Kim jesteś, Elizabeth Costello? Matka, siostra, kochanka, pisarka,
Australijka. Niekonwencjonalna starsza pani. Kontrowersyjna wykładowczyni o
ciętym języku. Zatroskana kondycją świata i pochylająca się nad losem zwierząt
świadoma siebie kobieta. Najbardziej rozpoznawalna postać stworzona przez J.M.
Coetzee’go, uznana za jego porte-parole. Przełamująca granice gatunków
Elizabeth Costello od ponad dwudziestu lat prowokuje i inspiruje, wymykając
się jednoznacznym ocenom. Obok tej książki nie sposób przejść obojętnie.
A poignant exploration of love and the complexities of human relationships unfolds through the eyes of pianist Witold, whose deep infatuation with Beatriz transforms their lives. The narrative delves into the emotional intricacies and evolving dynamics between the characters, highlighting how passion can reshape identities and connections.
In seiner Künstlernovelle »Der Pole« entwirft der Nobelpreisträger J. M. Coetzee eine zarte, elegische Liebesgeschichte, die spröde beginnt und traurig schön endet. Der Protagonist, ein ergrauter Maestro, ist Pianist, für den die Schönheit Chopins in der Präzision liegt. Beatriz ist nach seinem Konzert in Barcelona als Gastgeberin nur eingesprungen, doch der Pianist entdeckt in ihr den Stern, dem seine Liebe folgen will. Beatriz kommen seine Interpretationen von Chopins Nocturnes etwas reizlos vor und seine Liebeserklärung in Form eines Gedicht-Zyklus in einer fremden Sprache stellt sie vor die Herausforderung deren Bedeutung erst mühsam dechiffrieren zu müssen. Dennoch entwickelt sich zwischen beiden eine Liebesbeziehung, die die Schwierigkeif aufzeigt, wahre Gefühle zu übermitteln. In einem wahren Meisterwerk entwickelt J. M. Coetzee eine Erzählung, in der es um den richtigen Ausdruck für die Leidenschaft geht, der den anderen überzeugt und so schwer zu finden ist wie der wahre Tastenanschlag für Chopin. Mit der Erkenntnis, dass man ihn manchmal auch zu spät erst findet…
»Mit welch eleganter Reduktion Coetzee diese Geschichte entblättert, leichtfüßig und klug, ganz zu schweigen von dem Humor – das ist alles wunderbar!« Jan Wilm
»Eine Sprache, die sich auf die kleinen Dinge des Lebens konzentriert.« Marie-Luise Knott, Deutschlandfunk, zu »Ein Haus in Spanien«
Not long after, Auster received a letter from Coetzee, suggesting they begin
exchanging letters on a regular basis and, 'God willing, strike sparks off
each other'. Here and Now is the result of that proposal: an epistolary
dialogue between two great writers who became great friends.
Author J.M. Coetzee sold his house in Cape Town, unaware that he was leaving behind unique documents from his teenage years. In the attic of his former home, the new owners discovered a forgotten brown suitcase and a large cardboard box, containing a complete photographic archive of old prints and negatives from Coetzee’s childhood never seen before. The book also has an exclusive interview with John Coetzee about his boyhood and photo experiments.
J. M. Coetzee unternimmt in seiner »Jesus-Trilogie« eine Reise an das Ende erzählerischer Gewissheiten. Seine Figuren sind ans Land gespülte Menschen. Sie alle sind auf der Suche nach einer Bedeutung, die über sie hinausreicht, sie mit etwas verknüpft, das ihrem Leben »Sinn« verleiht, so fragil er auch sei. »Der Tod Jesu« hat unvergleichliche Sogkraft: David, das Kind, wendet sich von der improvisierten Familie ab, die Simon ihm geschaffen hat. Er will ins Waisenhaus, vor allem will er dort in das Fußballteam. Aber es geht nicht lange gut und David liegt im Spital, in das Kinder und Erwachsene pilgern, um seine Geschichten zu hören. Mit jeder Geschichte, die er erzählt, zieht er sich langsam aus dem Leben zurück. Mit einem Stil, so »scharfsichtig, unsentimental und gnadenlos präzise« (Deutschlandfunk), untersucht der Nobelpreisträger den Abglanz einer Hoffnung, das sanfte Leuchten einer verlorenen Illusion. Die ersten beiden Bände der Trilogie »Die Kindheit Jesu« (2013) und »Die Schulzeit Jesu« (2018) sind ebenfalls bei S. FISCHER erschienen.
