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Ludvík Hošek

    Das Unbehagen in der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften
    Totem und Tabu
    Totem a tabu. O podobnostech v duševním životě divocha a neurotika
    • roce 1913 vyšlo poprvé, způsobilo značný rozruch pro svůj radikální výklad náboženství jakožto neurotického symptomu. Jedná se o soubor čtyř statí, v nichž Freud zkoumá některé aspekty života přírodních národů a dává je do souvislosti s duševním životem neurotiků. Asi nejslavnější je poslední stať, kde Freud víru v bohy a totem odvozuje od prehistorické události, při níž skupina ze skupiny vyloučených synů zabila svého otce alfa-samce a následně ho snědla, aby vstřebala jeho moc. Když se svůj čin synové snažili odčinit, učinili z mrtvého otce totem a zavedli zákaz jeho pojídání. Prvotní – a v zastřenější podobě jakékoli – náboženství je tak vlastně snahou odčinit prvotní zločin. Málokdo dnes takové interpretaci věří, ale přesto se stala slavnou a nedílnou součástí studia člověka a náboženství. Doslov Václav Soukup.

      Totem a tabu. O podobnostech v duševním životě divocha a neurotika2017
      3,9
    • Im Nachwort zu seiner »Selbstdarstellung« reflektierte Freud 1935 über seine kulturtheoretischen Schriften und bemerkte, dass sein Interesse nach einem langen Umweg über Naturwissenschaften, Medizin und Psychotherapie wieder den kulturellen Problemen galt, die ihn als Jüngling faszinierten. Diese Erkenntnis erweckte den Eindruck, dass Freud aus Altersweisheit zur Kultur gefunden habe, was jedoch irreführend ist. Bereits als Wissenschaftler beschäftigte er sich intensiv mit gesellschaftlichen Phänomenen. Alfred Lorenzer und Bernard Görlich betonen in ihrer Einleitung, dass das »hysterische« Unglück in einen spezifischen kulturellen Kontext eingebettet ist, in dem Bedürfnisse und intime Lebensentwürfe mit gesellschaftlichen Normen und Verboten in Konflikt stehen. Diese Konfliktstruktur bringt die soziokulturelle Dimension ins Spiel. Die Schriften des vorliegenden Bandes zeigen, wie sich Freuds Auffassung von der Wechselwirkung zwischen Individuum und Kultur im Laufe der Jahre differenzierte. Ein zentrales Thema ist der Antagonismus zwischen Kultur und Triebleben. In seinen frühen Arbeiten betrachtete Freud diesen Konflikt vor allem im Hinblick auf den Sexualtrieb, während er später den Fokus zunehmend auf Aggressions- und Selbstvernichtungstriebe richtete. Diese Verschiebung erklärt die anhaltende Relevanz von Freuds kulturtheoretischem Denken in der heutigen Zeit.

      Das Unbehagen in der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften1998
      3,8
    • Totem und Tabu

      Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker

      • 226 Seiten
      • 8 Lesestunden

      ›Totem und Tabu‹ (1912/13) ist Freuds erstes bedeutendes kulturtheoretisches Werk, in dem er psychopathologische und ethnologische Kategorien vergleicht und Parallelen im Seelenleben von Wilden und Neurotikern untersucht. Das Buch war ein Lieblingswerk des Autors und wurde von Thomas Mann als Meisterstück der deutschen Essayistik gewürdigt. Besonders im vierten Essay entwickelt Freud eine spekulative Theorie über die Ursprünge der Kultur, indem er Schuldgefühle und Inzesttabu auf traumatische Ereignisse in der prähistorischen Familie zurückführt, insbesondere den Mord an dem Urvater durch die Brüderhorde. In seiner einleitenden Analyse beschreibt der Ethnopsychoanalytiker Mario Erdheim die historischen und biografischen Kontexte, die zur Entstehung des Werks führten, sowie die kritische Rezeption durch Kulturanthropologen. Anstatt das Buch abzulehnen, fordert Erdheim eine neue, »ent-exotisierende« Lektüre heraus: Freuds Pionierarbeit besteht nicht nur darin, das Unbewusste in kulturellen Strukturen zu erforschen, sondern sie bietet auch Einblicke in die Entstehung von Institutionen, Gewalt, Herrschaft und Rebellion in der modernen Gesellschaft. Die Geschichte handelt nicht nur von den Wilden dort, sondern auch von den Wilden hier.

      Totem und Tabu1997
      3,9