Georg Lukács Bücher
György Lukács war ein ungarischer marxistischer Philosoph und Literaturkritiker, der maßgeblich an der Entwicklung des westlichen Marxismus beteiligt war. Seine Arbeit wich von der sowjetischen ideologischen Orthodoxie ab und untersuchte Konzepte wie Verdinglichung und entwickelte marxistische Theorien über Klassenbewusstsein weiter. Lukács' Literaturkritik beeinflusste das Verständnis von Realismus und der Gattung Roman tiefgreifend. Er war auch ein wichtiger Philosoph des Leninismus und formalisierte die Avantgarde-Parteirevolution.







Werke
- 757 Seiten
- 27 Lesestunden
Lukacs' Studie analysiert Hegels Dialektik der menschlichen Gesellschaft von den Jugendschriften bis zur Phänomenologie des Geistes. Er kritisiert die bürgerliche Hegelforschung und deckt die idealistischen Elemente der Dialektik auf, die durch die Fehler und Schranken des Idealismus geprägt sind.
Reinhard Müller, geb. 1944, Studium der Germanistik, Geschichte und Soziologie, bis 1989 Leiter der Bibliothek und des Archivs der Thälmann-Gedenkstätte in Hamburg, Publikationen zur Geschichte der KPD und des Exils. Georg Lukács (1885–1971) war ein ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker.
Georg Lukács
Texte zum Theater
Georg Lukács gehört zu den herausragenden Denkern des 20. Jahrhunderts. Seine Schriften sind ein Schlüssel zur Ideengeschichte der Moderne und bieten auch Ansätze für die Gegenwart. Ein Bezug auf das Theater durchzieht sein gesamtes Schaffen. Doch die Rezeption seiner Werke ist gekennzeichnet von Brüchen. So war Lukács’ differenzierte Ästhetik für marxistische Dogmatiker im Osten in ihrem Beharren auf einen maßgeschneiderten sozialistischen Realismus nicht immer wohlgelitten. Auch im Westen erfreute er sich nur für kurze Zeit einiger Popularität. Entsprechend sind viele Schriften einem breiten Publikum unbekannt. Dieser Reader mit Texten zum Theater, der zu Lukács’ 50. Todestag erscheint und einen vorurteilsfreien Blick ermöglichen soll, macht schwer erhältliche Beiträge wieder zugänglich und erstveröffentlicht auch Fundstücke aus den Archiven. Eine Einleitung von Dietmar Dath bezeugt die ungebrochene Relevanz des Denkens von Lukács.
Georg Lukács war einer der großen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und gilt weithin als der bedeutendste Philosoph in der Geschichte des Marxismus. Der vorliegende Band erschließt anhand einer Auswahl seiner Schriften, darunter auch viele weniger bekannte Texte, seine theoretischen Stationen: Von den frühen ästhetischen Versuchen über die für den westlichen Marxismus bedeutsame Praxisphilosophie der mittleren Periode bis hin zur noch zu entdeckenden Ontologie des Spätwerks. Auf diesem Weg entsteht das Bild eines engagierten Denkers, dessen Radikalität, systematische Fassungskraft und Mut zur Selbstkorrektur noch heute beeindrucken.
Taktik und Ethik
- 293 Seiten
- 11 Lesestunden
„Es ist richtig, nach der Wahrheit strebt der Essay: doch wie Saul, der da ausging, die Eselinnen seines Vaters zu suchen und ein Königreich fand, so wird der Essayist, der die Wahrheit wirklich zu suchen imstande ist, am Ende seines Weges das nichtgesuchte Ziel erreichen, das Leben.“ Georg Lukács Der Band enthält im Anhang den Lukács-Essay „Von der Armut am Geiste“, der zuerst 1914 erschienen ist und hier erstmals wieder nachgedruckt wird.
