Antonia Grunenberg Bücher






Eine jüdische Philosophiestudentin trifft in Marburg auf einen rebellischen Philosophen, einen späteren Vordenker der NS-Bewegung. Zwischen Hannah Arendt (1906–1975) und dem verheirateten Martin Heidegger (1889–1976) entwickelt sich eine stürmische Liebesbeziehung. Zehn Jahre später haben die Nazis, von denen Heidegger die nationale »Erweckung« erwartet, die Jüdin ins Exil getrieben. 1950 begegnen sich beide wieder. Die alte Liebe bricht erneut auf, und es beginnt ein kontroverser Dialog über ein Jahrhundert der Zerstörung. Antonia Grunenberg entwirft in ihrer Doppelbiographie ein großes Panorama der Zeit. Sie hat Zeitzeugen befragt und neue Quellen erschlossen. Politik, Geschichte, Philosophie, Arendts Doktorvater und Heideggers Kollege Karl Vor diesem Hintergrund erzählt sie die Geschichte des umstrittensten Liebespaares des 20. Jahrhunderts.
Der Blaue Reiter. Journal für Philosophie / Revolution
Philosophie radikaler Umbrüche
- 116 Seiten
- 5 Lesestunden
Demokratie als Versprechen
Warum es sich lohnt, für die Freiheit zu kämpfen
Die Feinde der Demokratie sind zahlreicher und lauter geworden: autoritäre Staatsmächte und korrupte Machtgruppen, Identitäre und Verschwörungstheoretiker, Neo-Nazis, rechtsextreme Parteien, gewaltfreudige linksradikale Gruppen, ausländische und inländische Terrorkommandos sowie psychisch kranke Einzeltäter, um nur einige zu nennen. Doch auch kollektive Apathie und schäumende Wut („Wutbürger“) stellen die Demokratie infrage. Nicht zu vergessen die großen Korruptionsskandale und der Missbrauch politischer Macht. Demokratie ist mühsamer geworden; sie erfordert Bürger:innen, die zugleich kritisch sind, Vertrauen haben und öffentlich tätig werden, wenn ihr Bestand gefährdet ist. Antonia Grunenberg lotet die wechselvolle Geschichte der deutschen Nachkriegsdemokratie vor dem Hintergrund eigener jahrzehntelanger politischer Erfahrungen aus. Sie rekapituliert Ereignisse, Bewegungen und Konflikte, an denen sichtbar wird, welche Stärken und Schwächen eine Demokratie zeigt und wie die deutsche Demokratie an großen Konflikten, an eigenen und fremden Fehlern gewachsen ist.
Die Lust an der Schuld
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Bürger und Revolutionär
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
Seit drei Jahrzehnten werden wir penetriert mit Moral und müßten deshalb von innen her leuchten als linke Gutmenschen, als rechte Bravmenschen, möglichst als beides. Und was tun wir? Schön, fast alle trennen täglich ihren Müll. Viele nehmen gelegentlich eine Kerze in die Hand und bilden eine Kette. Für den Rest sind die zahllosen Ethikkommissionen zuständig, über deren Entscheidungen man aber kaum etwas hört. Wäre es nicht an der Zeit, endlich Schluß zu machen mit dem leeren Gerede über Moral und zu fragen, was zu regeln wäre (notfalls per Gesetz), damit die westliche Zivilisation, die Voraussetzung unseres Handelns, nicht weiter verkommt?
Kind der weißen Henne
- 80 Seiten
- 3 Lesestunden
Christine Schlegel gehört zu den erinnerungskräftigsten Malerinnen ihrer Generation. Sie sammelt und sortiert in Fülle die Fundstücke ihres Lebens, setzt sie in Dioramen und Bilder, montiert und collagiert und staunt selber über die zutage tretenden überraschenden Beziehungen der Dinge. Christoph Tannert hat über ihre 'Reservate' genannten Inszenierungen einmal gesagt, sie seien 'so etwas wie Spurensicherungen, die den historischen Zustand einer vergangenen Wirklichkeit im Material fassen. Durch den ästhetischen Blick wird ein bildhafter Zeitstau erzeugt, in dem sich Spinnkram und gesellschaftliche Verspannungen, Tatsachen und Fiktion, private Geschichten und Zeitgeschichte verbandeln.' Vor diesem Hintergrund wird die ungewöhnliche Fotosafari in die Kindheit, die dieses Buch präsentiert, verständlich. Da sind die überlieferten Kinderbilder: Christine mit ihren Eltern beim Picknick, mit Kaffee und Kuchen auf der großen bunten Decke, mit Campingbeutel im Hafen, mit Ball, mit Hund, mit Puppe – das sind Urbilder der Kindheit, denen Christine Schlegel mit kleinen Erinnerungstexten eine zusätzliche Tiefenschärfe verleiht
Hannah Arendt-Studien - 4: Perspektiven politischen Denkens
Zum 100. Geburtstag von Hannah Arendt
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Wenige Denker haben mit gleicher Intensität, stets begleitet von Kritikern und Befürwortern, die Geschichte des 20. Jahrhunderts so erhellt wie die politische Denkerin Hannah Arendt. In diesem Band werfen Philosophen, Soziologen und Politikwissenschaftler kritische Blicke auf das Werk und das politische Wirken Hannah Arendts, öffnen zum Teil unbearbeitete Perspektiven und legen Forschungsdesiderate offen. In den Beiträgen präsentiert sich ein unterschiedlich dichtes, auch kritisches Bild von Hannah Arendt. Durchgehend ist die fruchtbare Irritation zu spüren, die von Fragen ausgeht, die Hannah Arendt stellt und die offenbar noch immer aktuell sind. Gerade in der Kritik tritt die politische Aktualität Hannah Arendts deutlich hervor.





