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Milan Kundera

    1. April 1929 – 11. Juli 2023

    Milan Kundera war ein Schriftsteller, dessen Werk für seine tiefgründigen philosophischen Erkundungen und seinen einzigartigen literarischen Stil gefeiert wird. Er schrieb sowohl auf Tschechisch als auch auf Französisch und betrachtete seine selbst überarbeiteten französischen Ausgaben als Originalwerke und nicht als Übersetzungen. Seine Romane befassen sich mit den Komplexitäten der menschlichen Existenz, Identität und den Absurditäten des Lebens und berühren oft Themen wie Exil und Erinnerung. Kunderas unverwechselbare Stimme verbindet intellektuelle Strenge mit einem fesselnden erzählerischen Ansatz, wodurch seine Schriften bei den Lesern tief Anklang finden.

    Milan Kundera
    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Verratene Vermächtnisse
    Die Unsterblichkeit
    Der Scherz
    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Die Unsterblichkeit. Die Identität, 3 Bde.. Romane
    Jacques und sein Herr
    • Jacques und sein Herr

      Hommage an Denis Diderot in drei Akten

      Milan Kundera schuf eine Bühnenfassung von Denis Diderots "Jacques der Fatalist und sein Herr". In drei Akten erzählen Jacques, sein Herr und eine Wirtin Geschichten über Liebe, Eifersucht und Verrat, die sich überschneiden und variieren. Diese Wiederholung eröffnet neue komische Möglichkeiten und spielt mit der Form der Erzählung.

      Jacques und sein Herr
      4,5
    • Sie kam ihm vor wie ein Kind, das jemand in ein pechbestrichenes Körbchen gelegt und auf dem Fluß ausgesetzt hatte, damit er es am Ufer seines Bettes barg. Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet, ein Erotomane, der seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte und fortan der Liebe aus dem Weg ging, bricht für die Kellnerin Teresa mit einigen seiner Grundsätze. Seine erotischen Freundschaften, wie jene mit der Malerin Sabina, führt er aber weiter. Teresa verläßt ihn in Zürich, wo sich die beiden, inzwischen verheiratet, nach dem russischen Einmarsch in Prag, niedergelassen haben. Sie kehrt in ihr Heimatland zurück, er folgt ihr, verliert seine Stellung und arbeitet als Fensterputzer, später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet wiederum in der Katastrophe - Tomas und Teresa sterben bei einem Verkehrsunfall nach einem Tanzabend. Der Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins verschaffte Milan Kundera den internationalen Durchbruch. Milan Kunderas Roman mutet wie ein kühnes intellektuelles Feuerwerk an, in welches sich immer wieder auch die Raketen des Sentiments und der Sinnlichkeit mischen

      Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Die Unsterblichkeit. Die Identität, 3 Bde.. Romane
      4,3
    • Weil die schöne Marketa eine politische Schulung einem Wochenende in trauter Zweisamkeit mit Ludvik vorzieht, schreibt er ihr eine ironische Postkarte, die in falsche Hände gerät und Ludviks Karriere zerstört. Nach Jahren will er die lang ersehnte Rache nehmen und wird erneut bitterlich betrogen ... Der Scherz ist ein Roman voller Liebesverwicklungen und Kunderas bewegendstes Buch - eine Lektüre für Leser mit Herz und Verstand.

      Der Scherz
      4,2
    • Die Konstellation erinnert an Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins: zwei Paare, die vieles miteinander verbindet und noch mehr trennt. Liebe, Eifersucht, Neid, Illusionen, Sentimentalität. Da sind Agnes, die die Liebe zu ihrem Mann Paul mit dem Willen zur Liebe verwechselt, und Paul, der Anwalt, der es allen recht machen will, aber über sein Leben nie nachdenkt; und da sind Laura, die sich vom Leben betrogen fühlt, ihre Schwester Agnes beneidet und nur deren Mann lieben zu können glaubt, und Bernhard, ein junger fixer Moderator, dem ein Unbekannter die Karriere neidet. Und die Unsterblichkeit? Davon, eine Spur zu hinterlassen, träumen (auf wahrscheinlich sehr unterschiedliche Weise) alle vier - doch Gott sei Dank gibt es da noch den Autor, der seinen Figuren und also dieser Geschichte manchmal so hilfreich in den Arm fällt, daß uns der lebenskluge und wunderbar leicht erzählte Roman vorkommt, als wär's ein Stück von uns.