A new collection of twenty-three literary essays from the Nobel Prize–winning author. J. M. Coetzee’s latest novel, The Schooldays of Jesus, is now available from Viking. J. M. Coetzee is not only one of the most acclaimed fiction writers in the world, he is also an accomplished and insightful literary critic. In Late Essays: 2006–2016, a thought-provoking collection of twenty-three pieces, he examines the work of some of the world’s greatest writers, from Daniel Defoe in the early eighteenth century to Goethe and Irène Némirovsky to Coetzee’s contemporary Philip Roth. Challenging yet accessible, literary master Coetzee writes these essays with great clarity and precision, offering readers an illuminating and wise analysis of a remarkable list of works of international literature that span three centuries.
"The Palestine Festival of Literature was established in 2008. Bringiong together writers from all corners of the globe, it aims to help Palestinians break the cultural siege imposed by the Isreali military occupation, to strengthen their artistic links with the the rest of the world."--Book flap
A writer of JM Coetzee's stature needs no preamble... This book emerges as an
engaging series of master classes in novel writing, from which we might distil
a selection of dos and don'ts Lauren Elkin Guardian
Flüchtig und spröde, leuchtend und skeptisch, verschattet und schön – die drei Meistererzählungen J. M. Coetzees ›Ein Haus in Spanien‹, ›Nietverloren‹ und ›Er und sein Mann‹ in einem Band. Die unverhoffte Wiederbegegnung mit einem Ort aus der Kindheit, das Wiederkennen einer existentiellen Situation, die Sehnsucht nach einem autarken Leben: Das alles wird zum Beginn erzählerischer Meditationen, die in den Falten der Geschichten, in dem, was sie verbergen, eine Wahrheit finden. Flüchtig und spröde, leuchtend und skeptisch, verschattet und schön – eine Erzählung des zurückgekehrten Robinson Crusoe beschließt diesen Band. Heimgekehrte Schiffbrüchige – vielleicht ist das eine der vielen Signaturen von Coetzees rätselhaftem Werk.
Ein Gespräch über Wahrheit, Erfindung und Psychotherapie
256 Seiten
9 Lesestunden
»Die Geschichten, die wir über uns selbst erzählen, mögen nicht wahr sein, aber sie sind alles, was wir haben.« Wir alle erzählen Geschichten - Schriftsteller alleine für sich, wir für andere, gemeinsam mit einem Therapeuten, um das Rätsel unserer Biographie zu lösen. Wir sind von Geschichten umstellt und spinnen sie in einem fort. Doch steckt überhaupt eine Wahrheit hinter den Varianten, Versuchen, Projektionen? J. M. Coetzee geht in seinem Austausch und Briefwechsel mit der Psychotherapeutin Arabella Kurtz diesen Fragen nach. Ausgehend von seiner eigenen Arbeit, mit Exkursen zu Dostojewskij und Cervantes sowie Rückgriffen auf das eigene Leben, diskutieren sie Antworten in dem von Sigmund Freud und Melanie Klein abgesteckten Feld. »Coetzees Stil ist wie immer eindringlich und konzentriert ... Kurtz erweckt die psychoanalytischen Konzepte und Praxis mit einer seltenen Präzision und Unmittelbarkeit zum Leben.« Literary Review
In der Fortsetzung von »Die Kindheit Jesu« schreibt der Nobelpreisträger J. M. Coetzee in seinem neuen Roman über Immigration und das Rätsel vom Ankommen. Der kleine Junge David und seine Stiefeltern Inés und Simón geraten auf der Suche nach einem neuen Leben nach Estrella. Beschützt von seinem Hund Bolívar schließt David neue Freundschaften und tobt über die Felder. Aber er wird schon sieben und muss eine Schule finden. Unterstützt von den geheimnisvollen drei Schwestern wird David in die Tanzakademie aufgenommen. In seinen goldenen Tanzschuhen lernt er, die edlen Zahlen vom Himmel zu rufen. J. M. Coetzee entfaltet sein Denken in Geschichten, die Fragen stellen, und gibt sie dem Leser als Rätsel weiter. Existentielle Situationen stellt er in seinen Romanen wie auf einer Experimentierbühne nach: was es bedeutet, Eltern zu sein, heranzuwachsen, seinen Platz im Leben zu finden
J.M. Coetzee and Arabella Kurtz engage in a compelling dialogue about psychotherapy and storytelling, exploring the relationship between personal narrative and identity. Coetzee questions whether he is the conscious author of his life story or merely a voice expressing inner thoughts. Kurtz suggests that psychoanalysis aims to liberate the autobiographical imagination. Their discussion reveals how narrative shapes both individual psychology and broader social contexts, including classrooms, gangs, and national identities that incorporate the legacies of ancestors. While the writer controls their narrative, the therapist collaborates with the patient to create a meaningful account of their life. The authors draw on literary figures like Cervantes and Dostoevsky, alongside psychoanalysts such as Freud and Melanie Klein, to examine the human desire for self-examination and the challenges faced in articulating personal stories. This meeting of minds is both illuminating and thought-provoking, highlighting the complexities of narrative in understanding ourselves and our place in the world.
