Eine wunderbar poetische und anrührende Liebesgeschichte aus dem mährisch-slowakischen Grenzgebiet – Vorlage für einen Film, der 2004 für den Oscar nominiert wurde. Protektorat Böhmen und Mähren 1942/43. Eine junge Ärztin an einem Krankenhaus in Brünn gerät in Gefahr, von der Gestapo verhaftet zu werden. Die Widerstandsgruppe, für die sie Kurierdienste geleistet hat, ist aufgeflogen. Doch noch kurz vor seiner eigenen Verhaftung wird sie von ihrem besten Freund und Kollegen in Sicherheit gebracht, indem er die Heirat mit einem ihrer Patienten veranlaßt und ihr so zu einer neuen Identität verhilft. Diesem Joza hat sie vor kurzem erst das Leben gerettet – und er verehrt sie grenzenlos. Aber Joza ist ein einfacher Holzarbeiter vom Land. Er bringt die Akademikerin in sein abgelegenes Bergdorf Želary in der Nähe der slowakischen Grenze. Und dort ist die Zeit vor hundert Jahren stehengeblieben, wie die verzweifelte junge Frau bald feststellen muß ...
Sophia Marzollf Bücher




Die Leute von Želary
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
Ein Dorf in den Bergen, eine karge Landschaft – und dennoch eine Stätte prallen Lebens. Ein Dorf in den Bergen, eine karge Landschaft und dennoch eine Stätte prallen Lebens. Einfühlsame Porträts von Menschen und einer Umgebung fern jeder Hektik. »Er hatte die Begabung, über einfache Kleinigkeiten Glück zu empfinden, wie es allen Geschöpfen außer dem Menschen eigen ist.« Und er war einer der beiden »Wildfänge«, die Hana bei ihrer Hochzeitsfeier im Wirtshaus aufgefallen waren: Vratislav Lipka, der nach dem Tod seiner Mutter bei einem brutalen Onkel aufwächst und Trost nur bei der kleinen Außenseiterin Helenka und deren Ziege findet. Wir treffen sie alle wieder in diesem eindringlich erzählten Geschichtenzyklus: Juliška und Pavel, Žeňa und Jiřinka, die gelähmte Madlenka, Doktor Beníček, den Jäger Jura Machala und natürlich den gutmütigen Joza und Lucka, die Hebamme, Kräuterfrau und unbestrittene Autorität von Želary. Sie macht, was sich keine andere Frau in dem von Tradition und Aberglauben geprägten mährischen Bergdorf an der slowakischen Grenze traut sie setzt sich zu den Männern in Látals Kneipe, trinkt ihren Sliwowitz und greift auch schon mal bei Schlägereien ein.
Schön schaurig!
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
Merkwürdige Schatten, eine erschreckende Erscheinung, eine sonderbare Begegnung ... Wem laufen da nicht Schauer über den Rücken? Und wer gruselt sich nicht gern ein bisschen? Die neue dtv junior-Anthologie kommt diesem Bedürfnis ›unheimlich‹ gut nach: Schön schaurige Geschichten von renommierten und bewährten Autoren beschäftigen sich mit den merkwürdigen Seiten des Lebens, mit unnatürlichen Erlebnissen, mit Begegnungen der dritten, vierten, fünften Art ... Eine Anthologie für Gruselfans und alle, die sich nicht scheuen im scheinbar Normalen das Abgründige zu sehen. Denn eines gilt für all diese Geschichten: Das Unheimliche lauert bereits an der nächsten Straßenecke!
Die faszinierende Geschichte des tschechischen Schuhfabrikanten Jan Antonín Baťa, der – vor den Nationalsozialisten geflüchtet, von den Kommunisten verunglimpft – in Brasilien seine unternehmerischen Ideale weiterzuleben versucht, indem er dort mitten im Urwald neue Städte gründet und Fabriken erbaut. Markéta Pilátová begibt sich auf die Spuren Baťas und seiner Familie und lässt sie vom Kampf gegen die widerspenstige tropische Natur erzählen, vom Pioniergeist, mit dem etwas Neues geschaffen wird, aber auch von der Sehnsucht nach dem alten Europa und der Suche nach der historischen Gerechtigkeit.Ein vielstimmiges, schillerndes Romanmosaik – und zugleich ein Stück Geschichte des 20. Jahrhunderts.