Egy antiszemita emlékiratai
- 381 Seiten
- 14 Lesestunden
Gregors von Rezzoris Werk wurzelt tief in der multiethnischen, mehrsprachigen Welt seiner Jugend, einer Welt, die durch die Kriege und Ideologien des 20. Jahrhunderts tragisch demontiert wurde. Seine Schriften erforschen das komplexe Geflecht der Identität innerhalb der wechselnden Grenzen und Loyalitäten eines zersplitterten Europas. Von Rezzoris unstetes Leben bot ihm einen einzigartigen Blickwinkel, von dem aus er die tiefgreifenden und anhaltenden Auswirkungen des historischen Umbruchs auf den menschlichen Zustand festhalten konnte. Seine unverwechselbare Stimme erfasst die melancholische Schönheit und die komplexen sozialen Dynamiken einer vergangenen Ära.







Nach der großen Anerkennung durch Kritiker und Leser eines so ehrgeizigen und komplexen Werkes ist es ein Vergnügen, "Kain" zu präsentieren. Dieses letzte Manuskript, veröffentlicht im Jahr 2001 nach dem Tod des Autors, ist eine Art Fortsetzung und wunderbare Coda. Wir treffen erneut auf Charaktere, die wir bereits in einem früheren Werk kennengelernt haben, und erleben eine Romanhandlung, die sich in einem unvollendeten Meer von Fragmenten, Erinnerungen und Skizzen entfaltet. Die unerbittliche Wut gegenüber der Mittelklasse, dem Nazismus und dessen anhaltendem Erbe, den physischen und moralischen Ruinen Europas sowie dem wilden Kapitalismus und der "Amerikanisierung" der Welt bleibt präsent. Gleichzeitig vermittelt das Werk die Sehnsucht nach einem erfüllteren und wahrhaftigeren Leben, fernab von Fälschungen und Automatismen. Es ist ein Requiem und eine Verteidigung der Kultur, des Humanismus und der Freude. "Kain" überrascht durch seine Modernität und die üppige, strahlende Schrift des Autors, die weit entfernt von sterilen Experimentalismen ist. Das Formale hat höchste Bedeutung, geht jedoch niemals auf Kosten des Lebens und der Wunden, in die der Autor gräbt.
Kindheitserinnerungen aus den Randgebieten der Habsburgermonarchie von Manès Sperber, Elias Canetti und Gregor von Rezzori
Der Grandseigneur der europäischen Literatur flaniert durch sein Jahrhundert: nachdenklich, respektlos, geistreich und sehr amüsant. Wer den grandiosen Sprachkünstler Rezzori, den sanften Spötter, indiskreten Weltbürger kennt, weiß dass hier kein Geschichtsbuch anzukündigen ist. Es ist ein Buch der Geschichten und der Gesichter. Vor den Augen des Lesers erwacht ein knappes Jahrhundert zum Leben, voller Klugheit, Lachen, Leidenschaft, Hass, Massenwahn und Tod. Der Kosmopolit Rezzori, dessen Wurzeln in der alten Bukowina liegen, wo sich ein rundes Dutzend Völker, Glaubensbekenntnisse, Sprachen und historische Überlieferungen zu einer wahrlich multikulturellen Gesellschaft verbanden, erinnert sich für die kommenden Generationen.
Gregor von Rezzori, Sprachkünstler, Spötter und Weltbürger, hat trotz zahlreicher bezaubernder Portraits aus eigener Feder geschworen, niemals eine Autobiographie zu verfassen. Dennoch - welch wunderbarer Wortbruch - hat er sich aufgemacht zu einer Wanderung durch unser Jahrhundert und damit durch seine eigene Lebensgeschichte. Gesichter und Geschichten sorgen dafür, daß kein trockenes Geschichtsbuch entstanden ist, sondern Erinnerungen, die ein ganzes Jahrhundert widerspiegeln. Gregor von Rezzori nennt sein Buch selbstironisch „Greisengemurmel“. Doch der Leser soll sich nicht täuschen lassen, es ist ihm durchaus ernst mit seinem „Rechenschaftsbericht“
Lifestyle -- Partyplaudereien -- Sport -- Astrologie -- Über Das Schenken -- Briefe -- Tee -- Die Dame Und Ihr Hund -- Monogramme -- Wie Man Sich Ländern Nähert -- Kosmopolit -- Wie Man Sprachen Lernt -- Bakschisch -- Vom Wandelbaren Image Der Toskana -- Frankreich -- Ich Wünsch' Mir Eine Insel -- Der Busenfreund -- Boudoir -- Was Frauen Anziehen -- Herumgezupfe An Den Männern -- Kosenamen -- Von Liebe Und Greisen -- Eifersucht -- Hang Zum Küchenpersonal -- Der Kampf Ums Dabeisein -- Geschmack -- Intrigen -- Monarchistenträume -- Die Kunst, Aus Einem Fettnäpfchen Wieder -- Herauszutreten -- Das Karussell Der Moden -- Café Sehnsucht -- Aufruhr Im Mittelpunkt Von Wien -- Hausmeister Von Wien -- Dolce Vita -- Wunder-bar -- Heimkehr Nach Tschernopol -- Letzte Runde. Gregor Von Rezzori ; Mit Einem Essay Von Michael Horowitz ; Illustrationen, Peter Baldinger.