2008, kurz nachdem sie sich in Australien begegnet waren, schrieb J. M. Coetzee an Paul Auster in New York und bot ihm an, gemeinsam einen Briefwechsel zu führen. Bis 2011 debattieren sie freimütig sie über den Lauf der Welt: von Tennis bis Vatersein, von erotischer Attraktion bis Finanzkrise, von Hochzeit zu Liebe. Scharfsinnig denken sie über unsere Gegenwart nach und bieten dem Leser in ihren manchmal ausgelassenen Briefen Einblick in ihr Leben und ein ungeschütztes Porträt ihrer Freundschaft. Und sie erklären, warum es manchmal besser ist, Laub zu harken, als Romane zu lesen.
Although Paul Auster and J.M. Coetzee had been reading each other's books for years, the two writers did not meet until February 2008. Not long after, Auster received a letter from Coetzee, suggesting they begin exchanging letters on a regular basis and, 'God willing, strike sparks off each other.' Here and Now is the result of that proposal: an epistolary dialogue between two great writers who became great friends. Over three years their letters touched on nearly every subject, from sports to fatherhood, film festivals to incest, philosophy to politics, from the financial crisis to art, family, marriage, friendship, and love. Their correspondence offers an intimate and often amusing portrait of these two men as they explore the complexities of the here and now and is a reflection of two sharp intellects whose pleasure in each other's friendship is apparent on every page.
Berlinde De Bruyckere (b 1964) is a Belgian artist who specializes in
sculpture using various media, including wax, wood, wool, and horse skin and
hair. Published to coincide with De Bruyckere's participation in the 2013
Venice Biennale, this illustrated catalogue traces her work from conception to
installation.
J. M. Coetzees großer Roman »Die Kindheit Jesu« ist ein dunkler Meteor voller Überraschung, Schönheit und Intensität.
Ein Mann und ein Kind kommen in ein fremdes Land. Sie haben keine genaue Erinnerung an ihr früheres Leben, erhalten neue Namen, müssen eine neue Sprache erlernen und sich seltsam unvertrauten Sitten anpassen. Und der Mann muss dem Kind die Mutter suchen, die es auf der Flucht verloren hat. Selbst als das zu gelingen scheint, werden sie wieder gezwungen, ihr Flüchtlingsdasein fortzusetzen und aufs Neue nach einer Heimat zu suchen.
Emigration, Einsamkeit, die Rätsel einer Ankunft. In einem dunklen Glas spiegelt der Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee unsere Welt, so dass sich alles Nebensächliche unseres Umgangs verliert und die elementarsten Gesten sichtbar werden.
»Die Kindheit Jesu« ist der Auftakt einer Trilogie, deren Fortsetzung 2017 unter dem Titel »Die Schulzeit Jesu« bei S. Fischer erschien.
