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Šojat Ivana

    Diese Autorin widmet sich den Tiefen menschlicher Emotionen und zwischenmenschlicher Verbindungen, oft mit einem melancholischen Unterton. Ihr Schreibstil zeichnet sich durch poetische Sprache und scharfsinnige Einblicke in die Komplexität des Lebens aus. Sie verwendet reiche metaphorische Bilder, die den Leser in die intimen Welten ihrer Charaktere entführen. Themen wie Einsamkeit, die Suche nach Sinn und Vergänglichkeit werden stets mit Feingefühl und tiefem Verständnis erforscht.

    HHhH
    EMET und andere Geschichten
    • EMET und andere Geschichten

      • 208 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Von der Wahrheit zum Tod durch das Wegwischen eines Durch dieses Wortspiel im Hebräischen wird angedeutet, dass wir nichts als Staub sind und nur durch die Tatsachen zum Leben erweckt werden, da sich zwischen Wahrheit und Tod nur eine dünne Linie befindet.Alle Geschichten im Buch handeln von der Wahrheitssuche, denn ohne Wahrheit gibt es kein Leben, ohne sie sind wir hohl, erbärmlich und ungerecht.Die Titelgeschichte beschreibt den Kindesmissbrauch innerhalb der Familie, ein verheimlichtes Verbrechen. Es ist eine extrem finstere Geschichte, erzählt von einem zur Malerin herangewachsen Mädchen. Durch das Malen von Engeln durchforstet sie ihre eigene Familiengeschichte und deckt dabei grausame Wahrheiten auf.Auch die anderen Geschichten dringen in die Untiefen des menschlichen Unterbewusstseins vor. Zentrale Themen des Buches sind seelische Kriegstraumata – nicht nur auf dem Balkan – und die daraus entstandenen Rachegelüste. Wo große historischen Themen und Traumata in Form literarischer Gestalten personalisiert werden, kann man sich in sie hineinfühlen und die Sinnlosigkeit von Rache, Hass und weiterem Blutvergießen erkennen.

      EMET und andere Geschichten2020
    • HHhH

      Himmlers Hirn heißt Heydrich

      Beim Spaziergang durch Prag entdeckt Laurent Binet eine Gedenktafel für tschechische Widerstandskämpfer. Sie versteckten sich nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich in einer Kirchenkrypta – bis ihre Verfolger, deutsche Soldaten, diese fluten ließen. Binet ist so elektrisiert von dieser Begebenheit, dass er beschließt, nach Prag zu ziehen und ihr nachzugehen. Er schreibt die NS-Geschichte als Groteske und kommt dabei immer wieder auf seine Rolle als Nachforscher, Erzähler und Erfinder zurück. Gibt es überhaupt eine historische Wahrheit? Und wie kann man über sie schreiben? Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt du Premier Roman.

      HHhH2015
      4,1