Thomas Nagel ist ein angesehener amerikanischer Philosoph, dessen Werk tief in die Natur von Geist, Ethik und politischer Theorie eintaucht. Er ist bekannt für seine scharfe Kritik reduktionistischer Ansätze zum Bewusstsein und für seine Beiträge zu komplexen moralischen und politischen Rahmenbedingungen. Nagel untersucht konsequent grundlegende Fragen der menschlichen Subjektivität und moralischen Verantwortung und regt die Leser an, das Wesen von Erfahrung und ethischem Handeln zu betrachten.
'Vierzehn brillante Essays über existentielle Themen wie Tod, das Absurde, moralische Kontingenz, Gleichheit oder das Subjektive und Objektive, dazu brisante Fragen der öffentlichen Moral bilden ein Panorama ethischer, metaphysischer und erkenntnistheoretischer Positionen. Diese thematische und strukturelle Variationsbreite ist bezeichnend für Nagels OEuvre.'
Eine Abhandlung über Gleichheit und Parteilichkeit ist das Hauptwerk Thomas Nagels zur politischen Philosophie. Hervorgegangen aus seinen 1990 in Oxford gehaltenen Locke Lectures erkundet Nagel in diesem dichten Traktat den Konflikt zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Gleichheit – zwischen dem Einzelnen und dem Kollektiv. Dieser Konflikt, den er als das Grundproblem der politischen Philosophie bezeichnet, lässt sich nicht auf Systemebene lösen, denn er hat seinen Ursprung darin, dass schon jede Person zwei Standpunkte einzunehmen in der Lage ist: den persönlichen und den überpersönlichen. Diesem unhintergehbaren Dualismus Rechnung zu tragen, ist die Aufgabe jeder politischen Lehre, die die Frage beantworten will: »Wie sollen wir in einer Gesellschaft miteinander leben?« Ein Klassiker.
Radikal, provokativ und erhellend zugleich: Nagels berühmter Essay von 1974 ist einer der am häufigsten zitierten philosophischen Aufsätze des 20. Jahrhunderts: Fledermäuse haben Erfahrungen von sich und der Welt, die uns Menschen sehr fremd sind. Diese Erfahrungen sind jedoch eine subjektive Realität, die sich nicht vollständig auf objektiv erforschbare Vorgänge in Organismus, Gehirn und Nervensystem reduzieren lässt. Auch die subjektiven Erfahrungen, die Menschen von Anderen, von sich selbst und ihrer natürlichen und kulturellen Lebenswelt machen, lassen sich nicht auf objektiv erforschbare Vorgänge im menschlichen Organismus, Gehirn und Nervensystem reduzieren. Der Übersetzer Ulrich Diehl erläutert im Nachwort die besondere Bedeutung und spannende Wirkungsgeschichte dieses Klassikers. Sprachen: Deutsch, Englisch
Über eines sind sich die meisten Naturwissenschaftler heute einig: Das Bild, das die exakten Wissenschaften – insbesondere Physik und Evolutionsbiologie – von der Welt zeichnen, ist im Wesentlichen korrekt und alles, was existiert, kann im Prinzip mit deren Methoden erklärt werden. Und in der Tat: Die Fortschritte, die diese materialistische Standardtheorie vorzuweisen hat, sind beträchtlich. Aber es gibt auch noch Lücken: Der menschliche Geist zum Beispiel findet darin bislang keinen rechten Platz. Ein reiner Schönheitsfehler? Nur eine Frage der Zeit?
Nein, sagt Thomas Nagel, und bläst in seinem neuen Buch zum Generalangriff auf die etablierte naturwissenschaftliche Weltsicht. Ihr Problem, so seine These, ist grundsätzlicher Natur: Das, was den menschlichen Geist auszeichnet – Bewusstsein, Denken und Werte –, lässt sich nicht reduzieren, schon gar nicht auf überzeitliche physikalische Gesetze. Daher bleibt eine Theorie, die all dies nicht erklären kann, zwangsläufig unvollständig, ja, sie ist mit ziemlicher Sicherheit falsch.
Um dies zu begründen, durchmisst Nagel die schwierigen Fragen der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie und der Theorie der Werte. Stück für Stück zeigt er mit subtilen philosophischen Argumenten auf, wo und warum der reduktive Materialismus zu kurz greift, und entwickelt erste Ansätze für eine völlig neue Perspektive auf Geist und Kosmos. Das ist so gewagt wie beeindruckend. Philosophie pur.
