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Lucien Goldmann

    20. Juni 1913 – 8. Oktober 1970

    Lucien Goldmann war ein französischer marxistischer Theoretiker, der Soziologie und Philosophie verband. Seine Arbeit befasste sich mit tiefgreifenden Fragen der menschlichen Existenz und Gesellschaft, oft mit Betonung der Beziehung zwischen Individuum und Kollektiv. Goldmann versuchte zu verstehen, wie philosophische und literarische Ideen in spezifischen sozialen und historischen Kontexten geformt werden. Sein Ansatz bietet eine einzigartige Perspektive auf die Wechselbeziehung zwischen der inneren Welt des Menschen und externen gesellschaftlichen Strukturen.

    Lucien Goldmann
    Kultur in der Mediengesellschaft
    Der verborgene Gott
    Soziologie des Romans
    Dialektik der Befreiung
    Lukács und Heidegger
    Soziologie des Romans 61
    • Georg Lukács schrieb 'Die Theorie des Romans' 1914/15 – zur gleichen Zeit, als Rosa Luxemburg ihre Spartakusbriefe, Lenin in Zürich sein Imperialismusbuch, Spengler den 'Untergang des Abendlandes', Ernst Bloch seinen 'Geist der Utopie' verfasste. Es ist das letzte große Werk, das Lukács vor seiner Wendung zum Marxismus schuf. Als es 1920 in Berlin erschien, war sein Verfasser schon aus Ungarn geflüchtet, waren die Tage der Regierung Béla Kun – der er als Kultusminister angehörte – bereits gezählt. Dieses schmale Buch, das aus dem Fragment gebliebenen grandiosen Versuch einer Dostojewski-Monographie entstanden ist, hat den Ruhm seines Autors begründet. Es ist 'ein Werk des Übergangs, seinem Gegenstand gemäß noch dem bürgerlichen Ästhetizismus der Heidelberger Jahre verhaftet, doch in seiner Thetik schon härter, schroffer und das Ziel des künftigen methodischen Wegs scharf ins Visier nehmend. Hier findet sich der Ansatz zu einer großangelegten, spekulativ weitergeführten Überlegung, der wenig Gleichwertiges an die Seite gestellt werden kann.' (Horst Althaus). Max Weber, Thomas Mann, Robert Musil, Ernst Bloch, Benedetto Croce, Walter Benjamin, Th. W. Adorno, Paul Honigsheim, später Lucien Goldmann, Peter Bürger u. a. zeigten sich nachhaltig beeindruckt.

      Die Theorie des Romans : ein geschichtsphilosophischer Versuch über die Formen der grossen Epik1989
      3,9
    • Studie über die tragische Weltanschauung in den 'Pensées' Pascals und im Theater Racines

      Der verborgene Gott1973
    • Le Dieu caché

      Étude sur la vision tragique dans les Pensées de Pascal et dans le théâtre de Racine

      • 462 Seiten
      • 17 Lesestunden

      L'idée centrale de l'ouvrage est que les faits humains constituent toujours des structures significatives globales, à caractère à la fois pratique, théorique et affectif, et que ces structures ne peuvent être étudiées de manière positive, c'est-à-dire à la fois expliquées et comprises, que dans une perspective pratique fondée sur l'acceptation d'un certain ensemble de valeurs.

      Le Dieu caché1959
      4,0