„Diese Erinnerungen sollten Pflichtlektüre sein.“ (Daniel Kehlmann) – Ein bewegendes Dokument von Ernst Lothar, Autor des internationalen Erfolgs „Der Engel mit der Posaune“. „Der Tag, an dem Österreich-Ungarn unterging, traf mich ins Herz … etwas Unersetzliches war gestorben.“ Ernst Lothar war ein Kind des Habsburgerreiches und blieb es bis zu seinem Ende. In der Ersten Österreichischen Republik machte er sich einen Namen als Theaterkritiker, und bis zu seiner Emigration leitete er gemeinsam mit Max Reinhardt das Theater in der Josefstadt. Nach Kriegsende kehrte er als Entnazifizierungsoffizier zurück und übernahm trotz Anfeindungen führende Positionen am Burgtheater und bei den von ihm mitbegründeten Salzburger Festspielen. „Es ist schwer möglich, diesen genialen kindlichen Menschen nicht ins Herz zu schließen“, schreibt Daniel Kehlmann in seinem Nachwort zu „Das Wunder des Überlebens“: „Diese Erinnerungen sollten Pflichtlektüre sein.“
Ernst Lothar Bücher






Die Rückkehr
- 432 Seiten
- 16 Lesestunden
Seit dem Ende des Krieges fiebert er darauf hin, jetzt, Ende Mai 1946, ist es so weit: Felix von Geldern besteigt ein Schiff Richtung Europa, Richtung Wien. Acht Jahre vorher, unmittelbar nach dem „Anschluss“, flüchtete die altösterreichische Familie vor dem Nationalsozialismus ins Exil nach New York. Und nun, wie steht es jetzt um Österreich, nach der Niederlage, nach der Befreiung? Rasch muss er erkennen, dass der Jubel auf dem Heldenplatz nicht durch Manipulation zustande gekommen ist, dass sich seine ehemalige Freundin zuerst Goebbels an den Hals geworfen hat und nun einem US-Oberst … Nach dem internationalen Erfolg der Neuauflage von Ernst Lothars „Engel mit der Posaune“ ist nun sein nächster großer Roman zu entdecken.
Wien, Innere Stadt: Über dem Eingang des Hauses Seilerstätte 10 prangt ein Engel aus Stein, der die Posaune bläst. Im Haus lebt die weitverzweigte Klavierbauerfamilie Alt, deren Aufstieg und Untergang in einem Generationen umfassenden Panorama erzählt wird. Im Zentrum steht die schöne Henriette Alt, mit zwanzig Geliebte des Kronprinzen Rudolf, dann eingeheiratet in die Familie und dort ein ewiger Fremdkörper, mit siebzig schließlich Opfer von Hitlers Gestapo. Inmitten von Katastrophen, Intrigen und keimendem Faschismus ist Henriette das Sinnbild von Hoffnung und Endzeit – ihr Schicksal ist das Schicksal einer ganzen Epoche.
Helga
- 148 Seiten
- 6 Lesestunden
Anděl se šalmají
- 474 Seiten
- 17 Lesestunden
Panství Downton ve Vídni nebo také nekrolog za Rakousko – i tak bývá někdy označován rozsáhlý a skvostný román Anděl se šalmají významného moravsko-rakouského spisovatele Ernsta Lothara. Autor tuto panoramatickou habsburskou ságu napsal během války v americkém exilu, kam se uchýlil před nacisty. V centru Vídně se nad portikem domu číslo 10 vznáší kamenný anděl s buclatými tvářemi troubící na šalmaj. Za elegantní barokní fasádou sídlí rodina Altů – rozsáhlá dynastie výrobců klavírů, na jejichž nástroje hrál samotný Mozart. „Malé“ osudy rodiny se proplétají s „velkými“ dějinami – od sebevraždy korunního prince Rudolfa přes první světovou válku až po „anšlus“. Autor vykresluje portrét upadajícího Rakouska, který se odráží zejména v osudu hlavní hrdinky románu, okouzlující i sobecké Henrietty. Lásky, intriky, zrady, milované nemanželské děti i opovrhovaní legitimní potomci, vřelé vášně i mrazivé vztahy, světová válka, vzestup nacismu, ambice, naděje, státní tajemství… Tři generace Altů žijí a umírají v domě číslo 10 a každý z nich je svým vlastním způsobem svědkem změn Evropy v období její vrcholné slávy i dekadence.













