen Katastrophen, moralischen Desastern und einer erstaunlichen Entwicklung von Kunst und Wissenschaft."
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
- 204 Seiten
- 8 Lesestunden
In diesem Werk rekonstruiert Arendt die Entwicklung des Antisemitismus im 18. und 19. Jahrhundert. Sie zeichnet den Zusammenhang des modernen Antisemitismus mit der Entwicklung der Nationalstaaten nach. Eine besondere Rolle in der Entstehung des modernen Antisemitismus spielt dabei der Rationalismus. Sie verwirft alle Ideologien des 19. Jahrhunderts, wie die bürgerliche Wissenschaftsgläubigkeit, z. B. des Darwinismus. Aber auch den Idealismus lehnt sie als Ursprung des nationalsozialistischen „Gesetzes der Natur“ ab. Ebenso steht sie dem geschichtsphilosophischen Fortschrittsoptimismus, der sich beispielsweise im Marxismus zeige, kritisch gegenüber. Darüber hinaus bemängelt sie die pessimistischen Geschichtsauffassungen, da sie Vorstellungen linearer Entwicklungen in keiner Form akzeptiert, sondern von der Möglichkeit eines Neuanfangs oder des Scheiterns einer jeden neuen Generation überzeugt ist.
Briefe, 1925 bis 1975
- 435 Seiten
- 16 Lesestunden
Seit den frühen achtziger Jahren ist bekannt, dass es zwischen Martin Heidegger und Hannah Arendt – über die Lehrer-Schüler- und spätere professionelle Verbindung hinaus – eine Liebes- und Freundschaftsbeziehung gegeben hat. Die Dokumente, die das Verhältnis belegen und in den Nachlässen Arendt und Heidegger im Deutschen Literaturarchiv Marbach lagern, waren bislang nicht zugänglich. In diesem Band werden sie erstmals veröffentlicht. Dieser Publikation mit ihrem großen Fundus an Materialien kommt erhebliche biographische und werkgeschichtliche Bedeutung zu. Die Ausgabe enthält zusätzlich zu den aus den Handschriften übertragenen Texten einen Anmerkungsteil mit kommentierenden Hinweisen, ein erläuterndes Nachwort sowie Register. It has been known since the early eighties that Martin Heidegger and Hannah Arendt had a love affair which went well beyond their teacher-student relationship and later professional connection. The documents that prove this relationship were stored in Arendt´s and Heidegger´s respective bequests in the Deutsches Literaturarchiv Marbach, and were not previously accessible. They are published for the first time in this volume. This publication with its large fund of materials has considerable biographical, philosophical, and historical significance. In addition to the texts transcribed from the manuscripts, the edition contains a commentary, a detailed afterword, and indices.
Die Essays in diesem Band sind aus Vorträgen entstanden, die Dr. Hannah Arendt in den Jahren 1953 bis 1956 an deutschen und amerikanischen Universitäten gehalten hat. Der Titel versucht, die leitende Absicht der diesen Essays gemeinsamen kritischen Überlegungen anzudeuten. Diese befassen sich sachlich mit den in den Essaytiteln angezeigten Begriffen; die Kritik erfolgt durch eine Rückführung dieser Begriffe auf die politischen, geschichtlich gegebenen Erfahrungen, aus denen sie entstanden sind, und durch eine Konfrontation mit den modernen Erfahrungen, denen sie adäquat zu sein vorgeben.
Briefwechsel 1926 - 1969
- 859 Seiten
- 31 Lesestunden
Bereits 1926 begann die Korrespondenz zwischen der zwanzigjährigen Studentin und ihrem Lehrer, die bis zu seinem Tod 1969 dauerte: Der Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und Karl Jaspers gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen philosophischen und politischen Denkens des 20. Jahrhunderts. Und er ist das Dokument einer Freundschaft, die Verfolgung, Emigration und Krieg nicht zerstören konnten.
Sie versuchte, »ohne Geländer« zu denken. Das Werk der großen deutsch-jüdischen Philosophin, politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt (1906–1975) ist bis heute aktuell. Dieses Lesebuch bietet eine Einführung in Arendts umfangreiches Werk. In ausgewählten Texten und zentralen Passagen aus ihren Briefen äußert sie sich zu Fragen der Philosophie sowie des politischen Denkens und Handelns, außerdem zur Situation des Menschen und zu Personen, die für ihr Leben wichtig waren.
»Vom Leben des Geistes«, das letzte große Werk Hannah Arendts, hat den Charakter eines Vermächtnisses. Die Beschäftigung mit dem Wesen des Denkens führte die Philosophin zur Betrachtung der beiden anderen spezifisch menschlichen Fähigkeiten: des Wollens und des Urteilens.