      Die Unsterblichkeit
      4,2
    • Verratene Vermächtnisse

      • 265 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Wer schon immer wissen wollte, wie (literatur)wissenschaftliche Sekundärliteratur lesbar aussehen könnte, der greife zu Kunderas Verratene Vermächtnisse. So amüsant wie seine Erzählungen und Romane liest sich auch dieser lange Essay, in dem sich Kundera mit Autoren und Komponisten beschäftigt - hauptsächlich mit deren Rezeptionsgeschichten. Hauptthese des Buches: Viele wichtige Werke dieses Jahrhunderts aus Musik oder Literatur seien gegen den Willen ihrer Schöpfer entstellt, verstümmelt oder falsch interpretiert überliefert. Kundera wagt etliche kühne Thesen - eine davon, Max Brod hätte sich an Kafkas Weisung halten müssen, all die Kafka-Werke zu vernichten, die Kafka nicht ausdrücklich zur Publikation freigegeben habe. Hiebe verteilt Kundera an die Exegeten und Interpreten, zumal an die sogenannten Werkimmanenten. Sehr viel ist auch die Rede von Musik. Kundera hat auch Kompositionslehre studiert.

      Verratene Vermächtnisse
      4,1
    • Sie kam ihm vor wie ein Kind, das jemand in ein pechbestrichenes Körbchen gelegt und auf dem Fluß ausgesetzt hatte, damit er es am Ufer seines Bettes barg. Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet, ein Erotomane, der seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte und fortan der Liebe aus dem Weg ging, bricht für die Kellnerin Teresa mit einigen seiner Grundsätze. Seine erotischen Freundschaften, wie jene mit der Malerin Sabina, führt er aber weiter. Teresa verläßt ihn in Zürich, wo sich die beiden, inzwischen verheiratet, nach dem russischen Einmarsch in Prag, niedergelassen haben. Sie kehrt in ihr Heimatland zurück, er folgt ihr, verliert seine Stellung und arbeitet als Fensterputzer, später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet wiederum in der Katastrophe - Tomas und Teresa sterben bei einem Verkehrsunfall nach einem Tanzabend. Der Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins verschaffte Milan Kundera den internationalen Durchbruch. Milan Kunderas Roman mutet wie ein kühnes intellektuelles Feuerwerk an, in welches sich immer wieder auch die Raketen des Sentiments und der Sinnlichkeit mischen. Neue Zürcher Zeitung

      Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
      4,1
    • Das große Werk von Milan Kundera in wunderschöner Neuausstattung – alle Cover vom Autor selbst gezeichnet. Milan Kunderas kluger und sehr unterhaltsamer Streifzug durch die Welt der Bücher ist zugleich eine Liebeserklärung an die Kunst des Romans. Seine Beobachtungen sind scharf, überraschend und einfallsreich. Eine Literaturgeschichte der besonderen Art, die ihren Charme nicht zuletzt dem Persönlichen verdankt, das Kundera mit hineinbringt.

      Die Kunst des Romans
      4,0
    • Milan Kundera entwirft ein Bild Europas und der Welt durch die großen Romane der Weltliteratur. Die Liebesgeschichte der Anna Karenina und die habsburgerische Bürokratie bei Kafka und Stifter, das Paris von Flaubert und das von Proust - ein Buch voller Anekdoten und Analysen, Szenen und Bilder, in denen die Romane der Weltliteratur lebendiger als die Wirklichkeit selbst werden. Dargestellt mit der kritischen Ironie eines bedeutenden Erzählers.

      Der Vorhang
      4,0
    • Das Leben ist anderswo

      • 340 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Schicksal eines tschech. Dichters, der in den 30er und 40er Jahren durch seine besitzergreifende Mutter in eine persönliche und politisch unglückselige Entwicklung gedrängt wird.

      Das Leben ist anderswo
      4,0
    • Ein Buch über das Lachen und Vergessen, Schwingungen der Liebe und Triebe, über Politik, Macht und Heimat. Tamina, eine junge Emigrantin, versucht nach dem Tod ihres Mannes, seine ersten Briefe aus dem okkupierten Prag nach Paris zu schaffen, um sich ihr verblassendes Glück wieder in Erinnerung zu rufen. Ein Prager Dissident versucht, die Briefe aus der Zeit seiner Liebe zu einer Kommunistin in die Hand zu bekommen, um sie zu vernichten, da sie ihn zu kompromittieren scheinen und sein Bild als Held des Widerstands zerstören. ›Das Buch vom Lachen und Vergessen‹ ist ein Rollen- und Vexierspiel der Figuren und Geschichten; ein Roman in Variationen, in dem Kundera von Menschen erzählt, die es wagen, sich dem Vergessen (in der Liebe und der Geschichte) zu widersetzen, und er tut dies mit einem Lachen und der ihm eigenen feinen Ironie. Hat, so fragt er dabei, die Geschichte einen Sinn, oder treibt sie mit den Menschen nur absurde Scherze, auf die das Lachen und das Vergessen die einzige Antwort sein können?

      Das Buch vom Lachen und Vergessen
      4,0