»Wundervoll und wunderlich.«Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel
›Szenen aus einem Provinzleben‹ versammelt die drei Bücher, in denen J. M. Coetzee seine Biographie zum Vexierbild seines Lebens macht: ›Der Junge‹, ›Die frühen Jahre‹ und ›Sommer des Lebens‹. In einer Kleinstadt in Südafrika lernen wir einen jungen Knaben kennen, mit seinem Vater überkreuz und von seiner Mutter mit Liebe verfolgt. Trotz der rauen Mitschüler kämpft er sich durch, studiert Mathematik und kann seiner Heimat nach London entfliehen. Doch er wird kein Künstler, sondern Programmierer - ein Außenseiter, dessen Rückkehr nach Südafrika Jahre später im ironisch gebrochenen dritten Teil ein Biograph erforscht. ›Szenen aus einem Provinzleben‹ ist das bald rührende, bald komische Porträt des Künstlers als junger Mann von einem der gefeiertsten Autoren der Gegenwart.
(seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
'Einer der besten Schriftsteller der Welt' Sunday Times Mit ›Sommer des Lebens‹ gewährt uns J. M. Coetzee überraschend Einblick in seine entscheidenden Lehrjahre als Schriftsteller. Aus Amerika zurückgekehrt, tuscheln die Verwandten hinter seinem Rücken: warum lebt er nur wieder hier in Südafrika bei seinem Vater und betoniert den Hof? Den Kopf voll Büchern und wilden Plänen, eine akademische Karriere, die nicht ins Laufen kommt, eine verheiratete Frau, die von dem rätselhaften Langhaarigen fasziniert ist, eine brasilianische Tänzerin, deren Tochter Nachhilfe braucht, schließlich die Cousine Margot und ein missglückter Ausflug ins Feld, der großen offenen Steppe, in der die Coetzee schon immer ihr Vieh hüteten. Voller Ironie und Witz dreht Coetzee die Erzählperspektive um: nicht er schildert die Geschichte, sondern ein junger Autor, der ihn nie kennengelernt hat, aber nun an seiner Biographie schreibt. Um Stoff zu gewinnen, interviewt er die Frauen dieses Sommers. Auf seinem Tonband sammeln sich ungeschminkte Porträts eines Künstlers als junger Mann, der über sein eigenes Begehren stolpert, aber schließlich die Stimme findet, deren Unbestechlichkeit wir so bewundern.
Hrdinka kruté a vášnivé novely, dcera majitele zapadlé farmy v Jižní Africe, pozoruje a komentuje život, z něhož jako by ji osud nadobro vyloučil. Její necitelný otec ji přehlíží, služebnictvo se jí bojí, ale současně jí pohrdá. Tato hořce moudrá, vzdělaná, inteligentní žena však svou zdánlivou pokorou a poddajností zastírá svoje zoufalé odhodlání nestát se jednou ze „ztracených pro historii“.
Když si její otec najde africkou milenku, vrhne se zběsile do přípravy pomsty – jako by šlo o prazvláštní chemickou reakci mezi kolonizátorem a kolonizovaným – a mezi evropskými tužbami a rozlehlostí a osamělostí Afriky.
Horečnatá, faulknerovsky hutná próza je silné, přesvědčivé dílo. J. M. Coetzee se v ní hluboce vcítil do své ústřední postavy a s jistotou přetvořil rodinný příběh v zrcadlo koloniální zkušenosti.
Coetzee's essays from 1986 to 1999, Inner Workings gathers together his
literary essays from 2000 to 2005. Coetzee further explores the work of six of
twentieth-century German literature's greatest writers: Robert Musil, Robert
Walser, Walter Benjamin (the Arcades Project), Joseph Roth, Gunter Grass, W.G.
J. C., ehemals bekannter Autor aus Südafrika, jetzt in Sydney lebend, ist die Hauptfigur in ›Tagebuch eines schlimmen Jahres‹, dem neuen Roman von John Coetzee, Literaturnobelpreisträger aus Südafrika, heute in Adelaide lebend. J. C. schreibt bittere Kurzessays über den gegenwärtigen Zustand der Welt als Beiträge für einen Sammelband; Anya, seine Bekanntschaft aus der Waschküche, tippt sie für ihn in den PC; Alan, ihr Freund, ein schlitzohriger kleiner Broker, denkt über einen Zinsbetrug an J. C. nach. Mehrere parallel laufende Handlungsstränge bilden ein kühnes Erzählkonstrukt um J. C. auf dem scharfen Grat zwischen Distanzierung und unerbittlicher Selbstbetrachtung. Coetzees Blick aus nächster Nähe ist atemberaubend.
