"Die Lektüre dieses Buches gibt nicht nur eine Fülle von Denksanstößen, sie weckt auch tiefe Zweifel ob unsere kulturelle Evolution Schutz davor bietet, Tausenden von Frauen lebenslänglich zu traumatisieren."
Josephine Rijnaarts Bücher






Über den Zusammenstoß zweier Welten, Krieg und Entfremdung, Hoffnung und Freundschaft Zwei junge Cree-Indianer verlassen ihre Heimat in Nordkanada und ziehen aus Abenteuerlust in den Ersten Weltkrieg. In den Schützengräben Flanderns erleben sie den Zusammenprall zwischen der Kultur ihrer Ahnen und der zerstörerischen Welt der Weißen - eine Erfahrung, die beide Männer für immer verändert. Mit jedem Kriegstag zerbricht etwas in ihnen, und die beiden Freunde werden sich selbst immer fremder.
Vier Lebensgeschichten, die sich über Jahrhunderte hinweg überkreuzen, entfalten sich auf Tristan da Cunha, der entlegensten Insel der Erde, im Ozean zwischen Brasilien, Südafrika und der Antarktis. Noomi Morholt, 41, reist im Januar 2003 mit einem südafrikanischen Wissenschaftlerteam in die Antarktis, um dort in der Dunkelheit zu überwintern und das Polarlicht zu erforschen. Christian Reval, 49, war während des Zweiten Weltkriegs Funker auf Tristan und kartographierte als Erster den Vulkan, bevor er 1969 unter mysteriösen Umständen stirbt, während er eine südlich gelegene Insel vermisst. Edwin Heron Dodgson, 35, Bruder des berühmten Lewis Carroll, ist ein Priester, der im 19. Jahrhundert die Siedler auf Tristan missionieren soll, sich jedoch in eine unglückliche Beziehung verstrickt und mit Schuld kämpft. Mark Thomson, Mitte Fünfzig und Briefmarkenhändler, rekonstruiert die Geschichte der Insel durch seine Sammlung, während er auch die seiner gescheiterten Ehe reflektiert, in einer Erzählung von Eifersucht und Sehnsucht. Diese vier Liebesgeschichten, eingebettet in schroffe seelische und geografische Landschaften, bilden ein vielschichtiges Zeitgemälde der letzten fünfhundert Jahre, mit der Insel als Fluchtpunkt und einem Roman voller unstillbarer Passionen und Obsessionen.
Widerfahrnis
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Reither, bis vor kurzem Kleinverleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittelmeer das Glück über sie hereinbricht, schließt sich ihnen ein Mädchen an, das kein Wort redet, nur da ist… Kirchhoff erzählt in seiner großartigen Novelle von der Möglichkeit einer Liebe sowie die Parabel von einem doppelten Sturz: in die Liebe, ohne ausreichend lieben zu können, und in das Mitmenschliche, ohne ausreichend gut zu sein. »Aber wo wären wir ohne etwas Selbstüberschätzung«, sagt der Protagonist Reither, um sich Mut zu machen für den ersten Kuss mit Leonie Palm, »jeder wäre nur in seinem Gehäuse, ein Flüchtling vor dem Leben.« Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2016
Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr '89 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht.
Ein packender Abenteuerroman über den englischen Exzentriker Richard Burton, der als Offizier der Krone Mitte des neunzehnten Jahnhunderts in Indien, Arabien, und Afrika gereist ist, um das Wesen der fremden Kulturen zu verstehen