Mike Davis ist bekannt für seine scharfsinnigen Untersuchungen von Macht und sozialer Klasse, insbesondere in seiner Heimat Südkalifornien. Seine Arbeit taucht tief in die komplexen Beziehungen zwischen Stadtentwicklung, wirtschaftlichen Kräften und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen ein. Davis ist bekannt für seine kritische Perspektive und sein Engagement, die verborgenen Machtstrukturen aufzudecken, die das Leben der Menschen prägen. Seine umfangreichen Gesellschaftskommentare bieten eine wichtige Perspektive, um heutige Herausforderungen zu verstehen.
Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter
Mike Davis untersucht in seiner politischen Ökologie des Hungers die Zusammenhänge von Weltklima und Weltökonomie im imperialistischen Zeitalter, die zur Entstehung der Dritten Welt führten und bis heute Einfluss haben.
Los Angeles, einst der Garten Eden im Land ewigen Sonnenscheins, wird seit Jahrzehnten von einer alttestamentarisch anmutenden Abfolge von Katastrophen heimgesucht: Sturmfluten, Tornados, Erdbeben, Dürre, Großfeuer und bürgerkriegsähnliche Unruhen. Gleichzeitig wird in Filmen und Romanen lustvoll der Untergang der Stadt inszeniert. Was heißt das für unsere Vorstellung von Stadt, was steht hinter den Endzeitvisionen? Lebendig erzählt Mike Davis die geheime politische Geschichte der realen und imaginären Katastrophen und enthüllt dabei den engen Zusammenhang zwischen ökologischen Todsünden, sozialer Ungerechtigkeit und einer nur den "Marktgesetzen" verpflichteten Urbanisation.
Mike Davis konstatiert in diesem ambitionierten und verstörenden Buch eine 'Kopernikansche Wende' der menschlichen Siedlungsgeschichte. Denn nie zuvor überstieg der Anteil der Stadtbevölkerung den Anteil der auf dem Land Wohnenden und nie zuvor sah sich eine ungeheure Anzahl von über einer Milliarde Menschen gezwungen, ihr Überleben in Armut, im Schmutz der Müllhalden, ohne (sauberes) Wasser, ohne Toiletten, ohne irgendeine Art der Gesundheits- oder Sozialversorgung zu organisieren. Die Megaslums des 'Südens' sind Ausdruck einer im höchsten Maße ungleichen und instabilen urbanen Welt. Hier treffen die sozialen Fronten der Globalisierung in radikaler Weise aufeinander.
Los Angeles verkörpert für Mike Davis den Prototypus der kapitalistischen Stadt, die zunehmend dystopische Züge annimmt. Eine Immobilienwirtschaft, die das Stadtbild im Interesse maximalen Gewinns umpflügt; Privatisierung des öffentlichen Raums, Überwachung, Festungsarchitektur und Sicherheitsparanoia; ein rassistisches Polizeidepartment, das Krieg gegen die Schwarze und Chicano-Jugend führt; Riots und Aufstände der Marginalisierten sind die Themen seiner Maßstäbe setzenden Erkundungen. Mit »City of Quartz« hat Mike Davis ein Pionierwerk verfasst, das schnell zu einem internationalen Klassiker der Stadtentwicklungssoziologie avancierte. Es erhielt den Preis »Best Book 1990« der American Social Science Association und stand auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste.
Das Verschwinden öffentlicher Räume, ausufernde Siedlungssysteme, Segregation, soziale Verelendung, Migration und Rassismus, die Glücksspielindustrie in Las Vegas sowie das Gefängnissystem in den USA sind die Themen, die im Mittelpunkt des Sammelbandes stehen. Migrantlnnen, Niedriglohnarbeiterlnnen und Umweltgruppen sind die neuen Hoffnungsträger einer sozialen Bewegung, die sich gegen den sozialen und ökologischen Bankrott des neon-westlichen Systems zu formieren beginnt.
Mike Davis geht in seiner Untersuchung der Frage nach, welche Gefahren im globalen Maßstab durch die Entwicklung und Verbreitung neuer Grippeviren, insbesondere der Vogelgrippe, drohen.
Exploring the paradox of the absence of a mass working-class party in the United States, the essays delve into the historical trajectory of American democracy, starting from the Jacksonian era to the emergence of the New Right and Reagan's re-election. Mike Davis critically analyzes key events and movements, offering insights into the complexities of class struggle and the challenges faced by progressive politics in America. The work serves as a thought-provoking examination of the interplay between capitalism and democracy in shaping political landscapes.
More than half of the world’s population now lives in urban areas, and a billion of these urban dwellers reside in neighborhoods of entrenched disadvantage—neighborhoods that are characterized as slums. Slums are often seen as a debilitating and even subversive presence within society. In reality, though, it is public policies that are often at fault, not the people who live in these neighborhoods. In this comprehensive global history, Alan Mayne explores the evolution and meaning of the word “slum,” from its origins in London in the early nineteenth century to its use as a slur against the favela communities in the lead-up to the Rio Olympics in 2016. Mayne shows how the word slum has been extensively used for two hundred years to condemn and disparage poor communities, with the result that these agendas are now indivisible from the word’s essence. He probes beyond the stereotypes of deviance, social disorganization, inertia, and degraded environments to explore the spatial coherence, collective sense of community, and effective social organization of poor and marginalized neighborhoods over the last two centuries. In mounting a case for the word’s elimination from the language of progressive urban social reform, Slums is a must-read book for all those interested in social history and the importance of the world’s vibrant and vital neighborhoods.