Vita activa oder vom tätigen Leben
- 375 Seiten
- 14 Lesestunden
WAS TUN, WENN WIR TÄTIG SIND? »Vita activa« im ursprüngliche Sinne meint Arbeiten, Herstellen und Handeln. Hannah Arendts umfassende Analyse gilt vor allem diesen drei Grundtätigkeiten. Sie untersucht darüber hinaus, wie sie sich im Laufe der Geschichte bis in die Neuzeit hinein zu verhalten haben. Hannah Arendts Auseinandersetzung mit dem Fetisch Arbeit und Konsum in der modernen Arbeitsgesellschaft im Zusammenhang mit dem Niedergang einer Kultur der politischen Öffentlichkeit bildet den Kern ihrer politischen Theorie. Kurt Sontheimer schrieb dazu: »Der Philosophie als einer theoretischen, auf die reine Erkenntnis der Natur gerichteten Disziplin stellte sie die Politik als die Sphäre der Praxis, als das Reich handelnder Menschen gegenüber.«
Briefe 1936 - 1968
- 596 Seiten
- 21 Lesestunden
Die Briefe zwischen Hannah Arendt und ihrem Mann Heinrich Blücher gehören zu den instimsten und offensten Gesprächen, die von zwei Liebenden in diesem Jahrhundert dokumentiert sind. Diese Briefe sind das persönlichste Dokument aus dem Nachlass der Philosophin, und sie zeigen eine bisher unbekannte Hannah Arendt: verletzbar, anhänglich, zärtlich.
Über Palästina
Zwei bisher unbekannte Texte – erstmals auf Deutsch
Palästina, Israel und die Suche nach der Lösung Über Palästina vereint zwei neu entdeckte, bisher unbekannte Texte von und mit Hannah Arendt. Der Aufsatz »American Foreign Policy and Palestine« wurde 1944 von Arendt vor der Staatsgründung Israels verfasst und erst jetzt in einem Archiv gefunden. 14 Jahre später ist sie Mitglied eines Expert:innen-Rats, der in dem Bericht »The Palestine Refugee Problem« eine Lösung für die Situation der Geflüchteten im Nahen Osten formulierte. Diese beiden außergewöhnlichen Fundstücke belegen eindrücklich Arendts lebenslanges Ringen um einen Frieden in Israel und Palästina. Herausgegeben von Thomas Meyer
Ich will verstehen
- 332 Seiten
- 12 Lesestunden
Hannah Arendt hat nie einen autobiografischen Text verfasst, Zeit ihres Lebens hat sie sich zurückgehalten, wenn es um ihre Person und die Beweggründe für ihre Arbeit ging. Und doch hat sie in Briefen und Gesprächen viel über sich enthüllt. Ursula Ludz, Kennerin von Leben und Werk der Philosophin, hat sich auf Spurensuche nach biografischen Zeugnissen begeben und verleiht so der Person Arendt Farben, Konturen und immer wieder überraschende Glanzlichter.
Im Vertrauen
- 582 Seiten
- 21 Lesestunden
Dies sind Briefe einer aussergewohnlichen Freundschaft: Hannah Arendt, die Philosophin aus Deutschland (Eichmann in Jerusalem), und Mary McCarthy, die amerikanische Schriftstellerin (Die Clique), sind sich 1944 in New York zum ersten Mal begegnet, wurden Freundinnen und haben sich 25 Jahre lang Briefe geschrieben. Hier sprechen zwei kluge, aufgeklarte und unvoreingenommene Frauen uber alles: uber Politik, Ideen und Moral, ihre Bucher, ihre Manner, uber sich und ihre personlichen Erlebnisse: Briefe- Spannend wie ein gutter Roman.
Der Briefwechsel ; 1967 - 1975
- 341 Seiten
- 12 Lesestunden
Besuch in Deutschland
- 94 Seiten
- 4 Lesestunden
Erstmals seit ihrer Flucht nach Frankreich und der sich anschließenden Emigration in die Vereinigten Staaten von Amerika reiste Hannah Arendt vom August 1949 bis März 1950 wieder nach Deutschland. Anlass ihres Besuches in der gerade gegründeten Bundesrepublik waren Arbeiten für die Commission on European Jewish Cultural Reconstruction, als deren Direktorin die in Hannover geborene und in Königsberg aufgewachsene Philosophin bis 1952 tätig gewesen ist. Die Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse, die Hannah Arendt auf ihrer Reise durch ein nicht nur äußerlich zerstörtes Land sammelte, hat sie in einem Bericht niedergelegt, den die Zeitschrift Commentary im Herbst 1950 veröffentlichte. Arendts Essay gehört zum Klügsten, Bewegendsten und Weitsichtigsten, was über die sogenannte Stunde Null geschrieben wurde. Es ist der Versuch einer äußerst empfindsamen und hellsichtigen Frau, die das Manuskript ihres Hauptwerkes »Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft« geraden abgeschlossen hatte, persönliche Verbitterung und Trauer durch die intellektuelle Anstrengung zu überwinden, dem im Aufbau befindlichen neuen Gemeinwesen einen Spiegel vorzuhalten.
