Nino Haratischwili reicht den Schlüssel zum Stadtschreiberhaus in Bergen-Enkheim an ihren Nachfolger Dinçer Güçyeter weiter. Die Reden, die die scheidende 50. Stadtschreiberin und der neue Stadtschreiber anlässlich des Stadtschreiberfests 2024 gehalten haben, finden sich in diesem Buch ebenso wie ein Gespräch mit den beiden, kurze Textproben und allgemeine Informationen rund um den Preis und die Preisträger:innen. Zudem wird die Festrede von Manja Präkels abgedruckt.
Nino Haratischwili Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Nino Haratischwili, gebürtig aus Georgien, ist eine gefeierte Theaterregisseurin, Dramatikerin und Romanautorin. Ihre künstlerische Laufbahn umfasst die Leitung einer unabhängigen Theatergruppe sowie das Studium der Film- und Theaterregie. Ihre Texte, oft von antiken Mythen inspiriert und neu interpretiert, inszeniert und veröffentlicht sie selbst in Deutschland und Georgien. Ihr Werk zeichnet sich durch einen starken erzählerischen Stil und tiefe Einblicke in die menschliche Psyche aus.







Ein Stück über den Krieg vor Trojas Toren und in den Köpfen, das individuelle Schuld thematisiert und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermittelt.
Nino Haratischwilis preisgekröntes Theaterstück wird als Bilderbuch erzählt. Der neunjährige Anand träumt von einem Zirkusleben, während er Plüschtiere in einer Fabrik näht. Sein Löwe mit dem schiefen Auge soll eine Nachricht an "Gott in Europa" überbringen und erlebt eine abenteuerliche Reise durch verschiedene Länder, die letztlich Anand und seiner Familie Glück bringt.
Die Griechen vor den Mauern Trojas: der Kampf der Systeme ist zum Stellungskrieg geworden, als das Volk der Amazonen vor dem Heerlager erscheint. Die Amazonen sind stolze Kämpferinnen – an ihrer Spitze: die Königin Penthesilea auf der Suche nach dem einst glänzenden Helden Achill. Sie, die das nicht darf, liebt ihn. Und er, der das nicht sagen kann, liebt sie. Beide sind des Mordens müde. Aber der Krieg ist größer als jede Heldin und jeder Held. Und so entspinnt sich ein unerbittliches Spiel aus Liebe und Tod, während die Schlachtfelder ringsum zum Leben erwachen. Nach "Phädra, in Flammen" ist "Penthesilea. Ein Requiem" der zweite Teil von Nino Haratischwilis Theater-Trilogie über starke Frauenfiguren aus der griechischen Mythologie. Der abschließende dritte Teil, Klytämnestra, ist für Herbst 2024 geplant.
Nach den Erfolgen ihrer Romane „Das achte Leben (Für Brilka)“ und zuletzt „Das mangelnde Licht“ (beide in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen) hat Nino Haratischwili ein neues Theaterstück geschrieben: PHÄDRA, IN FLAMMEN ist der erste Teil einer Trilogie über starke Frauen aus der Mythologie. Die Uraufführung am Berliner Ensemble ist für Mai 2023 geplant. Lange schon bewegt sich nichts mehr in Athen. König Theseus ist alt geworden; seine Gattin Phädra gelangweilt – sie sehnen sich danach, die Macht abzugeben und sich zurückzuziehen. Demophon, der Erstgeborene, steht bereit und muss nur noch eben verheiratet werden. Doch mit seiner Braut Persea hält auch Unruhe Einzug in Athen – und in Phädras Leben. Der Hoffnung auf Neues stehen die Ansprüche des Alten gegenüber, religiöser Fundamentalismus macht sich breit, und die bestehende Ordnung gerät, politisch wie privat, ins Wanken. Plötzlich will auch Theseus nichts mehr von einer Machtübergabe wissen, und sein Zweitgeborener Acamas beginnt immer mehr gegen die Wünsche des Vaters zu rebellieren. Mit der Überschreibung des antiken Phädra-Mythos wirft Nino Haratischwili, mit Blick auf die politische Weltlage, Fragen nach Macht, Emanzipation und Revisionismus auf.