John Egan wächst in der irischen Provinz auf. Es sind die frühen Siebzigerjahre, und Geldnot treiben ihn und seine Eltern ins Haus seiner Großmutter. Aber John will etwas bewirken in der Welt. Vielleicht gehört das Guinness-Buch der Rekorde auch deshalb zu seiner Lieblingslektüre. John ist erst zwölf, aber er steckt in dem Körper eines Erwachsenen und besitzt die Stimme eines Riesen. Das Bemerkenswerteste an ihm ist jedoch seine Gabe, jede Art von Lügen zu durchschauen. Er ist ein wandelnder Lügendetektor und will um jeden Preis die Wahrheit erfahren – aber die Wahrheit ist nicht immer ein Segen, wenn die Lügen der Eltern ernster werden und die Katastrophe unausweichlich ist. 'Das ist Literatur von allerhöchsten Gnaden.' J. M. Coetzee
Ein einziger schicksalhafter Augenblick verändert das Leben von Paul Rayment: Er fliegt durch die Luft. Zuerst denkt er noch, gleich werde er durchatmen und wieder auf sein Fahrrad steigen. Aber er soll nie mehr auf die Beine kommen, schlimmer noch, er verliert eines bei dem Unfall. Nun stakst er auf Krücken, und alles ist in Zeitlupe. Die Krankenpflegerin Marijana könnte ihm helfen, und ihr Sohn Drago könnte das Kind sein, das ihm so fehlt. Aber dann taucht Elizabeth Costello auf und stellt als unnachgiebiger Quälgeist und ungebetener Schutzengel sein Leben ein zweites Mal auf den Kopf - ein wilder Reigen reißt ihn fort. J. M. Coetzee balanciert kunstvoll auf dem schmalen Grat zwischen Tristesse und lakonischem Spott. Trost liegt nur im Miteinander, aber das ist das Schwerste im Leben - so lautet die manchmal bittere Weisheit des Romans.
This volume--featuring Coetzee's finely wrought English translations side-by-side with the originals--brings the work of six of the most important modern and contemporary Dutch poets to light.
Elizabeth Costello, eine Romanautorin, wird im Alter zunehmend von der Grausamkeit der Menschen gegenüber Tieren bedrängt. Sie hinterfragt die Rechte der Tiere und die Pflichten der Menschen in einer Debatte, die ihren Sohn, einen Physikprofessor, in eine schwierige Lage bringt. J. M. Coetzee thematisiert die Würde der Kreatur.
Autentická svědectví. Vzpomínky vězňů, kteří trpěli drsnými formami politického násilí. Aktéři tohoto dění bojovali na obou stranách zeměkoule za demokracii a svobodu
»Ich bin eine alte Frau. Ich habe keine Zeit mehr, zu sagen, was ich nicht meine.« Elizabeth Costello, eine 66-jährige australische Romanautorin von internationalem Ansehen – fiktive Spielfigur von J. M. Coetzee –, nutzt Einladungen, als Gastrednerin auf Kongressen, Symposien oder auch schon einmal auf einer Kreuzfahrt aufzutreten, um ihre eigene, gelegentlich schroffe und ethisch rigorose Menschheitsfragen zu manifestieren. Ihre Vorträge z. B. über die Humanwissenschaften in Afrika, die Darstellung des Bösen in der Literatur, das Erotische, Formen des Romans, den Missbrauch der Tiere durch den Menschen – irritieren in ihrer Ratlosigkeit und provozieren. Denn viele von Elizabeths Haltungen gründen nicht in einer intellektuell stringenten Position, sondern im Intuitiven: »Überzeugungen sind nicht die alleinigen ethischen Stützen, die wir haben. Wir können uns auch auf unser Herz verlassen.« Zwischen Fiktion und Essay oszillierend, repräsentieren diese Lehrstücke, wie Coetzee seine Erkundungen zu Leben und Meinungen von Elizabeth Costello nennt, eine erzählerisch reizvolle und listige Form des ethischen Diskurses.
Forts. von äDer Jungeä. - Als die politische Lage Anfang der 60er-Jahre in Südafrika immer schwieriger wird, emigriert John nach London, wo er als Programmierer für IBM arbeiten kann. Doch er träumt von einem Dasein als Künstler.
