Svetlana Aleksievich Bücher






Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt. Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.« Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.
Doba z druhé ruky : konec rudého člověka
- 496 Seiten
- 18 Lesestunden
Doba z druhé ruky je výjimečná kniha autorky, laureátky prestižních literárních cen. Konec komunistického režimu a rozpad sovětského impéria přinesly občanům zklamání a dezorientaci. Text je mozaikou hlasů, které Alexijevičová zaznamenala při rozhovorech s různými lidmi, jež vyprávějí o svých vírách v sovětský systém, o zabíjení a umírání pro jeho ideu, o hrůzách komunismu, gulagu, válkách a Černobylu. Čtenář se setkává s rozmanitými osudy a názory, z nichž vyvstávají společná traumata a obsese. Hrdinové považují srpen 1991, kdy statisíce Rusů vyšlo do ulic Moskvy, za vrchol svobodného vzepětí společnosti, avšak následovalo vystřízlivění. Kapitalismus si lidé představovali jako velký supermarket, ale probudili se v zemi třetího světa, plné anarchie, inflace, zločinnosti a korupce. Kniha nabízí hlubokou sondu do ruské společnosti a pomáhá porozumět jejímu současnému vývoji. Nutí čtenáře zamyslet se nad tím, co je Rusko a proč se oblíbenost autokrata Putina pohybuje kolem 85 %. Alexijevičová, jejíž díla byla přeložena do 22 jazyků a oceněna mnoha cenami, včetně Nobelovy ceny za literaturu, zkoumá, proč je velkoruský šovinismus stále živý a militantnější.
Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
Rund eine Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gekämpft, aber ihr Schicksal ist nirgendwo festgehalten. In diesem Buch sind nun ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Die Frauen schildern die unheroische Seite des Krieges, die üblicherweise in Erzählungen und Erinnerungen ausgeblendet wird. Im Gegensatz zu den Männern, die aus dem Krieg zurückkehrten, galten die Soldatinnen keineswegs als Heldinnen, vielmehr begegnete man ihnen mit Misstrauen, ja mit Verachtung. Swetlana Alexijewitsch gibt den Frauen in diesem erschütternden Buch erstmals eine Stimme. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes, unsentimentales und doch fast lyrisches Dokument, das nun in einer von der Autorin überarbeiteten Neuausgabe erscheint.
Swetlana Alexijewitsch wurde bekannt durch die Dokumentation menschlicher Schicksale und gilt als wichtigste Zeitzeugin der postsowjetischen Gesellschaft. Über viele Jahre hat sie mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe von Tschernobyl zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde. Entstanden sind eindringliche psychologische Porträts, die ungeheure Nähe zu den Betroffenen aufbauen und von höchster Sensibilität und journalistischer Perfektion zeugen.
Zinkjungen
Afghanistan und die Folgen
Zinkjungen: So wurden im sowjetischen Afghanistankrieg die gefallenen Soldaten genannt. Ihre Leichen durften den Angehörigen nur in zugeschweißten Zinksärgen übergeben werden. Das Wort steht exemplarisch für die Verschleierungspraxis der Sowjetunion, die alles dafür tat, die brutale Realität des zehnjährigen Krieges geheim zu halten. Swetlana Alexijewitsch hat mit Soldaten, Müttern, Witwen und Krankenschwestern gesprochen und verarbeitet die Augenzeugenberichte in ihrem »Roman der Stimmen« zu einem erschütternden Antikriegsbuch. Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch dokumentiert den universellen Wahnsinn des Krieges und seine verheerenden Auswirkungen auf ihre Gesellschaft – in Zeiten von weltweit auflodernden Krisenherden ist dieses Buch aktueller denn je. »Beharrlich, furchtlos, ergreifend.« Karl Schlögel, Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013
У войны не женское лицо.U vojny ne ženskoje lico
- 347 Seiten
- 13 Lesestunden
Цинковые мальчики
- 398 Seiten
- 14 Lesestunden


