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Éric Boury

    Isländische Könige
    Menschensöhne
    Frevelopfer
    • Zwei Todesfälle beschäftigen die Mordkommission Reykjaviks unter Kommissar Erlendur Sveinsson: Der pensionierte Lehrer Halldór Svavarsson stirbt in einem Feuer, das seine kleine Holzhütte zerstört hat. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass er brutal ermordet wurde. Zeitgleich begeht Daníel, ein Patient einer Nervenklinik und ehemaliger Schüler Svavarssons, Selbstmord. In diesem ersten Fall von Erlendur wird deutlich, dass die beiden Todesfälle tiefere Verbindungen zur Vergangenheit haben. Der Kommissar entdeckt, dass fast alle Schüler einer früheren Klasse Svavarssons unter mysteriösen Umständen gestorben sind, wobei ihm Pálmi, Daníels Bruder, hilft. Pálmi sucht jedoch auch selbst nach den Hintergründen und gerät dabei in große Gefahr. Indridason gelingt es, die Zerrissenheit des isländischen Volkes eindrucksvoll darzustellen, indem er Geschichten von zerstörten Existenzen und tragischen Familienverhältnissen erzählt. Kommissar Sveinsson kämpft mit seiner eigenen Beziehungslosigkeit und einer gescheiterten Ehe. Die Erzählung thematisiert die Arroganz und Skrupellosigkeit der Mächtigen, die schonungslos entlarvt werden. Trotz einer teils unglaubwürdigen Handlung bleibt die Darstellung des Lebens in Island eindringlich und schockierend.

      Menschensöhne2019
      3,6
    • Ein Knudsen fällt immer auf die Füße … In seinem neuen Roman greift Einar Már Gudmundsson geradezu genießerisch in die Vollen und formt aus zahllosen kuriosen Episoden rund um die schillernden Mitglieder der Knudsen-Dynastie, die seit zwei Jahrhunderten quer durch alle Berufe und Gesellschaftsschichten dem Fischerdorf Tangavík ihren Stempel aufdrückt, eine erfrischend humoristische Abrechnung mit der Vetternwirtschaft in der isländischen Gesellschaft: Ein Knudsen fällt immer auf die Füße. Alle sind sie Könige, alle sind sie in »der Partei«, und außer dem Parteibuch braucht ein Knudsen bei entsprechenden Fähigkeiten auch nicht unbedingt Zertifikate, um im Leben weiterzukommen. Tangavík steht dabei exemplarisch erst für die verruchten Hafenorte des 19. Jahrhunderts, die die unschuldige Bauernjugend mit Alkohol und Frauen ins Verderben stürzten, dann für die blühenden Fischereistandorte des 20. Jahrhunderts, und schließlich für die von smarten Bürgermeistern in die Pleite spekulierten Gemeinden des 21. Jahrhunderts.

      Isländische Könige2018
      2,0
    • „Es war ein Leichtes für ihn, in der Menge unterzutauchen. Die meisten anderen Gäste waren in seinem Alter und saßen oder standen mit Freunden oder Arbeitskollegen zusammen. Der Lärm war ohrenbetäubend. Er blickte sich in aller Ruhe um und sah einige Cliquen von Freundinnen, aber auch Frauen, die mit ihren Partnern da zu sein schienen, doch keine Frau ohne Begleitung. Er verließ die Kneipe, noch bevor er das Glas ausgetrunken hatte. Im dritten Lokal entdeckte er eine Frau, die er kannte. Seiner Schätzung nach war sie um die dreißig, und sie schien allein zu sein -“ Im angesagtesten Viertel von Reykjavík wird kurz darauf ein junger Mann mit durchtrennter Kehle aufgefunden. Er trägt das T-Shirt einer Frau. In seiner Wohnung wird ein Narkotikum entdeckt - eine Vergewaltigungsdroge. Kommissarin Elínborg übernimmt die Ermittlung und ist mit einem Mordfall konfrontiert, dem Taten vorausgingen, die nie gesühnt wurden.

      Frevelopfer2012
      3,7