Die Essays der weltberühmten Philosophin haben nachhaltig das politische Denken in Europa und in den USA bestimmt. »Das einzige Ziel dieser Essays ist«, schreibt Hannah Arendt, »Erfahrungen darin zu erwerben, wie man denkt. Sie enthalten keine Vorschriften darüber, was gedacht werden soll.«
Das Urteilen
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
»Das Urteilen« war von Hannah Arendt als dritter Teil ihres Werkes »Vom Leben des Geistes« geplant und wurde aus dem Nachlass der Philosophin rekonstruiert. Unter Berufung auf Immanuel Kant weist Arendt dem Urteilen im Leben des Geistes einen spezifischen Platz zu. Mit seiner Hilfe orientiert sich der Mensch in der Welt, schafft er Sinn. Ein breites Spektrum an Fragen wird deshalb sichtbar: Leben, Tod und Liebe, Probleme der Freiheit und der Würde des Menschen.
Die verborgene Tradition
- 183 Seiten
- 7 Lesestunden
Innerhalb der lebenslangen Auseinandersetzung Hannah Arendts mit der ›jüdischen Frage‹ kommt der Verborgenen Tradition eine besondere Bedeutung zu. Hannah Arendt versammelte in diesem Band sieben in den dreißiger und vierziger Jahren verfaßte Essays: Über den Imperialismus – Organisierte Schuld – Die verborgene Tradition – Juden in der Welt von gestern – Franz Kafka – Aufklärung und Judenfrage – Der Zionismus aus heutiger Sicht. Jeder dieser Essays ist, wie sie in der vorausgestellten ›Zueignung an Karl Jaspers‹ ausführt, im Bewußtsein des jüdischen Schicksals in diesem Jahrhundert geschrieben. Sich kurz nach der Shoah in Deutschland, in deutscher Sprache zu politischen, historischen und literarischen Themen aus jüdischer Perspektive zu äußern ist für sie keineswegs selbstverständlich. Der Essayband ist das Zeugnis ihrer frühen Entscheidung, dennoch von jüdischer Seite aus zu der nach 1945 in Deutschland beginnenden Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beizutragen. Die verborgene Tradition erschien erstmals 1976 im Suhrkamp Verlag. Die Sammlung geht zum größeren Teil zurück auf die erste Buchveröffentlichung Hannah Arendts im Nachkriegsdeutschland, Sechs Essays (1948).
Wahrheit und Lüge in der Politik
Zwei Essays
Die Essays der weltberühmten Philosophin haben nachhaltig das politische Denken in Europa und den USA bestimmt. Der vorliegende Band enthält unter dem Titel »Die Lüge in der Politik« eine kritische Analyse der berühmt-berüchtigten Pentagon-Papers, die 1971 in den USA veröffentlicht worden sind, sowie den umfangreichen grundsätzlichen Essay über »Wahrheit und Politik«.
Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war eine der bedeutendsten Gerichtsverhandlungen gegen NS-Verbrecher, die eine Diskussion über die juristische Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen anstieß. Hannah Arendt, die den Prozess miterlebte, nutzte die Unterlagen, um ihr Resümee über den Holocaust und Eichmanns Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Eichmann steht prototypisch für viele Nazi-Gefolgsleute, die, ohne ideologische Verblendung, stets Befehle ausführten. Reue fehlt ihm, da er sie als etwas für "kleine Kinder" abtut. Diese Abwesenheit von Reue ist entscheidend für die Aufarbeitung der Verbrechen. Hinter Eichmanns normalem Äußeren verbirgt sich ein unvorstellbarer Schrecken, der auch heute in scheinbar normalen Bürgern zu finden ist. Arendts Werk bietet eine umfassende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis zur Endlösung, und thematisiert die "Banalität des Bösen". Ihr Anliegen, die Täter und deren Handlungen zu betrachten, ist zentral. Die Erkenntnis, dass normale Menschen zu solch Grauen fähig sind, darf nicht vergessen werden, wodurch das Buch auch künftig als Warnung und Mahnmal dient.
Mensch und Politik
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Arendts Überlegungen zu Privatheit, Öffentlichkeit, Freiheit und Politik in diesen beiden Aufsätzen ( Der Mensch, ein gesellschaftliches oder ein politisches Lebewesen und Freiheit und Politik ) sind hochaktuell. In kritischer Auseinandersetzung mit der philosophischen Tradition entwickelt sie darin ein neues Menschen- und Politikverständnis: Freisein ist nur dem Menschen eigentümlich, eine Gabe, »die sich auch in anderen Tätigkeiten als den politischen äußern kann, die aber doch nur im Handeln sich die ihr angemessene weltliche Realität schafft«. Und von dieser Gabe hängt alles ab, »nämlich die Fortexistenz der Menschheit auf der Erde.«
Eichmann war von empörender Dummheit
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
In einem bislang unbekannten Briefwechsel und einer wiederentdeckten Radiosendung diskutieren Hannah Arendt und Joachim Fest über Adolf Eichmann und die Frage: Wie konnte ein »erschreckend normaler« Mensch zu einem Verbrecher werden, der als selbst ernannter »Spezialist« an entscheidender Stelle für den Völkermord an den europäischen Juden verantwortlich war?