Przejmująca epicka opowieść rozgrywająca się na tle zmieniającej się Europy XX wieku Początek XX wieku. Mroźna zima. Na świat przychodzi Stazja, córka najsłynniejszego w carskiej Rosji gruzińskiego wytwórcy czekolady. Wraz ze Stazją i kolejnym pokoleniami rodziny Jaszich zanurz się w gąszcz historii najkrwawszego ze stuleci. Od pierwszej wojny światowej przez rewolucję październikową i drugą wojnę światową do początku XXI wieku. Od gruzińskich wybrzeży Morza Czarnego po Berlin, Paryż i Londyn. Ósme życie to jeden z najpiękniejszych, a jednocześnie dręczonych przeszłością głosów młodego pokolenia przypominający o wciąż nieodrobionej lekcji historii Europy. Nino Haratischwili stworzyła powieść, na jaką czeka się latami: epicki rozmach, pełnokrwiści bohaterowie, wielkie namiętności i cudowny, plastyczny styl.
Das mangelnde Licht
Roman | Der jüngste Roman der großen georgisch-deutschen Erzählerin – wochenlang auf der Bestsellerliste und von Kritikern hoch gelobt
- 832 Seiten
- 30 Lesestunden
»Ein furioser Roman.« Katja Weise, NDR Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der Achtzigerjahre vier Mädchen zusammen, auf den ersten Blick so unterschiedlich wie irgend denkbar und doch aufs Innigste miteinander verbunden. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengen. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Begegnung, die vielleicht Vergebung möglich macht. Nino Haratischwili begeisterte mit ihrem fünften Roman Kritiker:innen und Leser:innen gleichermaßen, indem sie ganz der Kraft der Geschichte um die vier Freundinnen vertraut. Der großen georgisch-deutschen Erzählerin gelingt hier ein weiteres Mal der Spagat zwischen dem faszinierenden Porträt eines Landes im stetigen Umruch und einer intimen Untersuchung einer Freundschaft. »Wortreich, anschaulich, bildgewaltig.« Tilman Spreckelsen, FAZ »Der bislang beste Roman von Nino Haratischwili. Respekt! « Denis Scheck, ARD Druckfrisch
Die Katze und der General
Roman | Von der Autorin von »Das achte Leben (Für Brilka)« und »Das mangelnde Licht«
- 768 Seiten
- 27 Lesestunden
Alexander Orlow, ein russischer Oligarch, beginnt ein neues Leben in Berlin, doch die Erinnerungen an den Ersten Tschetschenienkrieg verfolgen ihn. Besonders quält ihn die Schuld an der jungen Tschetschenin Nura, die ihn nicht loslässt. Als er in Berlin auf eine exzentrische georgischstämmige Schauspielerin trifft, die Nura ähnlich sieht, wird der Zeitpunkt der Abrechnung eingeläutet. Ab diesem Moment verflechten sich die Schicksale der Figuren wie in einem Zauberwürfel, wobei Liebe und Schuld eine verborgene Achse bilden. Sie sind Teil eines tödlichen Spiels, das mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallt. Der Roman erkundet die Abgründe, die zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs entstanden sind, und beleuchtet den russischen Imperialismus sowie die Brutalität des Krieges. Spannend wie ein Thriller und berührend wie ein Drama, thematisiert Haratischwilis viertes Werk den Krieg in Ländern und Köpfen sowie die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Es ist ein fesselnder Roman von nahezu Tolstoi'scher Wucht, der die Leser in seinen Bann zieht.
Žuža
- 349 Seiten
- 13 Lesestunden
Das Achte Leben (für Brilka)
- 1280 Seiten
- 45 Lesestunden
„Ein Solitär in der deutschen Gegenwartsliteratur.“ Deutschlandfunk Dieser Roman ist über die Literaturwelt gekommen wie ein Naturereignis: ein wuchtiges Familienepos, das am Beispiel von sechs Generationen außergewöhnlicher Frauen das ganze pralle 20. Jahrhundert mit all seinen Umbrüchen und Dramen, Katastrophen und Wundern erzählt. Vom Georgien am Vorabend des Ersten Weltkriegs bis ins Deutschland zu Anfang des neuen Millenniums spannt Nino Haratischwili den Bogen. Alles beginnt mit Stasia, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten. Mit ihrer Geburt setzt die Geschichte ein, die fortan wie ein gewaltiger Strom mit unzähligen Nebenarmen und Verwirbelungen durch Europa zieht und den Leser bis zur letzten Seite in ihrem Sog gefangen hält. Ein unvergessliches, überwältigendes Leseerlebnis.
