In der Schrift «Erotes» (Zweierlei Liebe) des spätantiken Autors Lukian (ca. 120–180 u. Z.) halten - eingebettet in eine Rahmenerzählung - zwei Männer ihre Plädoyers für die nach ihrer Meinung edlere Form der Liebe: Charikles aus Korinth lobt die Liebe zur Frau, Kallikratidas aus Athen die Liebe zum Jüngling. Den Sieg erringt der Mann aus Athen, der «Hochburg der Pädophilie». Der Gymnasialprofessor Paul Brandt (1875–1929) übersetzte als «Hans Licht» erstmals Lukians Schrift ins Deutsche, da sich Christoph Martin Wieland, der bedeutende Lukian-Übersetzer, damit nicht hatte «beschmutzen» wollen.
Lucian of Samosata Bücher
1. Jänner 0120 – 1. Jänner 0200







Wahre Geschichten
- 93 Seiten
- 4 Lesestunden
Lukian (um 120 bis etwa 180), der größte Spötter des Altertums - aber auch nichts ist ihm heilig! Da läßt er die göttliche Hera dem allmächtigen Zeus eine Szene machen, weil er in seiner Menschenliebe gar zu weit geht, besonders sterblichen Frauen gegenüber. In den Totengesprächen kommt an den Tag, daß der große Alexander seinen weisen Lehrer Aristoteles doch nur für einen auf Reichtum bedachten Scharlatan hält. Und auch im Geplauder der holden Dienerinnen Aphrodites geht es nicht allein um Liebeszauber, schönen Schmuck, Tanz und Flötenspiel.
Satirische Gespräche und Geschichten
Charōn ē episkopuntes
- 83 Seiten
- 3 Lesestunden