Venedig: Ein Geschäftsmann wartet auf seinen Zimmerschlüssel. Er greift nach einem Prospekt für den Orient-Express. Schon in seiner Jugend war er damit durch Europa gereist, vom rumänischen Braila bis nach London. Er erinnert sich an erotische Augenblicke und eine Zeit der Ekstase, die er seither nie mehr erlebt hatte. Und noch einmal bucht er die Reise.
Eine Festschrift herausgegeben zur Feier der Wiederauferstehung des maghrebinischen Geistes
Berlin 1938/39. Anders als die alten, traditionellen Kapitalen Wien, Paris, Rom oder Landon ist Berlin eine chaotische Massenansiedlung ohne "Gesellschaft". Es fehlt eine solide, alteingesessene, tonangebende Oberschicht. In zwielichtiger Nachbarschaft leben Dame und Dirne, Kommerzienrat und Zuhälter, Professor und Taxichauffeur: Man ist eben nicht Berliner - man wird es. In der Welt dieser instinktlosen Provinzaristokratie tummelt sich Baron Traugott von Jassilkowski. Man trifft sich in "Charleys Bar", träumt von Vorbildern, Auszeichnungen, Glanz und Glorie. Was in der Welt wirklich passiert, wird nicht wahrgenommen, und der Nationalsozialismus ist nur ein Randphänomen. Niemand ist verantwortlich! So lässt sich die beißende Kritik dieses unvergesslichen Gesellschafts- und Großstadtromans in einem Satz zusammenfassen: Berlin ist Schuld an Stalingrad.
Mit der Unbestechlichkeit eines Liebenden zeichnet Gregor von Rezzori die Porträts der Menschen, mit denen er seine frühen Jahre teilte: Er erzählt von Kassandra, der Amme, von Straußerl, der Erzieherin, von den Eltern und der Schwester. Dabei beschwört er eine Welt, die es in dieser Form nie mehr geben wird.
German
Set in Central Europe between World Wars I and II, this work comprises five interrelated stories that depict one man's ambivalent, at times obsessive, relations with Jewish friends and lovers--including his Jewish wife.
In gehobenen Kreisen - bk127; Herbig Verlag; Gregor von Rezzori; Paperback; 1978
Aristides Subicz, guionista de cine, vividor, dandi y memorioso centroeuropeo con aspiraciones de escritor, recibe de un afamado agente literario el encargo de contar su largamente planeada novela. Diecinueve años ha estado Subicz acumulando material para esa obra que ha de convertirse en la obra maestra del siglo xx, la novela de un legítimo aspirante al Premio Nobel. La cita con el agente se convierte en un proceso de «evacuación» desaforada de todo el material acumulado. Todo le sirve a Subicz para desplegar ante su posible editor la historia de su novela y, por tanto, la de su vida. Rezzori consigue con ésta, su obra cumbre, la creación de un Decamerón moderno en perversa cópula con la Divina Comedia de vanidades que ha sido la literatura del siglo xx y su concepto del genio literario.
Nun war dieser lässige und elegeante Sprachkünstler, der ganz nebenbei seinen beissenden Spott über alles und jeden ausbreiten konnte, in der biederen deutschen Literaturgesellschaft tatsächlich schwer vorstellbar, zumal Gregor von Rezzori, wie sich später herausstellte, in Deutschland eine „Spur der Verwüstung“ hinterlassen hatte: Sein Konto für Beleidigungen, Schulden und andere Kavaliersdelikte war heillos überzogen. Am Ende wusste nicht einmal er selber mehr zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden: „Er liess sich bei Flunkereien ertappen, die tatsächlich darauf zielten, seiner Herkunftsgeschichte einen Glamz zu geben, der schwerlich Glaubwürdigkeit beanspruchen konnte“, hat er später geschrieben. - Michael Krüger
Das utopische Land Maghrebinien ist das Mythenland Rezzorischen Witzes. In diesen tolldreisten Lügengeschichten aus balkanischen Essenzen feiern Boccaccio und Aretino Wiederauferstehung.