Skeptisch und scharfsichtig sucht J. M. Coetzee in seinen Büchern nach einem Bild von der Welt, das nichts verkürzt oder beschönigt. Stilistisch meisterhaft und moralisch unbestechlich legt er das Nervenzentrum der Wirklichkeit bloß und zeigt uns die grausame Unterseite jeder Ungerechtigkeit. Dieses unablässige Suchen und seine unerschrockene Neugier zeichnen auch seine Essays aus, die J. M. Coetzee eigens für seine deutschen Leser zusammengestellt hat. Messerscharf analysiert er das Problem aufgezwungener, aber auch selbst auferlegter Zensur. Auf seine Frage „Was ist ein Klassiker?“ findet J. M. Coetzee Antwort in detaillierten und kenntnisreichen Porträts von Autoren wie Erasmus von Rotterdam, Walter Benjamin, Robert Walser und Ossip Mandelstam und überrascht einmal mehr durch die Universalität seines Blicks.
In her later years, novelist Elizabeth Costello becomes consumed by the idea of human cruelty to animals, leading her to avoid eye contact with others. She perceives meat-eaters as conspirators in a vast crime occurring in farms, slaughterhouses, and laboratories worldwide. Her son, a physics professor, admires her literary accomplishments but dreads her animal rights lectures at his college, where her views are met with skepticism. Colleagues challenge her assertion that human reasoning is overrated and that life's value isn't diminished by the inability to reason. At a dinner following her lecture, guests express a range of reactions to animal rights, sparking discussions that touch on philosophical, anthropological, and religious themes. While her son finds her views offensive and eccentric, he also recognizes their unsettling validity. Nobel Prize-winning author J.M. Coetzee uses fiction to explore the complexities of animal rights through Costello's experiences of mortality, compassion for animals, and alienation from humanity, including her family. Presented as a Tanner Lecture at Princeton University, the narrative engages with literature, philosophy, and deep convictions, followed by responses from prominent thinkers. Coetzee's work, alongside essays from various scholars, delves into the social ramifications of moral conflict and confrontation.
In een brief aan haar dochter beschrijft een oude, blanke vrouw uit Kaapstad de wreedheden van de Apartheid waarmee ze de laatste maanden van haar leven wordt geconfronteerd.
Davie Lurie, Literaturprofessor in mittleren Jahren und zweimal geschieden, ist in Ungnade gefallen: eine Affäre mit einer seiner Studentinnen ist an die Öffentlichkeit gedrungen. Der peinlichen Befragung entzieht er sich durch ein Schuldbekenntnis. Er quittiert seinen Dienst und verläßt Kapstadt, um für eine Weile zu seiner Tochter aufs Land zu ziehen. Lucy, die keinerlei Ambitionen in der Welt ihres Vaters hat, versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Zunächst scheint es, als könnten der Einfluss Lucys und der natürliche Rhythmus des Farmlebens Davids aus den Fugen geratenem Leben neuen Halt geben, doch dann werden Vater und Tochter Opfer eines brutalen Überfalls, in dessen Folge der grundlegende existentielle Konflikt zwischen beiden offen zutage tritt.
»Die fortwirkende Erbschaft von Hass und Rachsucht, die das formelle Ende der Apartheid noch lange überdauern wird, beschwört J. M. Coetzee in lakonischer Sprache - und mit der Bannkraft von Weltliteratur.« Der Spiegel
Ausgezeichnet mit dem Booker-Preis 1999
"Robinson Crusoe" is a novel that explores themes of survival, self-reliance, and the human spirit through the story of its titular character, who is shipwrecked on a deserted island for 28 years. Crusoe faces numerous challenges as he learns to fend for himself, building shelter, growing food, and ultimately confronting his isolation. The narrative delves into the philosophical and religious implications of his experiences, reflecting on the nature of civilization and the individual's relationship with God. The story is rich with allegorical elements, drawing on Puritan traditions and biblical references. It also examines the impact of colonialism and the human condition, as Crusoe encounters a native man, whom he names Friday, leading to a complex exploration of friendship and cultural differences. The novel has inspired a vast array of literary criticism, highlighting its significance in the development of the novel as a form and its enduring relevance in discussions of identity and society.
