Aus Kafkas Eigenart, Tagebücher zu führen – autobiographische und literarische Texte dabei miteinander mischend –, wird deutlich, wie stark Kafkas jeweilige Lebenssituation auf das Entstehen seines literarischen Werkes gewirkt hat; sie geben den Blick unvermittelt frei in seine Werkstatt. 'Ich werde das Tagebuch nicht mehr verlassen. Hier werde ich mich festhalten. ' notiert er am 16. Dezember 1910. Neben diesen Tagebuchaufzeichnungen hat Kafka auch auf vier Reisen in den Jahren 1911 bis 1913 seine Eindrücke fixiert. Sie stehen in eigenen Heften und Notizblöcken, die die 12 erhaltenen Tagebuchhefte und zwei Restkonvolute (vermutlich eines weiteren Heftes) ergänzen. Dieser Text-Ausgabe liegt die Kritische Kafka-Edition zugrunde, das bedeutet, daß die Eintragungen den Heften entsprechend wiedergegeben werden, nicht nach der Chronologie.
Feliu Formosa Bücher




Ein verkrüppelter Junge findet seinen Platz im Leben: Bartolomé ist klein gewachsen wie ein Zwerg, seine Füsse sind verkrüppelt und am liebsten bewegt er sich auf allen Vieren fort. "Wie ein Hund!", sagen die Eltern und verbieten es ihm. Als sie nach Madrid ziehen, wird der missgestaltete Sohn ängstlich versteckt. Doch mit Hilfe seiner Geschwister kann Bartolomé lesen und schreiben lernen, denn er hat einen klugen Kopf. Durch einen Zufall erblickt ihn die Infantin, als er sich auf allen Vieren bewegt. Sie ist von dem "Menschenhündchen" begeistert und lässt ihn an den Hof holen. Bartolomé muss lernen, sich wie ein Hündchen zu benehmen, er wird geschminkt und entsprechend gekleidet. Schon bald wird ihm seine Rolle zur Qual, umso mehr, als ein anderes "Spielzeug" der Infantin, ein Zwerg, ihm das Leben schwer macht und sogar versucht, ihn umzubringen. Doch Bartolomé findet auch Freunde am Hof, der Geselle des Malers, der seine Schminke immer wieder erneuern muss und schliesslich sogar Velazquez selber. Ihnen verdankt er es, dass sein grösster Wunsch in Erfüllung geht: Er darf die verhasste Rolle des Hündchens aufgeben und Maler werden, in der Werkstatt des Meisters. Ab 10 Jahren, ausgezeichnet, Irene Beglinger-Flückiger
In einem Militärinternat in der österreichischen Provinz wird ein Schüler erpresst, gedemütigt und gequält. Der junge Törleß beteiligt sich an diesem sadistischen Spiel seiner Kameraden, fasziniert von der Macht, die er auf Schwächere auszuüben vermag. Seine 'Verwirrungen' beschreiben einen schmerzhaft durchlebten Prozess der Entwicklung und Erkenntnis: die Pubertät. Wohl kein Werk der Literatur hat diese so schmerzlich-intensiv geschildert wie Robert Musils Roman.
Diaris complets
- 704 Seiten
- 25 Lesestunden