Der Liebesbegriff bei Augustin
Versuch einer philosophischen Interpretation
Hannah Arendts 1929 als Dissertation veröffentlichte Schrift greift bereits grundlegende Figuren ihres Denkens auf: den Weltbegriff, das Dasein, die vita socialis, Verantwortung. Anhand des intersubjektiven Themas par excellence »Liebe« erörtert Arendt mit und gegen Augustinus die vielfältige »Doppeltheit« des Menschen zwischen Isolation und Gemeinschaft, Noch-nicht und Nicht-mehr, Gewohnheit und Bewusstsein. Arendt prüft kritisch die Fundamente abendländischen ethischen Denkens und nimmt dies mit Blick auf ein Personen-, Subjekt- und Liebesverständnis vor, das von andauerndem Interesse ist.
Die globalen Veränderungen der letzten Jahrzehnte und das Ende des Kalten Krieges werfen ein neues Licht auf Hannah Arendts Schrift »Über die Revolution«. Arendt analysiert in dieser brillanten Studie eines der erstaunlichsten Phänomene des 20. Jahrhunderts: Ausgehend von der amerikanischen und der Französischen Revolution, untersucht sie die Ablösung des Krieges als Mittel der gewaltsamen Veränderung durch die Revolution.
Macht und Gewalt
- 135 Seiten
- 5 Lesestunden
Macht und Gewalt sind Gegensätze Hannah Arendt hat dieses Buch, das 1970 erstmals erschien, im Angesicht des Vietnamkrieges und unter den Eindruck weltweiter Studentenunruhen geschrieben. In diesem Essay zeigt sie die Abgrenzungen und Überschneidungen der politischen Schlüsselbegriffe Macht und Gewalt. Sie analysiert die theoretischen Begründungen von Gewalttätigkeit und die gewalttätigen Aktionen in Vietnam, in den Rassenkonflikten der USA und bei den Studentenrevolten in aller Welt. Die alte Theorie von Krieg und Gewalt als Ultima ratio der Macht wurde - wenigstensim zwischenstaatlichen Bereich - durch die Kernwaffen ad absurdum geführt. Hannah Arendt formuliert scharf und provozierend aus unserer Wirklichkeit gewonnene Erkenntnisse über die Funktionen von Macht und Gewalt in der Politik. Mit einem Nachwort von Prof. Dr. Christine Blättler
»Nur von den Dichtern erwarten wir Wahrheit (nicht von den Philosophen, von denen wir Gedachtes erwarten)«, schrieb Hannah Arendt in ihrem »Denktagebuch«. Doch was bisher nur Kennern des Werkes der berühmten Theoretikerin bekannt war: Sie verfasste neben ihren politischen Schriften jahrzehntelang auch selbst Lyrik. Dieser Band versammelt nun erstmals sämtliche Gedichte Arendts, die sie zwischen 1923 und 1961 schrieb, darunter acht bislang völlig unbekannte Werke. Arendts Poesie wirft ein neues Licht auf ihr Denken und Fühlen und muss wie ein sprachlich betörender, oftmals poetisch origineller Kommentar eines Schaffens gelesen werden, das sich ganz dem leuchtenden Widerstand gegen finstere Zeiten verschrieben hatte. Eine seltene Neuentdeckung.
Selten hat sich ein Mensch solch ein Universum der Freundschaft erschlossen wie Hannah Arendt. Darin findet die ins Exil Geflohene Halt, davon erzählen ihre Briefe: Botschaften der Liebe an ihren Mann Heinrich Blücher, philosophische und politische Gespräche mit ihrem Lehrer Karl Jaspers, Bekenntnisse zur Dichtung an den jungen Schriftsteller Uwe Johnson. »Wahrheit«, schreibt Arendt, »gibt es nur zu zweien«. Wie viele Facetten das Gespräch unter vier Augen für sie hat, zeigt diese Auswahl ihrer schönsten Briefe.
