Es ist nie zu spät, einem toten Kind Gerechtigkeit widerfahren zu lassen ... Eine junge Frau ist spurlos verschwunden. Verzweifelt wenden sich ihre Großeltern an den pensionierten Kommissar Konráð, den sie von früher kennen. Sie wissen, dass ihre Enkelin Drogen geschmuggelt hat, und nun ist sie unauffindbar. Eigentlich hat Konráð mit seiner beruflichen Vergangenheit abgeschlossen und widmet sich vor allem seiner eigenen Familiengeschichte. Doch als er bei seinen Recherchen auf ein kleines Mädchen stößt, das vor Jahrzehnten im Reykjavíker Stadtsee Tjörnin ertrunken ist, will er die Wahrheit unbedingt ans Licht zu bringen. War der Tod des Mädchens wirklich nur ein tragischer Unfall? Und gibt es eine Verbindung zum Verschwinden der jungen Frau? Übersetzt von Anika Wolf
Éric Boury Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Schattenwege
Island Krimi
Ein Mann wird in seiner Wohnung in Reykjavik ermordet aufgefunden. Auf seinem Schreibtisch liegen Zeitungsausschnitte aus den Kriegsjahren, die von einem brutalen Mord berichten: Ein Mädchen wurde damals mitten in der Stadt erdrosselt, dort, wo in jener Zeit das Lager des amerikanischen Militärs war. Konráð, ein pensionierter Polizist, erfährt davon. Er erinnert sich genau an den unaufgeklärten Mord. War der Ermordete nach so vielen Jahrzehnten dem Täter von damals auf die Spur gekommen?
Zwei Todesfälle beschäftigen die Mordkommission Reykjaviks unter Kommissar Erlendur Sveinsson: Der pensionierte Lehrer Halldór Svavarsson stirbt in einem Feuer, das seine kleine Holzhütte zerstört hat. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass er brutal ermordet wurde. Zeitgleich begeht Daníel, ein Patient einer Nervenklinik und ehemaliger Schüler Svavarssons, Selbstmord. In diesem ersten Fall von Erlendur wird deutlich, dass die beiden Todesfälle tiefere Verbindungen zur Vergangenheit haben. Der Kommissar entdeckt, dass fast alle Schüler einer früheren Klasse Svavarssons unter mysteriösen Umständen gestorben sind, wobei ihm Pálmi, Daníels Bruder, hilft. Pálmi sucht jedoch auch selbst nach den Hintergründen und gerät dabei in große Gefahr. Indridason gelingt es, die Zerrissenheit des isländischen Volkes eindrucksvoll darzustellen, indem er Geschichten von zerstörten Existenzen und tragischen Familienverhältnissen erzählt. Kommissar Sveinsson kämpft mit seiner eigenen Beziehungslosigkeit und einer gescheiterten Ehe. Die Erzählung thematisiert die Arroganz und Skrupellosigkeit der Mächtigen, die schonungslos entlarvt werden. Trotz einer teils unglaubwürdigen Handlung bleibt die Darstellung des Lebens in Island eindringlich und schockierend.
Isländische Könige
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
Ein Knudsen fällt immer auf die Füße … In seinem neuen Roman greift Einar Már Gudmundsson geradezu genießerisch in die Vollen und formt aus zahllosen kuriosen Episoden rund um die schillernden Mitglieder der Knudsen-Dynastie, die seit zwei Jahrhunderten quer durch alle Berufe und Gesellschaftsschichten dem Fischerdorf Tangavík ihren Stempel aufdrückt, eine erfrischend humoristische Abrechnung mit der Vetternwirtschaft in der isländischen Gesellschaft: Ein Knudsen fällt immer auf die Füße. Alle sind sie Könige, alle sind sie in »der Partei«, und außer dem Parteibuch braucht ein Knudsen bei entsprechenden Fähigkeiten auch nicht unbedingt Zertifikate, um im Leben weiterzukommen. Tangavík steht dabei exemplarisch erst für die verruchten Hafenorte des 19. Jahrhunderts, die die unschuldige Bauernjugend mit Alkohol und Frauen ins Verderben stürzten, dann für die blühenden Fischereistandorte des 20. Jahrhunderts, und schließlich für die von smarten Bürgermeistern in die Pleite spekulierten Gemeinden des 21. Jahrhunderts.