Revolutionäres Denken: Georg Lukács
- 327 Seiten
- 12 Lesestunden
1923 erschien im Berliner Malik Verlag Lukács‘ Studien über marxistische Dialektik unter dem Titel Geschichte und Klassenbewußtsein. Das Werk wurde schnell zum Klassiker des Westlichen Marxismus und beeinflusste die kritische Theorie maßgeblich. Es erregte sowohl heftige Kritik von orthodoxen Marxisten als auch große Bewunderung, etwa von Ernst Bloch und dem jungen Adorno. Lange Zeit blieb es ungedruckt, bis es seit den 1950er Jahren von Denkern wie Maurice Merleau-Ponty und Lucien Goldmann neu entdeckt wurde, und während der 68er Bewegungen weltweit an Bedeutung gewann. Lukács wurde mit diesem Werk zum einflussreichsten Theoretiker der internationalen ‚Neuen Linken‘. In dieser Faksimile-Edition werden erstmals die Marginalien veröffentlicht, die der Autor bei der Arbeit an einem Vorwort zur Neuausgabe von 1968 in sein Handexemplar notiert hat. Die von Rüdiger Dannemann transkribierten und kommentierten Notizen zeigen die Distanz des späten Lukács zu seinem frühen Werk, belegen aber auch sein Bemühen, der anhaltenden Faszination des Jahrhunderts zu begegnen, die mittlerweile global wirkt. "Georg Lukács war ein Genius, einer der bedeutendsten Geister und Erneuerer der Philosophie des 20. Jahrhunderts.“ (Ágnes Heller, 1998)
Georg Lukács schrieb 'Die Theorie des Romans' 1914/15 – zur gleichen Zeit, als Rosa Luxemburg ihre Spartakusbriefe, Lenin in Zürich sein Imperialismusbuch, Spengler den 'Untergang des Abendlandes', Ernst Bloch seinen 'Geist der Utopie' verfasste. Es ist das letzte große Werk, das Lukács vor seiner Wendung zum Marxismus schuf. Als es 1920 in Berlin erschien, war sein Verfasser schon aus Ungarn geflüchtet, waren die Tage der Regierung Béla Kun – der er als Kultusminister angehörte – bereits gezählt. Dieses schmale Buch, das aus dem Fragment gebliebenen grandiosen Versuch einer Dostojewski-Monographie entstanden ist, hat den Ruhm seines Autors begründet. Es ist 'ein Werk des Übergangs, seinem Gegenstand gemäß noch dem bürgerlichen Ästhetizismus der Heidelberger Jahre verhaftet, doch in seiner Thetik schon härter, schroffer und das Ziel des künftigen methodischen Wegs scharf ins Visier nehmend. Hier findet sich der Ansatz zu einer großangelegten, spekulativ weitergeführten Überlegung, der wenig Gleichwertiges an die Seite gestellt werden kann.' (Horst Althaus). Max Weber, Thomas Mann, Robert Musil, Ernst Bloch, Benedetto Croce, Walter Benjamin, Th. W. Adorno, Paul Honigsheim, später Lucien Goldmann, Peter Bürger u. a. zeigten sich nachhaltig beeindruckt.
Nonkonformismus als Rebellion der Gefühle »Es ist ein Meisterwerk, worin hinreißendes Gefühl und frühreifer Kunstverstand eine fast einmalige Mischung eingehen. Jugend und Genie sind sein gegenstand, und aus Jugend und Genie ist es selbst geboren« Thomas Mann Goethe selbst hat die bündigste Inhaltsangabe zu seinem »Werther« gegeben: »Eine Geschichte ..., darin ich einen jungen Menschen darstelle, der, mit einer tiefen reinen Empfindung und wahrer Penetration begabt, sich in schwärmende Träume verliert, sich durch Spekulation untergräbt, bis er zuletzt durch dazutretende unglückliche Leidenschaften, besonders eine endlose Liebe zerrüttet, sich eine Kugel vor den Kopf schießt.« Nonkonformismus als Rebellion der Gefühle - diese Botschaft des berühmten Romans, der innerhalb der deutschen Literatur den Beginn der modernen Prosa markiert, ist heute so aktuell wie vor 200 Jahren. Der unüberbrückbare Zwiespalt zwischen Geist und Natur, zwischen Ich und Gesellschaft, den der sensible Bürgersohn Werther empfindet und an dem er zerbricht, gibt diesem Werk die Würde einer Tragödie.