»Es handelt sich um eine Einführung in das, was Politik eigentlich ist und mit welchen Grundbedingungen menschlichen Daseins Politik zu tun hat.« So umriss Hannah Arendt das Projekt, das sie ihr Leben lang begleitete. Ursula Ludz hat die unveröffentlichten Materialien dazu aus den Jahren 1950 bis 1959 aus dem Nachlass zusammengestellt und so ein wichtiges Glied im Œuvre Arendts zugänglich gemacht. »Dem Leser eröffnen diese Texte die Begegnung mit einem ursprünglichen Philosophieren über Politik, dessen gedanklicher und sprachlicher Suggestion man sich auch dann kaum entziehen kann, wenn man die Frage ›Was ist Politik?‹ theoretisch in anderer Weise in den Blick zu fassen gewohnt ist.« Kurt Sontheimer im Vorwort
Rahel Varnhagen
Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin / The Life of a Jewish Woman
She was, Hannah Arendt wrote, "my closest friend, though she has been dead for some hundred years." Born in Berlin in 1771 as the daughter of a Jewish merchant, Rahel Varnhagen would come to host one of the most prominent salons of the late eighteenth and early nineteenth centuries. Arendt discovered her writings some time in the mid-1920s and soon began to reimagine Rahel's inner life and write her biography. Long unavailable and never before published as Arendt intended, Rahel Varnhagen: The Life of a Jewess returns to print in an extraordinary new edition. For this first complete and critical edition of the book in any language, Liliane Weissberg reconstructs the notes Arendt planned for Rahel Varnhagen but never fully executed. She reveals the full extent to which Arendt wove the biography largely from the words of Rahel and her contemporaries. In her extended introduction, Weissberg reflects on Rahel's writings, on Arendt's reading of Rahel's work and life, and on the importance of this text in the development of Arendt's political theory. But the book was important to its author in other ways as well, Weissberg reveals, as she uncovers the hidden story of how Arendt manipulated documents relating to Rahel Varnhagen to claim for herself a university position and reparation payments from the postwar German state.
Hannah Arendt hat dieses Buch, das 1970 erstmals erschien, im Angesicht des Vietnamkrieges und unter dem Eindruck weltweiter Studentenunruhen geschrieben. In diesem Essay zeigt sie die Abgrenzungen und Überschneidungen der politischen Schlüsselbegriffe Macht und Gewalt. Sie analysiert die theoretischen Begründungen von Gewalttätigkeit und die gewalttätigen Aktionen in Vietnam, in den Rassenkonflikten der USA und bei den Studentenrevolten in aller Welt. Die alte Theorie von Krieg und Gewalt als Ultima ratio der Macht wurde – wenigstens im zwischenstaatlichen Bereich – durch die Kernwaffen ad absurdum geführt. Hannah Arendt formuliert scharf und provozierend aus unserer Wirklichkeit gewonnene Erkenntnisse über die Funktionen von Macht und Gewalt in der Politik
Die Freiheit, frei zu sein
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
»Mein Thema heute, so fürchte ich, ist fast schon beschämend aktuell.« Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns? Begreifen wir sie nur als die Abwesenheit von Furcht und von Zwängen, oder meint Freiheit nicht vielmehr auch, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, eine eigene politische Stimme zu haben, um von anderen gehört, erkannt und schließlich erinnert zu werden? Und: Haben wir diese Freiheit einfach, oder wer gibt sie uns, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen? In diesem auf Deutsch bisher unveröffentlichten Essay zeichnet Hannah Arendt die historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs nach. Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Revolutionen in Frankreich und Amerika. Während die eine in eine Katastrophe mündete und zu einem Wendepunkt der Geschichte wurde, war die andere ein triumphaler Erfolg und blieb doch eine lokale Angelegenheit. Aber warum? Mit einem Nachwort von Thomas Meyer Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Andreas Wirthensohn
Vorträge und Aufsätze 1941–1950
- 672 Seiten
- 24 Lesestunden
Die umfassende Edition von Hannah Arendts Schriften vereint erstmals alle deutschen Aufsätze und Artikel chronologisch in vier Bänden. Die Ausgabe enthält zahlreiche unbekannte Texte und wird von Experten mit ausführlichen Nachworten ergänzt. Der zweite Band umfasst Einzelschriften aus den Jahren 1941 bis 1950.
Vorträge und Aufsätze 1930-1938
- 368 Seiten
- 13 Lesestunden
Die Entwicklung einer großen Denkerin Erstmals werden sämtliche Aufsätze, Zeitungsartikel und sonstige auf Deutsch verfasste oder zu ihren Lebzeiten ins Deutsche übertragene Schriften Hannah Arendts chronologisch und vollständig in einer auf vier Bände angelegten Edition veröffentlicht. Die Ausgabe wird zahlreiche bislang unbekannte und unveröffentlichte Texte enthalten. Damit wird die von Thomas Meyer herausgegebene Studienausgabe alle deutschen Arbeiten Arendts vereinen. Die Bände sind jeweils mit einem ausführlichen Nachwort verschiedener Expert:innen versehen. Der erste Band umfasst alle Einzelschriften von 1930 bis 1941.