Der Reisende
Island Krimi
Ein Handelsreisender wird in einer Wohnung in der Innenstadt ermordet aufgefunden. Der gezielte Schuss in den Kopf, der ihn getötet hat, erinnert an eine Hinrichtung. Der Verdacht der Polizei fällt sofort auf die ausländischen Soldaten, die während der Kriegsjahre die Straßen Reykjavíks bevölkern. Thorson, kanadischer Soldat mit isländischen Wurzeln, und Flóvent von der Reykjavíker Polizei nehmen die Ermittlungen auf. Hat der Mord etwas mit Aktivitäten der Nationalsozialisten auf der Insel zu tun? Flóvent und Thorson müssen schnell Ergebnisse vorweisen, da das US Militär droht, ihnen den Fall zu entziehen ...
Frühjahr 1943. In Reykjavík herrscht eine angespannte Stimmung - Island ist von den Amerikanern besetzt. In diesen unruhigen Zeiten wird nahe einer Soldatenkneipe im Stadtzentrum ein Mann brutal erstochen. Kommissar Flóvent und sein kanadischer Kollege Thorson von der Militärpolizei nehmen die Ermittlungen auf, während Flóvent noch mit einem anderen Fall befasst ist: Eine männliche Leiche wurde am Strand der Nautholsvík-Bucht angespült. Stehen die Tode mit den Kriegsereignissen in Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld und geraten dabei selbst in Gefahr ... GRAUE NÄCHTE wurde mit dem Isländischen Krimipreis ausgezeichnet.
Frevelopfer
- 384 Seiten
- 14 Lesestunden
In einer Wohnung mitten in Reykjavík wird ein Mann tot aufgefunden - mit durchtrennter Kehle. Der Täter scheint das Opfer gekannt zu haben, denn nichts weist auf einen Einbruch hin. Kommissarin Elinborg findet am Tatort einen Kaschmirschal, der einen merkwürdigen Geruch verströmt, und in der Jackentasche des Opfers eine Vergewaltigungsdroge. Erlendurs Kollegin ahnt, dass der Mord die Rache für ein brutales Verbrechen war. Und ihm Freveltaten vorrausgingen, die nie gesühnt werden können ...Während Kommissar Erlendur in de Ostfjorden seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten versucht, ermittelt Elínborg in einem Mordfall, der nicht nur sie erschüttert.
Kälteschlaf
- 386 Seiten
- 14 Lesestunden
An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird: Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat ... Ausgezeichnet mit dem Blóðdropinn , dem Isländischen Krimipreis
Points: Le Dresseur d'insectes
- 448 Seiten
- 16 Lesestunden
Au lendemain de la grande fête des commerçants de Akureri, la grande ville du Nord de l’Islande, on dénombre de nombreuses gueules de bois, quelques dépucelages, plusieurs agressions, plusieurs viols aussi. Mais une femme qui se présente son le nom de Victoria demande à Einar, le correspondant local du Journal du soir, de se rendre immédiatement, avec la policer, dans une "maison hantée" de la vieille ville : ils y découvrent le corps d’une jeune fille étranglée. Personne n’a signalé de disparition.Peu après, Einar apprend que son informatrice, entrée dans une clinique de désintoxication, a été assassinée. Fort de son expérience d’ancien alcoolique, il se fait interner pour mener son enquête.Résistant à la pression de son rédacteur en chef avide de sensationnel, il saura découvrir l’identité réelle des deux victimes, engluées dans des relations perverses, et impuissantes devant les puissances de la modernité qui transforment à marche forcée une société dans laquelle la famille a gardé toute son importance. L’auteur prend le temps de nous présenter ses personnages et leurs ressorts intimes, il nous embarque dans un monde qu’il construit avec beaucoup d’ironie et de tendresse et dont la bande-son très rock and blues, d’où est tiré le titre du livre, donne l’ambiance.


