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Jan Gielkens

    In 1934. Nederlandse cultuur in internationale context
    Im Krebsgang : eine Novelle
    • Im Krebsgang : eine Novelle

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Am 30. Januar 1945 verließ das ehemalige Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gustloff" mit 6.100 Flüchtlingen Gotenhafen und wurde vor Stolpermünde von einem sowjetischen U-Boot torpediert. In weniger als einer Stunde sank das Schiff, und mehr als 5.000 Menschen starben. Diese Tragödie ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als das Tausendjährige Reich bereits Geschichte war und Roosevelt sich auf dem Weg nach Jalta befand, um mit Stalin und Churchill neue Grenzen abzustecken. Günter Grass hat sich seit jeher für dieses Unglück interessiert. In seinen Romanen wird angedeutet, dass die Nebenfigur Tulla Pokriefke das Unglück überlebte. In seiner aktuellen Novelle wird Tullas Sohn beauftragt, die vergessene Geschichte aus dem kollektiven Gedächtnis zu bergen. Widerwillig recherchiert der Journalist im Internet, besucht die Chatrooms von Neonazis und beleuchtet die Biografien von Wilhelm Gustloff, seinem jüdischen Attentäter David Frankfurter und dem sowjetischen U-Bootkommandanten Alexander Marinesko. Dabei versucht er, die Katastrophe wieder lebendig werden zu lassen und entdeckt ein menschliches Drama, das bis in die Gegenwart reicht und auch seine eigene Familie betrifft. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird durch die Metapher des Krebses symbolisiert. Grass gelingt ein spannendes, kunstvolles und humorvolles Meisterwerk.

      Im Krebsgang : eine Novelle2002
      3,3