Wie ich einmal ohne dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen
- 677 Seiten
- 24 Lesestunden
Freundschaft, so Arendt in ihrem Denktagebuch, gehört zu den »tätigen Modi des Lebendigseins«, und Briefe sind deren herausragende Zeugnisse. Dieser Band versammelt weitgehend unveröffentlichte Briefwechsel der politischen Philosophin mit ihren langjährigen Freundinnen Charlotte Beradt, Rose Feitelson, Hilde Fränkel, Anne Weil-Mendelsohn und Helen Wolff. Neben den gemeinsamen Projekten prägte die Freundschaften auch, dass alle Frauen die Wirklichkeiten von Emigration und Immigration kannten. Die Briefwechsel führen mitten hinein in Arendts Gedanken- und Arbeitswelt, sie erzählen Privates und Alltägliches aus fünf sehr unterschiedlichen, intensiv gelebten Freundschaften. Berichtigung: Auf Seite 48 enthält dieses Buch eine falsche Information mit einer in Fußnote 98 angegebenen Quelle, aus der diese nicht entnommen werden kann. Anne und Erich Weil haben sich nicht katholisch-kirchlich trauen lassen. Sie heirateten am 16. Oktober 1934 standesamtlich in Paris und am 23. Oktober nach jüdischem Ritus in Bad Mondorf (Luxemburg). Verlag und Herausgeberinnen bedauern diesen Fehler, der im E-Book bereits korrigiert werden konnte.
Hannah Arendt, Karl Jaspers
- 859 Seiten
- 31 Lesestunden
Bereits 1926 begann die Korrespondenz zwischen der zwanzigjährigen Studentin und ihrem Lehrer, die bis zu seinem Tod 1969 dauerte: Der Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und Karl Jaspers gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen philosophischen und politischen Denkens des 20. Jahrhunderts. Und er ist das Dokument einer Freundschaft, die Verfolgung, Emigration und Krieg nicht zerstören konnten.
Diese kleine Edition ermöglicht eine Rückblende auf die »Ursprünge« von Hannah Arendts Totalitarismusanalyse. Die von der Autorin entfernten Textstücke aus der ersten englischsprachigen Auflage des Totalitarismusbuches, die Antwort auf Eric Voegelins Rezension sowie der Briefwechsel mit Voegelin aus dem Jahr 1951 sind für jeden hilfreich, der Arendts Totalitarismuskonzept und dessen Entwicklung genauer kennenlernen und beurteilen möchte. Diese Dokumente und die daran anknüpfenden Texte von Ursula Ludz, Ingeborg Nordmann und Michael Henkel tragen zur Verdeutlichung von Hannah Arendts Vorstellungen vom Totalitarismus als einer eigenen Herrschaftsform bei, die in der deutschen Diskussion nach wie vor Missverständnissen ausgesetzt sind.
Israel, Palästina und der Antisemitismus
- 123 Seiten
- 5 Lesestunden
Klappentext: Zur extrem moralischen Interpretation der Judenvernichtung passten jene nüchternen Überlegungen nicht, mit denen Hannah Arendt schon bald nach Kriegsende die „Banalität des Bösen“ beschrieb, den pedantisch bürokratischen Charakter, der dem „Universum Auschwitz“ innewohnte und es zu einem Betätigungsfeld jener „kleinen Rädchen“ werden ließ, zu deren Prototypen sie Adolf Eichmann erklärte. Sein (wie ein generell deutsches) Problem blieb die Frage nach der persönlichen Verantwortung des einzelnen unter der Diktatur, eine Frage, unter der fast das gesamte Werk von Hannah Arendt steht. Auch Hannah Arendts bereits in den vierziger Jahren erstmals niedergeschriebenen und bis zu ihrem Tod 1975 immer eindringlicheren Warnungen vor den Konsequenzen einer gewaltsamen Ausgrenzung der arabischen Bevölkerung bei der Gründung eines jüdischen Staates in Palästina brachten ihr Unverständnis und Feindschaft ein. Dass diese Warnungen Diagnosen einschließen, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben, zeigt das aussichtslos wirkende politische Patt im Nahen Osten am Ende des Jahrhunderts. Inhalt - Persönliche Verantwortung in der Diktatur - Vortrag 1964/65 - Frieden oder Waffenstillstand im Nahen Osten? - Die vollendete Sinnlosigkeit - Antisemitismus und faschistische Internationale - Kann die jüdisch-arabische Frage gelöst werden? - Der Besuch Menahem Begins und die Ziele seiner politischen Bewegung
Gespräche mit Hannah Arendt
- 127 Seiten
- 5 Lesestunden
Wahrheit, Freiheit und Friede
Reden zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels
Totale Herrschaft - 3: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
- 285 Seiten
- 10 Lesestunden
Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten
Rede über Lessing
Über das Darstellbare
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Hannah Arendt: The Origins of Totalitarianism Expanded Edition (Loa #389)
- 900 Seiten
- 32 Lesestunden
The book explores the nature of totalitarianism, examining its roots in Stalinism and Nazism through the lens of Hannah Arendt's experiences as a refugee from Nazi Germany. It delves into historical antisemitism, the Dreyfus Affair, and the interplay of imperialism and racism in the rise of totalitarian regimes. This expanded edition includes previously cut chapters and annotations that clarify Arendt's references, reinforcing her argument that totalitarianism remains a persistent threat in modern society.
