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Homes A.M.

    A.M. Homes taucht in die komplexen Landschaften menschlicher Beziehungen ein und erforscht tiefgreifende Themen wie Identität, Familie und Zugehörigkeit. Ihre Prosa wird für ihre scharfe psychologische Einsicht und eine unerschrockene Untersuchung des menschlichen Zustands gefeiert. Die Autorin webt meisterhaft Erzählungen, die oft die Grenzen der Realität verwischen und die Leser herausfordern, sich mit den Strukturen auseinanderzusetzen, die uns prägen. Ihre unverwechselbare literarische Stimme ist sowohl provokativ als auch tiefgründig und etabliert sie als bedeutende Stimme in der zeitgenössischen Literatur.

    Das Ende von Alice
    Mein Leben ist wunderbar
    Jack
    Die Tochter der Geliebten
    • Jody Goodman möchte Karriere machen. Doch ihr erster Job als Assistentin lässt sie plötzlich an ihrem Traumberuf zweifeln. Was läge für eine New Yorkerin da näher als der Besuch beim Seelenklempner? Und so landet Jody bei der renommierten Psychotherapeutin Claire Roth. Was Jody nicht ahnt: Claire ist selbst hochneurotisch. Als Jody ihr erzählt, dass sie adoptiert wurde, verliert Claire endgültig jeden professionellen Abstand zu ihrer Patientin.

      Mein Leben ist wunderbar2013
      3,5
    • Als das Einzelkind Jack dreizehn Jahre alt ist, verlässt sein Vater die Familie, weil er sich zu einem Mann hingezogen fühlt. Jack ist zutiefst geschockt, als er vernimmt, dass der Vater homosexuell ist und eine Liebesbeziehung mit seinem Wohnpartner Bob hat. Jack wird in der Schule als "Schwulenbaby" gehänselt. Welche geistige Entwicklung und Reifung jedoch der mittlerweile 16 Jahre alte Jack durchmacht, schildert uns die Autorin einfühlsam und glaubhaft in der lockeren Sprache dieses Jungen. In den Jahren der Pubertät zwischen Liebe und Hass zu seinem Vater hin- und hergerissen, ist Jack am Schluss stark genug, seinen eigenen Weg zu gehen. Gelungener Jugendroman zu einem heiklen Thema. (Quelle: Verzeichnis ZKL).

      Jack2013
      3,7
    • Das Ende von Alice

      Roman

      • 295 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Dieser Roman von A. M. Homes sorgte 1996 in den USA für heftige Kontroversen und ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Damals traute sich kein Verlag, das Buch zu veröffentlichen. Heute zählt Homes zu den anerkanntesten Schriftstellerinnen der Gegenwart, und es ist an der Zeit, diesen verstörenden Text zu entdecken. Der Erzähler, Chappy, sitzt seit 23 Jahren im Gefängnis und verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an der zwölfeinhalbjährigen Alice Somerfield. Er hofft auf baldige Freilassung und erhält Briefe von einem neunzehnjährigen Mädchen, das vorgibt, ihn zu bewundern. Während sie ihre Sommerferien im Elternhaus verbringt, hat sie ein Auge auf den zwölfjährigen Nachbarjungen geworfen. Ihre Brieffreundschaft mit Chappy kreist um Begehren und Perversionen. Der Skandal des Romans liegt in der konsequenten Perspektive eines Menschen, für den es normal erscheint, Kinder sexuell zu begehren. Das Werk ist hochkontrovers und vergleichbar mit Bret Easton Ellis’ American Psycho, eine literarische Herausforderung. Kritiker und Leser empören sich über das ernsthafte und wichtige Buch, weil sie es selbst als erregend empfinden. Die Reaktionen reichen von „moderne Pornographie“ bis zu „ekelhaftem Dreck“.

      Das Ende von Alice2013
      3,5
    • Was empfindet man, wenn man im Alter von einunddreißig Jahren erfährt, dass man nicht die leibliche Tochter seiner Eltern, sondern ein Adoptivkind ist? A. M. Homes schildert hier auf eindringliche Weise ihre eigene Lebensgeschichte als emotionale Spurensuche. Eine höchst authentische und brillante Antwort auf Fragen, die wir uns alle stellen: Wer bin ich- und wie bin ich zu dem geworden, was ich bin?

      Die Tochter der Geliebten2008
      4,0