Dies ist die Geschichte eines sehr sensiblen, intelligenten und schwierigen kleinen Jungen, der in einem öden Provinznest ungefähr 160 Kilometer nördlich von Kapstadt aufwächst. Der südafrikanische Autor J. M. Coetzee erzählt in seinem Erinnerungsbuch von dem kleinen Jungen, der er einst war, mit einer erstaunlichen analytischen Nüchternheit gleichsam aus der Distanz des Unbeteiligten. Die Besonderheiten dieser Kindheit sind zum einen bedingt durch die multikulturelle Situation im Südafrika der 40er und 50er Jahre, dem belasteten Nebeneinander von Afrikaanern, Engländern und Schwarzen, und zum anderen durch die individuellen Eigenarten des Jungen, der ein nachdenklicher Einzelgänger ist, sehr an seiner Mutter hängt und den männlich dominierten Lebensformen um ihn herum nichts abgewinnen kann. Das Verhältnis zu seinem Vater, einem in seinem Beruf als Rechtsanwalt glücklosen Mann, changiert zwischen Desinteresse, Unverständnis und Verachtung, doch auch die Liebe zu seiner Mutter empfindet er eher als Belastung und Falle denn als Glück. Er liebt es, sich in seine Bücher zu vergraben, er ist ein unerbittlicher Beobachter und entwickelt ein genaues Gespür für Widersprüche und die dunklen Geheimnisse der Erwachsenen. Er fühlt, daß er anders ist, und wünscht sich doch sehnlich, normal zu sein. J. M. Coetzees meisterliche Charakterstudie eines kleinen Jungen, in dem sich früh der Autor ankündigt, liest sich wie ein Roman.
J.M. Coetzee presents a coherent, unorthodox analysis of censorship from the perspective of one who has lived and worked under its shadow. The essays collected here attempt to understand the passion that plays itself out in acts of silencing and censoring. He argues that a destructive dynamic of belligerence and escalation tends to overtake the rivals in any field ruled by censorship. From Osip Mandelstam commanded to compose an ode in praise of Stalin, to Breyten Breytenbach writing poems under and for the eyes of his prison guards, to Aleksander Solzhenitsyn engaging in a trial of wits with the organs of the Soviet state, Giving Offense focuses on the ways authors have historically responded to censorship. It also analyzes the arguments of Catharine MacKinnon for the suppression of pornography and traces the operations of the old South African censorship system.
'Eiserne Zeit' ist ein großartiges und beunruhigendes Buch von erschütternder Menschlichkeit. J.M. Coetzee schildert darin die Schicksalsgemeinschaft einer alten Frau und eines Obdachlosen.
J. M. Coetzee konstruiert in seinem Roman eine literarische Fiktion um Fjodor Dostojewskij: Ein alternder Schriftsteller namens Fjodor Michailowitsch reist 1869 von Dresden nach Petersburg, um die näheren Umstände des Todes seines Stiefsohns Pawel zu erfahren. Ist Pawel von der zaristischen Polizei getötet worden, handelt es sich um Selbstmord, oder sind gar die Anarchisten um Sergej Netschajew für Pawels Tod verantwortlich? Der zwischen Trauer und Schuldgefühlen hin- und hergerissene Fjodor verstrickt sich zusehends in die Petersburger Verhältnisse, die die seines Sohnes waren und nun seine eigenen werden: Er zieht in Pawels ehemaliges Zimmer, schlüpt in dessen Anzug, stellt Pawels Wirtin, der sinnlichen Anna Sergejewna, nach und verbringt einige wilde, verzweifelte Nächte mit ihr. Coetzee schildert Euphorie und Albdruck, die einem epileptischen Anfall vorausgehen, mit ebenso großem psychologischem Einfühlungsvermögen wie Fjodors vergebliche Versuche, den Tod des Sohnes zu verwinden. Die wahre Trauerarbeit leistet Dostojewskij schließlich schreibend: An Pawels Schreibtisch beginnt er, die ersten Seiten der ›Dämonen‹ zu skizzieren.
Erstickend im Stumpfsinn des kolonialen Südafrika zur Zeit der Apartheid, gefangen mit seinen schwarzen Leibeigenen in einem Netz gegenseitiger Unterdrückungen, Bespitzelung und Verdächtigung, sucht ein verwitweter, weißer Schafzüchter private Erlösung in den Armen einer Geliebten. Sie ist schwarz, und sie ist die blutjunge Frau seines Vorarbeiters. Diese Verletzung der Rassenschranken markiert das Ende des unsicheren feudalen Friedens. Seine verbitterte, ledig gebliebene Tochter sinnt auf blutige Rache und führt sie auch aus. Oder spielt sie alles nur in Gedanken durch? Ist diese schmerzhafte Geschichte nur die Ausgeburt einer rachsüchtigen Phantasie? Die Deutung dieser 266 tagebuchartigen Aufschreibungen bleibt dem Leser überlassen.