Briefwechsel, 1902-1917
- 432 Seiten
- 16 Lesestunden
German, Hungarian (translation)
Faust und Faustus
Vom Drama der Menschengattung zur Tragödie der modernen Kunst
Schriften zur Literatursoziologie
- 568 Seiten
- 20 Lesestunden
Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins
Hegels falsche und echte Ontologie
Über die Vernunft in der Kultur
Ausgewählte Schriften 1909-1969
Individuum und Praxis
- 189 Seiten
- 7 Lesestunden
Versuche zu einer Ethik
- 245 Seiten
- 9 Lesestunden
Die Grablegung des alten Deutschland
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
■ Einleitung: Die Grablegung des alten Deutschland ■ Gottfried Keller ■ Wilhelm Raabe ■ Der alte Fontane ■ Enzyklopädisches Stichwort: Bemerkungen zu Literatur und Politik ■ Quellennachweis ■ Personen- und Sachregister ■ Verzeichnis der erwähnten Werke
Gelebtes Denken
- 230 Seiten
- 9 Lesestunden
Sammlung Luchterhand: Blick zurück auf Lenin
Georg Lukács, die Oktoberrevolution und Perestroika
- 221 Seiten
- 8 Lesestunden
Collection of essays
Schiscksalswende
Beiträge zu einer neuen deutschen Ideologie
Writer and Critic
- 260 Seiten
- 10 Lesestunden
In the fall of 1960, during a three-month visit to Hungary, Arthur Kahn unsuccessfully asked his hosts to arrange a meeting with Gyorgy Lukacs, a persona non grata to the Communist regime. Kahn arranged to meet Lukacs on his own and proposed translating some Lukacs essays never before appearing in English. During the three years Kahn worked on the translations, he and Lukacs engaged in a voluminous correspondence, investigating Marxism as it applied to contemporary events like the Vietnam war. Extracts from this correspondence will be included in a forthcoming volume of Kahns' autobiography, "The Education of a 20th Century Political Animal."
The Destruction of Reason
- 896 Seiten
- 32 Lesestunden
A classic work of Western Marxism, now back in print.
Aesthetics and Politics
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
An intense and lively debate on literature and art between thinkers who became some of the great figures of twentieth-century philosophy and literature
One of the greatest Marxist theorists of his generation, Georg Lukacs was a prolific writer of remarkably catholic, if moralistic, tastes. In The Lukacs Reader , his biographer Arpad Kadarkay represents the great range and variety of Lukacs's output. The reader includes, in original translations, and with introductory essays, Lukacs on: Kierkegaard, Shakespeare, Ford, Strindberg, Ibsen, Wilde, Shaw, Gaughin, Dostoevsky, Nietzsche, and Heidegger. Also collected are: the autobiographical essay 'On the Poverty of Spirit', material from Lukacs's diary, and such key articles as: 'Aesthetic Culture', 'The Ideology of Modernism', 'Bolshevism as an Ethical Problem', and 'Class Consciousness'. What emerges is a figure very much at the centre of European thought whose value to modern culture and philosophy differs markedly from that which received opinion generally admits.
Essays on Thomas Mann
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
Out of the chaos following Lenin’s death and the mounting fury against Lukács and his freshly penned History and Class Consciousness (1923), this book bears an assessment of Lenin as “the only theoretical equal to Marx.” Lukács shows, with unprecedented clarity, how Lenin’s historical interventions — from his vanguard politics and repurposing of the state to his detection of a new, imperialist stage of capitalism — advanced the conjunction of theory and practice, class consciousness and class struggle. A postscript from 1967 reflects on how this picture of Lenin, which both shattered failed Marxism and preserved certain prejudices of its day, became even more inspirational after the oppressions of Stalin. Lukács’s study remains indispensable to an understanding of the contemporary significance of Lenin’s life and work.
Georg Lukacs (1885-1971) is now recognised as one of the most innovative and best-informed literary critics of the twentieth century. Trained in the German philosophic tradition of Kant, Hegel, and Marx, he escaped Nazi persecution by fleeing to the Soviet Union in 1933. He wrote and published his longest work of literary criticism, The Historical Novel, in 1937.