The Jewish Writings
- 640 Seiten
- 23 Lesestunden
Although Hannah Arendt is not primarily known as a Jewish thinker, she probably wrote more about Jewish issues than any other topic. As a young adult in Germany, she wrote about German Jewish history. After moving to France in 1933, she helped Jewish youth immigrate to Palestine. During her years in Paris, her principle concern was the transformation of antinomianism from prejudice to policy, which would culminate in the Nazi "final solution." After France fell, Arendt escaped from an internment camp and made her way to America. There she wrote articles calling for a Jewish army to fight the Nazis. After the war, she supported the creation of a Jewish homeland in a binational (Arab-Jewish) state of Israel. Arendt's original conception of political freedom cannot be fully grasped apart from her experience as a Jew. In 1961 she attended Adolf Eichmann's trial in Jerusalem. Her report, Eichmann in Jerusalem, provoked an immense controversy, which culminated in her virtual excommunication from the worldwide Jewish community. Today that controversy is the subject of serious re-evaluation, especially among younger people in the United States, Europe, and Israel. The publication of The Jewish Writings–much of which has never appeared before–traces Arendt’s life and thought as a Jew. It will put an end to any doubts about the centrality, from beginning to end, of Arendt’s Jewish experience.
Illuminationen
- 422 Seiten
- 15 Lesestunden
Das Leben der Studenten. Zwei Gedichte von Friedrich Hölderlin. Schicksal und Charakter. Die Aufgabe des Übersetzers. Goethes Wahlverwandtschaften. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Paris, die Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts. Über einige Motive bei Baudelaire. Zentralpark. Über den Begriff der Geschichte. Theologisch-politisches Fragment. Kommentare zu Briefen aus dem bürgerlichen Jahrhundert. Auswahl aus der Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. Der destruktive Charakter. Erfahrung und Armut. Kurze Schatten. Schönes Entsetzen. Denkbilder. Kleine Kunst-Stücke. Ibizenkische Folge. Haschisch in Marseille. Zum Bilde Prousts. Robert Walser. Karl Kraus. Der Erzähler.
These diaries cover the years 1910 to 1923, the year before Kafka’s death at the age of forty. They provide a penetrating look into life in Prague and into Kafka’s accounts of his dreams, his feelings for the father he worshipped, and the woman he could not bring himself to marry, his sense of guilt, and his feelings of being an outcast. They offer an account of a life of almost unbearable intensity.From the Trade Paperback edition.The Diaries of Franz Kafka 1910-13 translated from the German by Joseph KreshThe Diaries of Franz Kafka 1914-23 translated from the German by Martin Greenberg with the cooperation of Hannah Arendt
Penguin Classics: The Portable Hannah Arendt
- 640 Seiten
- 23 Lesestunden
Hannah Arendt is considered one of the major contributors to social and political thought in the twentieth century. This title includes selections from her major works, including The Origins of Totalitarianism, Between Past and Future, Men in Dark Times, The Jew as Pariah, and The Human Condition, as well as shorter writings and letters. schovat popis
Essays in Understanding, 1930-1954
- 496 Seiten
- 18 Lesestunden
Few thinkers have tackled the political horrors and complexities of this century with the insight and passionate intellectual integrity of Hannah Arendt. A philosophic champion of human freedom, she was among the first to draw the now-evident parallel between Nazism and Bolshevism and to identify totalitarianism as a threat inherent to the modern world. Jerome Kohn, Arendt's longtime assistant, has compiled, edited, and annotated her manuscripts for publication, beginning with some of her earliest published work and including essays on Augustine, Rilke, Kierkegaard, and figures of the nineteenth-century "Berlin Salon"; the loyalties of immigrant groups within the United States; the unification or "federation" of Europe; "the German problem"; religion, politics, and intellectual life; the dangers of isolation and careerism in American society; the logical consequences of "scientific" theories of Nature and History; the terror that was the organizing principle of both the Nazi and the Communist states. Two seminal essays have never before been published in complete form: On the Nature of Totalitarianism: An Essay in Understanding (1953) and Concern with Politics in Recent European Philosophical Thought (1954).
Imperialism
- 216 Seiten
- 8 Lesestunden
This middle volume focuses on the curious and cruel epoch of declining European colonial imperialism from 1884 to the outbreak of the First World War in 1914.