Auf den ersten Blick scheint dieser Roman nichts mit Schwarzafrika zu tun zu haben. Susan Barton, von meuternden Matrosen auf einer Insel irgendwo im Atlantik ausgesetzt, trifft auf Robinson und Freitag. Doch anders als in dem berühmten Roman von Defoe gibt es auf der Insel keine Abenteuer zu bestehen, gibt es keine wilden Tiere und keine Kannibalen. Robinson, bei Coetzee ein alter Mann, ist nicht sonderlich erfolgreich bei der Feldbestellung. Er konnte Freitag auch nichts beibringen, denn Freitag war stumm. Schließlich wird das Trio gerettet (Robinson hat gar keine Lust mehr, in die Zivilisation zurückzukehren und stirbt auf der Rückreise nach London). Susan Barton, in Begleitung von Freitag, will jetzt vom Schriftsteller Foe ihre Geschichte aufschreiben lassen, die Geschichte der »ersten englischen Schiffbrüchigen«. Mr. Foe hat als professioneller Schreiber freilich ganz andere Vorstellungen von der (Aus-)Gestaltung der Geschichte als die Erzählerin. Eigentliche Hauptperson ist Freitag, der wichtigste Zeuge, der steht aber nicht zur Verfügung, er kann nicht sprechen. Ihm hatte man - wie den Schwarzen in Südafrika - die Sprache gestohlen.
Der Titelheld, der seine Zeit nicht versteht und nichts mit ihr zu tun haben will, macht sich davon. In der Stadt tobt der Aufstand, es kommt zu Plünderungen und Schießereien, Macht und Gegenmacht spielen ihr blutiges Spiel. Michael K., einer der Ärmsten unter den Armen, flieht aufs Land. In einer verlassenen Farm lebt er ein Leben jenseits der Zivilisation. Er lebt von Tieren, die er mit der Hand erhaschen, von Pflanzen, die er unter großen Mühen ziehen kann, ein Robinson am Rande der modernen Welt. Coetzees Ballade über diesen unmöglichen Sonderling, der mit seiner Behauptung einer eigenen Zeit die Zeit herausfordert, hat wegen ihrer Aufrichtigkeit Leser in der ganzen Welt gefunden. Für diesen Roman erhielt J. M. Coetzee 1983 den Booker Award, den bedeutendsten englischen Literaturpreis.
This work contains two novellas. In the first, a specialist in psychological
warfare is driven to murderous action by the stresses of a macabre project to
win the Vietnam War, and in the second, a megalomaniac Boer frontiersman
wreaks hideous vengeance on a Hottentot tribe.
Jahrzehntelang ist der Magistrat ein loyaler Diener des Staates gewesen und hat die Amtsgeschäfte der winzigen Garnisonsstadt in einem Grenzdistrikt des Reiches geführt, ohne sich von der vermeintlichen Bedrohung durch die „Barbaren “, einem benachbarten Nomadenstamm, beirren zu lassen. Als jedoch eine Spezialeinheit der Staatspolizei eintrifft, um den Nachweis für kriegerische Absichten der „Barbaren “zu erbringen, wird er Zeuge der grausamen und ungesetzlichen Behandlung von Gefangenen. Vom Mitleid mit den Opfern aufgerüttelt, will der alte Mann ein Zeichen setzen. Gleichsam in einem Akt privater Wiedergutmachung nimmt er ein schwer misshandeltes „Barbaren “-Mädchen bei sich auf, um es schließlich zu seinem Volk zurückzubringen. Diese Expedition brandmarkt ihn als Verräter, er wird nun seinerseits Opfer von öffentlicher Demütigung und Folter. J. M. Coetzees früher Roman „Warten auf die Barbaren“ (1980) gilt als eines der zentralen Werke des Autors. Das mehrfach ausgezeichnete Werk stellt die Frage nach Würde und Mitverantwortung des Einzelnen unter einem Regime, das sich über Recht und Anstand hinwegsetzt.