Dějiny a třídní vědomí: Studie o marxistické dialektice
- 540 Seiten
- 19 Lesestunden
Kniha je souborem volně navazujících esejů maďarského marxistického filosofa Györgyho Lukácse, které sepsal v letech 1919 až 1921, když byl po pádu Maďarské republiky rad nucen žít v exilu. Jednotlivé eseje spojují dva motivy. Jednak snaha objasnit metodologické jádro marxismu jako teorii společnosti a dějin a jednak pokus o rozvržení teorie kolektivní akce, jejíž krajní podobou je revoluce. Český překlad Lukácsovy knihy pořídil koncem 60. let minulého století Lubomír Sochor, poprvé však vychází až nyní.
Lenin: Studie o souvislosti jeho myšlenek
- 134 Seiten
- 5 Lesestunden
György Lukács (1885–1971) byl významný maďarský filosof a estetik, jehož dílo významně přispělo k západnímu marxismu a ovlivnilo i východní marxismus, zejména marxistický humanismus. Věnoval se literární teorii, estetice, realismu, teorii filmu, kritice existencialismu a fenomenologie, marxistické metodologii a sociální ontologii. Kniha Lenin, napsaná po Leninově smrti v roce 1924, vznikla během Lukácsova exilu ve Vídni po porážce Maďarské republiky rad. Byla přeložena do téměř dvaceti jazyků, včetně češtiny. V roce 1970 měla vyjít v překladu Lubomíra Sochora v Československu, avšak cenzurní zásah vydání znemožnil. Kniha tak vychází v češtině téměř sto let po svém původním vydání. Lukács v ní pokračuje ve snaze teoreticky formulovat principy marxistické metody. V předmluvě k německému vydání z roku 1967 uvádí, že obnovený zájem o jeho knihu v šedesátých letech byl podmíněn marxistickou kritikou Stalinova období a zájmem o opoziční tendence dvacátých let. Dnes je kniha důležitým historickým pramenem, který osvětluje Lukácsovo myšlení a vztah mezi politickou teorií a akcí na příkladu Lenina.
Autor skúma vzájomné pôsobenie dejín ducha a veľkej literatúry, ktorá zobrazuje totalitu dejín. V tejto štúdii sa zameriava na rozpracovanie hlavných línií historickej dialektiky. Analyzuje a skúma prúdy, odbočenia a križovatky typické len pre tento dejinný vývin. Je to vlastne akási úvaha ospisovateľoch, dielach a smeroch, ktoté sú z tohto hľadiska reprezentatívne.
Goethe e il suo tempo
- 277 Seiten
- 10 Lesestunden
Práce významného marxistického estetika G. Lukácse, jež vznikla z debat na ženevském mezinárodním kongresu v r. 1946 a z diskusí se západoevropskými filosofy existencialismu, je pronikavou kritikou existencialismu z hlediska marxistické filosofie a estetiky. L. poukazuje na krisi měšťácké filosofie, na její cestu od fenomenologie k existencialismu a závěrem staví proti tomuto úpadkovému módnímu filosofickému směru imperialistického světa leninskou teorii poznání a uvádí problémy moderní filosofie, jak je řeší dialektický materialismus.
Výbor z raného období tvorby předního maďarského filosofa a estetika. Hlavní částí tohoto výboru je autorova proslulá "Teorie románu", jedna ze základních prací svého oboru. Doplňují ji esej "Metafyzika tragédie" a část studie "K sociologii moderního dramatu", práce zaměřené na problematiku dramatu, dále pak esej "Myšlenky k estetice filmu", ukazující, jak se Lukács jako jeden z prvních estetiků pokoušel vyrovnat s nově vzniklým uměním.
Dosud nejobsáhlejší český výbor z díla předního maďarského filozofa a teoretika umění přináší ukázky Lukácsovy tvorby z oboru estetiky a teorie literatury z let 1931 až 1971. Ukázky jsou rozčleněny do osmi tématických oddílů, jimž předchází úvodní studie hodnotící autorovu osobnost a smysl jeho díla. Výbor uzavírá stručná výběrová bibliografie Lukácsových děl a literatury o Lukácsovi.
































































