Der Endlose Weg
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden






Im Mittelpunkt dieses Romans steht der Feldwebel Martin Hajek. Was er in dem Zeitraum von November 1943 bis zum Kriegsende erlebte, ist das Schicksal von Tausenden anderer Deutscher gewesen. Das heiße Ringen um Tscherkassy, die Gefechte am Bug, der schier aussichtslose Kampf mit dem unerbitterlichen, grausamen Winter, all das gibt ein Bild des Soldaten, wie er wirklich war und was er zu ertragen hatte. Als das Ende schon absehbar ist, steht Hajek mit einer Handvoll völlig ungenügend ausgebildeter Rekruten, Knaben noch, an der holländischen Grenze. Diesem aufwühlenden und packenden Buch merkt man in jeder Zeile an, daß der Autor es nicht am Schreibtisch ersann, sondern dass er einer von denen ist, die dabei waren. Einer von denen, die als Junge Menschen hinauszogen im Glauben an die Sache, zu der sie aufgerufen wurden, und die später geschworen haben, alles dazu beizutragen, daß solcher Irrsinn sich niemals wiederholt.
Die Kompanie Müller ist nur noch ein auf dreiundzwanzig Mann zusammengeschmolzener Soldatenhaufen, der auf verlorenem Posten versucht, gegen das unbarmherzige Schicksal anzugehen. Man hat den kranken Kompaniechef aus dem zerschossenen russischen Dorf mitgenommen in die unendlichen Wälder, von wo aus man, abgeschnitten von den Kameraden und höheren Dienststellen, versucht, sich der Umklammerung zu entziehen. Die Familie des Dorfältesten Alexei Kokowkin führen sie mit sich. Feldwebel Brettschneider glaubt nicht, dass man sich bis zur finnischen Grenze durchschlagen kann. Aber die Männer vertrauen auf Oberleutnant Müller. Er wagt mit der zerlumpten und von unsagbaren Leiden gezeichnete Kompanie den Gewaltmarsch.