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Téa Obreht

    30. September 1985

    Téa Obreht schafft Erzählungen, die sich mit komplexen Familiendynamiken und den nachwirkenden Geheimnissen der Vergangenheit befassen, oft vor dem Hintergrund von Nachkriegsgesellschaften. Ihr Stil zeichnet sich durch lyrische Qualität und eine bildhafte Sprache aus, die den Leser tief in ihre Geschichten hineinzieht. In ihren Werken erforscht sie Themen wie Erinnerung, Identität und die unauslöschliche Verbindung zwischen den Generationen. Obreht beherrscht die Kunst, Atmosphäre zu schaffen und Charaktere zu entwickeln, die lange nach der letzten Seite nachhallen.

    Téa Obreht
    L'amante della tigre
    The Morningside
    Im Morgenlicht
    Die Tigerfrau
    Herzland
    • Arizona, um 1890. Ein neuer Morgen eines zu heißen Sommers bricht an für Nora Lark. Ihre Farm ist bedroht von Dürre und mächtigen Viehzüchtern, neuerdings auch, so glaubt ihr kleiner Sohn Toby, von einem monströsen Tier, das draußen umherstreift. Seit Tagen ist Noras Mann verschwunden, nachts sind die beiden älteren Söhne im Streit davongeritten, und irgendwer ist ins Brunnenhaus eingebrochen. Doch Nora stehen noch ganz andere Prüfungen bevor – die über das Schicksal ihrer Familie entscheiden werden. Das liegt auch an Lurie, Waise eines Einwanderers aus dem Osmanischen Reich, der vom kleinen Ganoven zum verfolgten Outlaw wurde, schließlich einen unerwarteten Gefährten findet und in einem Trupp der U. S. Army untertaucht. In Luries abenteuerlichem Leben verdichten sich das Heldentum und die Niedertracht der Epoche zu einem schrecklichen, prächtigen, epischen Bogen – mit immer überraschenden Wendungen. Téa Obreht erzählt in ihrer bildhaft leuchtenden, einzigartigen Sprache den amerikanischen Gründungsmythos neu. «Herzland» zeigt die Siedlerzeit mit all ihrer Härte und zugleich einen schillernden, unbekannten Wilden Westen – in dem die Konflikte des heutigen Amerika schon aufscheinen.

      Herzland
      3,4
    • Die Tigerfrau

      • 413 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Natalia arbeitet in einem Waisenhaus irgendwo in Südosteuropa, als sie vom rätselhaften Tod ihres geliebten Großvaters erfährt. Nach Erklärungen suchend, erinnert sich die junge Ärztin an jene Geschichten aus seinem Leben, die sich um zwei seltsame, fatale Gestalten drehen – die Tigerfrau, eine schöne Taubstumme in seinem Heimatdorf, die einen geflüchteten Tiger pflegte; und einen charmanten, obskuren Mann, der nicht sterben kann. Während Natalia auf den Spuren des Großvaters durch idyllische und kriegsverwüstete Landschaften reist, werden ihr diese Figuren immer gegenwärtiger. Bald entspinnt sich ein ganzer Kosmos an Mythen und Gestalten, und Natalia begreift, welche Wahrheit über die Lebensrätsel ihrer Familie und ihre versehrte Heimat in ihnen steckt … Sprachgewaltig, mit unvergesslichen Figuren und einer erzählerischen Virtuosität, die an Gabriel García Márquez erinnert, entwirft Téa Obreht das schmerzlich-schöne Bild einer zwischen gestern und heute gefangenen, mythengläubigen Welt. «Time» schrieb über «Die Tigerfrau»: «Liebe, Legende und Tod werden hier so wundervoll geschildert, dass jeder andere Roman in diesem Jahr Gefahr läuft, an der unheimlichen Schönheit dieses Buches gemessen zu werden. Seit Zadie Smith debütierte kein junger Autor mit solcher Kraft und Eleganz.»

      Die Tigerfrau
      3,4
    • Im Morgenlicht

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Sil und ihre Mutter fliehen in die versinkende Inselstadt Island City, wo die Mutter als Bergungstaucherin arbeitet. Im maroden Wohnturm «Morgenlicht» begegnen sie der geheimnisvollen Bezi Duras und einer neuen Freundin. Als die Mutter verschwindet, steht Sil vor der Entdeckung ihrer Vergangenheit. Téa Obreht schildert eine poetische Suche nach Wahrheit und Hoffnung.

      Im Morgenlicht
    • The Morningside

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      There's the world you can see, and then there's the one you can't. After being expelled from their ancestral home, Silvia and her mother arrive in Island City, where they live and work at The Morningside, a dilapidated luxury tower managed by Silvia's aunt, Ena. Feeling adrift, Silvia struggles with her mother's secrecy about their family's past, knowing little about her origins or the reasons for their departure. Ena offers a glimpse into their heritage through folktales of a beautiful, communal homeland, contrasting sharply with Silvia's lonely existence. Captivated by these stories, Silvia begins to see the world through a lens of magic and becomes fixated on the enigmatic Bezi Duras, a reclusive resident of the penthouse who only ventures out at night with her three massive hounds. As Silvia embarks on a quest to uncover the truth about Bezi and her own haunted history, she risks everything in the process. This novel explores the narratives we share and those we keep hidden, as characters seek to understand their origins and envision their futures. Startling, inventive, and profoundly moving, it delves into the complexities of storytelling and identity.

      The Morningside
      3,6