Die europäische Geschichte des Essens Massimo Montanari, einer der anerkanntesten italienischen Historiker und Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bologna, skizziert die europäische Geschichte aus der Perspektive von Nahrung, Ernährung, Überfluss und Hunger sowie den Kanons der Ernährung. Diese Betrachtung bietet einen Einblick in die europäische Geschichte und Identität, insbesondere in Zeiten, in denen das Interesse an der Kultur und Ästhetik des Essens wächst. Das Buch verfolgt ein sehr ambitioniertes Ziel. Durch die Untersuchung von Ernährung, Lebensmittelversorgung und Ernährungsweisen möchte es umfassende Aspekte der Zivilisationsgeschichte abdecken, die in vielen Facetten (wirtschaftlich, sozial, politisch, kulturell) eng mit den Problemen der Ernährung verbunden sind. Das tägliche Überleben ist eine grundlegende und unverzichtbare menschliche Notwendigkeit, was nicht anders sein kann. Essen kann jedoch auch Genuss sein, weshalb zwischen diesen beiden Polen eine komplexe Geschichte verläuft, die stark von Machtverhältnissen und sozialen Unterschieden beeinflusst wird – eine Geschichte von Hunger und Überfluss, in der auch das kulturelle Umfeld eine entscheidende Rolle spielt.
Massimo Montanari Bücher







Gibt es etwas, das typischer italienisch ist als Spaghetti al pomodoro? Elegant und aus seinem großen Forschungswissen schöpfend erzählt Massimo Montanari die Geschichte dieses Gerichts und räumt dabei mit all den kursierenden Halbwahrheiten und Vorurteilen auf. Wir erfahren, wie die Pasta als Variante des orientalischen Fladenbrots entstand, wie die Araber einen neuen Typ aus Hartweizen verbreiteten und in Sizilien schon im 12. Jahrhundert industrielle Fertigung eingeführt wurde (kein bisschen handgemacht von der Mamma). Und dass die getrocknete Pasta zwei Stunden gekocht wurde (von al dente keine Rede). Pfeffer und Hartkäse kommen ins Spiel, Tomaten in Form der »spanischen Sauce« auf den Teller, die Gabel auf den Tisch. Die Raffinesse zieht ein mit Peperoncino, Knoblauch und Zwiebel, die Farbe mit dem Basilikum. Und natürlich geht es auch ums Olivenöl – von dem jeder gern behauptet, das beste komme aus seiner Gegend. Montanari zeigt, wie das Lob des Herkunftsgebiets zu Intoleranz und Fanatismus führt und die Ursprünge der Pasta mystifiziert werden. Eine leicht genießbare, aber gehaltvolle und unterhaltsame Lektüre. Und die Ursprünge der Pasta in China? Fake news!
Encyklopedie středověku
- 936 Seiten
- 33 Lesestunden
Dva přední francouzští historici-medievalisté v ní shromáždili přes osm desítek hesel, samostatných a ucelených esejů, věnovaných podstatným skutečnostem a tématům středověkého života: nalezneme mezi nimi jak tradiční témata politických dějin („Král“, „Šlechta“, „Válka a křížová výprava“), dějin hospodářských („Peníze“, „Řemeslníci“, „Půda“), kulturních („Katedrála“, „Literatura a literatury“, „Poutnictví“, „Symbol“), tak hesla věnovaná základním vrstevnicím mentální krajiny středověkého člověka, často už pouhým názvem naznačující napětí mezi protikladnými složkami pojednávaných témat: „Mužství a ženství“, „Řád a stavy“, „Střed a periferie“, „Svoboda a otroctví“, „Ústní a písemné“. Stranou nezůstávají ani „periferie“ středověkého Západu: „Byzanc a Západ“, „Islám“ či „Moře“. Složení autorského kolektivu je podobně rozmanité – převažují v něm autoři francouzští, ale vedle nich nalézáme i odborníky z Itálie, Německa, Anglie, Spojených států, Polska i Ruska. Podařilo se tak encyklopedii vtisknout celoevropský rozměr, byť její zaměření zůstává v první řadě západoevropské a v samém centru pozornosti je pochopitelně Francie. Díky knize dojde čtenář k hlubšímu pochopení oné nejednoznačné, vzrušující a v mnohém klíčové epochy evropských dějin.
Le chiavi del tempo 1
1000-1650