The Promise Of Politics
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
In The Promise of Politics, Hannah Arendt examines the conflict between philosophy and politics. In particular, she shows how the tradition of Western political thought, which extends from Plato and Aristotle to its culmination in Marx, failed to account for human action. The concluding section of the book, “Introduction into Politics,” examines an issue that is as timely today as it was when Arendt first wrote about it fifty years ago–the modern prejudice against politics. When politics is considered as a means to an end that lies outside of itself, argues Arendt, when force is used to create “freedom,” the very existence of political principles is imperiled.
After Cancer Care
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
A guide to help cancer patients deal with their post-treatment health includes tips on diet, exercise, and enviroment to prevent relapse, manage stress, and maintain healthy relationships.
Der Briefwechsel
- 693 Seiten
- 25 Lesestunden
Im Oktober 1940 informiert Hannah Arendt Gershom Scholem in einem Brief über den Suizid von Walter Benjamin, der vor den Nazis flieht. In Zeiten großer Bedrohung beginnt eine Korrespondenz, die von ihrem Engagement für das Werk des gemeinsamen Freundes geprägt ist und stets die Welt des europäischen Judentums im Blick hat. Im Auftrag der Jewish Cultural Reconstruction, die sich der Rettung jüdischer Kulturgüter widmet, reisen Arendt und Scholem in den frühen Nachkriegsjahren erstmals wieder nach Deutschland. Dieses weitgehend unbekannte Kapitel ihrer Geschichte wird durch bislang unveröffentlichte Berichte von Arendt über ihre Deutschlandreise 1949/50 ergänzt. 1963 veröffentlicht Arendt ihr Buch Eichmann in Jerusalem, in dem sie jüdische Repräsentanten während der Shoah kritisiert. Diese Kritik wird von Scholem in einer öffentlich ausgetragenen Kontroverse vehement abgelehnt, was zu einem Ende des Dialogs in ihren Briefen führt. Der erstmals publizierte Briefwechsel zwischen Arendt und Scholem ist ein einzigartiges zeitgeschichtliches Dokument, das eine Auseinandersetzung über zentrale Fragen jüdischer Geschichte und Identität nach der Shoah darstellt, geführt von zwei der bedeutendsten Denker deutsch-jüdischer Herkunft des 20. Jahrhunderts.
Essays in understanding
- 458 Seiten
- 17 Lesestunden
Few thinkers have tackled the political horrors and complexities of this century with the insight and passionate intellectual integrity of Hannah Arendt. A philosophic champion of human freedom, she was among the first to draw the now-evident parallel between Nazism and Bolshevism and to identify totalitarianism as a threat inherent to the modern world. Jerome Kohn, Arendt's longtime assistant, has compiled, edited, and annotated her manuscripts for publication, beginning with some of her earliest published work and including essays on Augustine, Rilke, Kierkegaard, and figures of the nineteenth-century "Berlin Salon"; the loyalties of immigrant groups within the United States; the unification or "federation" of Europe; "the German problem"; religion, politics, and intellectual life; the dangers of isolation and careerism in American society; the logical consequences of "scientific" theories of Nature and History; the terror that was the organizing principle of both the Nazi and the Communist states. Two seminal essays have never before been published in complete form: On the Nature of Totalitarianism: An Essay in Understanding (1953) and Concern with Politics in Recent European Philosophical Thought (1954).
LYMPH & LONGEVITY
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Learn how to boost your immune system, help prevent common medical conditions and increase longevity by keeping your lymphatic system healthy.
Indarkeriaz
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
On Civil Disobedience
- 175 Seiten
- 7 Lesestunden
The book presents two influential essays on civil disobedience from Henry David Thoreau and Hannah Arendt, exploring the responsibilities of citizenship and moral conscience. Thoreau's "Resistance to Civil Government" details his imprisonment for refusing to pay poll taxes, advocating for individual conscience as a political force. In contrast, Arendt's "Civil Disobedience" critiques Thoreau, emphasizing the importance of collective action and societal promises for enacting meaningful change. An introduction by Roger Berkowitz contextualizes their arguments within the tradition of civil disobedience and contemporary politics.
Eichmann and the Holocaust
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
Inspired by the trial of a bureaucrat who helped cause the Holocaust, this radical work on the banality of evil stunned the world with its exploration of a regime's moral blindness and one man's insistence that he be absolved all guilty because he was 'only following orders'.
Reflections on Literature and Culture
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
This is the first volume in any language that collects Hannah Arendt's remarkable series of essays and notes on literary figures and cultural questions.
Hannah Arendt - the last interview and other conversations
- 135 Seiten
- 5 Lesestunden
“There are no dangerous thoughts for the simple reason that thinking itself is such a dangerous enterprise.” —Hannah Arendt In these interviews—including her final interview given in October 1973, in the midst of Watergate and the Yom Kippur War—Hannah Arendt discusses politics, war, protest movements, the Eichmann trial, Jewish identity, and language with the incisiveness and courage that always set her apart.























