»Der Blick von nirgendwo« ist ein Klassiker der zeitgenössischen Philosophie, der sich mit einer einzigen Frage beschäftigt: Wie kann man die subjektive, interne Perspektive einer Person auf die Welt mit der objektiven, externen Auffassung auf dieselbe Welt verbinden? Thomas Nagel diskutiert die Vereinbarkeit an einer Vielzahl von Themen, darunter Bewußtsein und Erkenntnis, Freiheit und Moral, Geburt und Tod. Es zeigt sich, daß es zwischen diesen beiden Standpunkten kein Entweder-Oder gibt, sondern sie dialektisch miteinander verwoben sind. »Der Blick von nirgendwo« beschreibt, wie Nagel es formuliert, »die unabschließbare Aufgabe ihrer Vermittlung«, eine Aufgabe, die sich sowohl im Denken als auch im konkreten Leben immer wieder stellt.
Drei cartesianische Meditationen des Autors von »Was bedeutet das alles?« über das Bewußtsein und das Ich, über Werte und moralische Gebote sowie über die Gründe, die uns zum Handeln motivieren können. Nagels einflußreicher Essay über Subjektivität und Objektivität, der ein zentrales Grundverhältnis klassischer Probleme der Philosophie aufweist, rundet den Band ab.
Nicht weniger als unser Denken unterliegt unser Handeln gewissen Anforderungen der Rationalität, und eine davon ist der Altruismus. Dieses Buch verteidigt eine Auffassung der Ethik und eine zugehörige Auffassung der Natur des Menschen, wonach Handlungen Auflagen der Vernünftigkeit unterliegen, ausgesprochen in gewissen zentralen Grundsätzen der Moral, die ihrerseits einer elementaren Aufforderung zum Altruismus entspringen. Der Altruismus selbst geht zurück auf eine Anerkennung der Realität anderer Personen und, gleichbedeutend damit, auf die Fähigkeit, sich selbst als lediglich ein Individuum unter einer Vielzahl anderer zu sehen.
Nagels kleine Einführung in die Philosophie gibt in verständlicher Form Antworten auf die großen Fragen des Lebens: Woher wissen wir etwas? Wie hängen Körper und Geist zusammen? Was bedeuten Wörter? Gibt es Willensfreiheit wirklich? Was ist Recht und was ist Unrecht? Was ist der Tod? Und worin könnte der Sinn des Lebens bestehen?
Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen mit Kassen- und Prüfungsrecht
426 Seiten
15 Lesestunden
Die Reform des Gemeindehaushaltsrechts bringt grundlegende Neuerungen für das Haushalts-, Rechnungs-, Kassen- und Prüfungswesen in Baden-Württemberg. Dieses Fachbuch ist eine Praxishilfe und eignet sich zugleich für Lehrende und Studenten in der Aus- und Fortbildung. Die wesentlichen Punkte der Planung, des Vollzugs, des Jahres- und Gesamtabschlusses sowie der Prüfung werden aufgegriffen. Maßstab ist der Blickwinkel des Praktikers: so kurz und straff wie möglich, so viel wie für die Anwendung in der Praxis nötig. Prozessbeschreibungen, Schaubilder und Buchungssätze sichern eine anschauliche Darstellung.
Radikal, provokativ und erhellend zugleich: Nagels berühmter Essay von 1974 ist einer der am häufigsten zitierten philosophischen Aufsätze des 20. Jahrhunderts. Fledermäuse haben Erfahrungen von sich und der Welt, die uns Menschen sehr fremd sind. Diese Erfahrungen sind jedoch eine subjektive Realität, die sich nicht vollständig auf objektiv erforschbare Vorgänge in Organismus, Gehirn und Nervensystem reduzieren lässt: Letztlich geht es Nagel in seinem Text also um das sogenannte Leib-Seele- bzw. Gehirn-Psyche-Problem beim Menschen bzw. eine prinzipielle Kritik am neurowissenschaftlichen Reduktionismus. Der Übersetzer Ulrich Diehl erläutert die besondere Bedeutung und die Wirkungsgeschichte dieses philosophischen Klassikers. Sprachen: Deutsch, Englisch
Mit diesem „Taschenbuch“ legt der Autor nicht nur eine reine Übersicht der in der Augenoptik gebräuchlichen Formeln vor, sondern ergänzt diese mit Erklärungen, Zeichnungen, Tabellen und Definitionen. Dieses ist gerade für den Lernenden hilfreich, da Zusammenhänge einfacher zu begreifen sind. Beginnend mit den Formeln und zusammenhängen zu mathematischen und physikalischen Grundlagen werden die Themenbereiche Allgemeine Optik, Instrumentenkunde der Augenoptik, der Kontaktlinse, der Augenglasbestimmung und den Wettergeräten aufgezeigt. Den Abschluss bildet der Bereich zur fachbezogenen Kalkulation, der von einem Stichwortverzeichnis ergänzt wird.
