"Everything is always topsy-turvy here," he said. A small town in the Ural mountains is the backdrop to the heartbreak and joys of a Russian-Jewish family, witnessing romance and illness, funerals and friendships, and the catastrophe of wartime invasion. Amidst the snowy peaks of the Ararat valley, a married couple from Moscow admire the view from their hotel balcony, unprepared for the absurdist realities of tourism in the USSR. From chandeliered metro stations to institute bus stops, monolithic skyscrapers and cockroach-infested apartments, Leonid Tsypkin evokes the tragicomedy of Soviet existence in transcendental prose.
Leonid Tsypkin Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Leonid Tsypkin, ein ausgebildeter Mediziner und Forscher, wandte sich erst später in seiner Karriere dem Schreiben zu und entwickelte einen ausgeprägten Stil des Bewusstseinsstroms. Seine Werke tauchen tief in Themen wie Rache, Erinnerung und die Konfrontation des Individuums mit systemischer Unterdrückung ein, oft durch sorgfältig recherchierte, aber fiktionalisierte Darstellungen. Tsypkin verbindet meisterhaft akribische Details mit eindringlicher Vorstellungskraft und bietet den Lesern eine einzigartige und fesselnde literarische Erfahrung.





Zypkins Meistererzählung über die Sowjetrealität in den siebziger Jahren Es grenzt an ein Wunder, dass die Manuskripte Leonid Zypkins in der Schublade überdauert haben: In der Sowjetunion durfte er nicht veröffentlichen, erst postum wurden seine Bücher weltweit entdeckt und gefeiert. Endlich erscheint seine wichtigste Erzählung auf Deutsch: Als der sowjetisch-jüdische Jurist Boris Lwowitsch und seine Frau Tanja vom höchsten Punkt einer armenischen Grenzstadt auf den Berg Ararat blicken und die Winde aus allen Himmelsrichtungen spüren, wächst ihre Sehnsucht nach »drüben«, nach mehr Freiheit ins Unermessliche. Ihr Aufenthalt endet abrupt, als sie durch einen Fehler in der Hotelreservierung von der unnachgiebigen Direktorin rüde aus ihrem Zimmer geworfen werden. Findet Boris einen Weg, sich gegen die Willkür aufzulehnen? Eine literarische Imagination über die unvergleichliche Kraft, die aus der Hoffnung auf eine bessere Zukunft erwächst. »Ein kleines literarisches Werk von erstaunlicher Originalität.« NEW YORK REVIEW OF BOOKS »Eine der schönsten Entdeckungen der jüngeren Literatur.« DIE ZEIT
Die bewegende Familiengeschichte von Zypkin beschreibt die Flucht seiner Familie vor den Nazis und das Schicksal der zurückgebliebenen Verwandten. In assoziativen Erzählungen verwebt er Vergangenheit und Gegenwart und thematisiert das Erinnern an die Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Ein eindringliches Werk gegen das Vergessen.
»Eines der schönsten, anregendsten und originellsten literarischen Werke des vergangenen Jahrhunderts.« Susan Sontag. Leonid Zypkin setzt mit diesem virtuosen Roman seinem literarischen Idol Dostojewski ein Denkmal. Susan Sontag stieß zufällig in einer Bücherkiste auf eine alte Ausgabe und rettete das Meisterwerk vor dem Vergessen. Virtuos verschränkt der Erzähler seine eigene Gegenwart, die bedrohliche Sowjetrealität, in der es Bücher wie seines nicht geben darf, mit der fiebrig pulsierenden Vergangenheit, in der der Held mit seiner jungen Frau Anna Grigorjewna nach Baden-Baden reist, ins Eldorado aller Spieler … Zypkin verwebt Faktisches mit Fiktionalem zu einem eindringlichen, leidenschaftlichen Rausch. Erstmals mit den Originalfotos des Autors »Der Triumph eines Mannes aus dem Untergrund.« New York Review of Books »Ein einzigartiger Klassiker, der gerade noch rechtzeitig aus dem Kerker der Zensur befreit wurde.« James Wood, The Guardian »Eine der schönsten Entdeckungen der jüngeren Literatur.« Christoph Keller, Die Zeit