Chrétien de Troyes erfindet in Yvain ou le chevalier au lion einen neuen Mythos des Helden, der mit der höfischen Welt des 12. Jahrhunderts verbunden ist. Yvain begibt sich auf eine Quest, die ihn zur ritterlichen Vollkommenheit führt, durch das Fieber des Abenteuers und die Magie des Wunders. Von der zauberhaften Quelle über den schwarzen Wahnsinn bis hin zu den Heldentaten gegen blutrünstige Riesen vollzieht sich eine symbolische Initiation in das Leben und die Liebe mit Hilfe eines Löwen, der eine Schlüsselrolle im Roman spielt. Als bester Ritter der Welt stellt sich Yvain einer neuen Herausforderung. Während der Held in der langen westlichen Tradition oft nur im Tod seine Vollendung findet, wird durch Yvain das Leben gepriesen. Die in der heroischen Figur innewohnende Fatalität, die Tristan in seinem Liebestod annimmt, wird von Yvain exorziert, indem er einen Weg einschlägt, der den tragischen Pessimismus des Schicksals ignoriert und den strahlenden Optimismus des Willens kultiviert. Mit Yvain und seinem Löwen strahlen Sonne, Herz und Verstand auf das Heldentum.
Philippe Walter Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Aucassin et Nicolette
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Ils etaient deux enfants qui s'aimaient tant. Aucassin, le fils du comte de Beaucaire, est amoureux fou de Nicolette, une jeune prisonniere d'origine sarrasine. Mais cette idylle n'a d'abord rien d'une partie de plaisir dans un monde feodal insensible au miracle de l'amour. Et puis quels mysteres cache donc Nicolette? De cette initiation poetique et juvenile a l'amour nait au xiii siecle la premiere et unique chantefable de la litterature medieval qui fait dialoguer prose et vers, musique et recit, realite et fantaisie, feminite et feerie.