This volume presents two closely related essays by Thomas Nagel: "Gut Feelings and Moral Knowledge," discusses the value of intuitions in understanding human rights and argues against subjectivist and reductionist accounts of morality of the kind offered by evolutionary psychology or based on brain scans. The second essay, "Moral Reality and Moral Progress," proposes an account of the historical development of moral truth, according to which it does not share the timelessness of scientific truth. This is because moral truth must be based on reasons that are accessible to the individuals to whom they apply, and such accessibility depends on historical developments. The result is that only some advances in moral knowledge are discoveries of what has been true all along.
In Mind and Cosmos Thomas Nagel argues that the widely accepted world view of materialist naturalism is untenable. The mind-body problem cannot be confined to the relation between animal minds and animal bodies. If materialism cannot accommodate consciousness and other mind-related aspects of reality, then we must abandon a purely materialist understanding of nature in general, extending to biology, evolutionary theory, and cosmology. Since minds are features of biological systems that have developed through evolution, the standard materialist version of evolutionary biology is fundamentally incomplete. And the cosmological history that led to the origin of life and the coming into existence of the conditions for evolution cannot be a merely materialist history. An adequate conception of nature would have to explain the appearance in the universe of materially irreducible conscious minds, as such. No such explanation is available, and the physical sciences, including molecular biology, cannot be expected to provide one. The book explores these problems through a general treatment of the obstacles to reductionism, with more specific application to the phenomena of consciousness, cognition, and value. The conclusion is that physics cannot be the theory of everything.
This book collects Thomas Nagel's recent philosophical reflections on topics of fundamental interest: ethics, moral psychology, science and religion, death, the holocaust, and the metaphysics of mind. The essays are all addressed to a general audience and should appeal not only to philosophers but to anyone interested in current attempts to understand human life, human values, and how we fit into the world. Among the figures discussed are Peter Singer, Alvin Plantinga, Christine Korsgaard, Tony Judt, Elizabeth Anscombe, Philippa Foot, Iris Murdoch, T. M. Scanlon, Ronald Dworkin, Daniel Kahneman, Jonathan Haidt, Joshua Greene, and Daniel Dennett. An accessible overview of some of the significant philosophy of our time.
Mysl a vesmír Thomase Nagela je rešerše filosofických otázek týkajících se základního fyzikálního a biologického výzkumu lidské mysli. Nagel tvrdí, že přírodní a společenské vědy nejsou schopny vysvětlit existenci mysli a vědomí v paradigmatu, ve kterém se monetálně pohybují a tudížje třeba revidovat používané metodologie. Píše, že mysl je základním aspektem přírody a že jakákoli filosofie přírody, která ji nedokáže vysvětlit, je zásadně chybná.
Táto rozsahom malá knižka amerického profesora filozofie predstavuje úvod do filozofie pre čitateľov, ktorí sa s filozofiou stretávajú po prvý krát. Rozoberá sa v nej deväť z množstva filozofických problémov. Ide o také problémy, ako je napríklad problém poznávania, mysle, vzťahu duševného a telesného, slobodnej voľby, čo je správne a čo nesprávne, chápanie spravodlivosti, o nazeranie na zmysel života a na smrť. Popri vysokoškolských študentoch a hĺbavých stredoškolákoch, pre tých kniha bude dobrou učebnou pomôckou, môže zaujať i iných čitateľov s hlbším záujmom o abstraktné pojmy a teoretické diskusie.