Alfred Kolleritsch Bücher
Alfred Kolleritschs Werk befasst sich mit der Erforschung der menschlichen Existenz und der Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen. Sein Stil zeichnet sich durch tiefgründige psychologische Einsichten und poetische Präzision aus. Der Autor beschäftigt sich häufig mit Themen wie Identität, Erinnerung und der Suche nach Sinn in der modernen Welt. Durch seine Prosa und Poesie bietet er den Lesern anregende Reflexionen über das Wesen des Lebens und menschliches Verstehen.






Die grüne Seite
- 219 Seiten
- 8 Lesestunden
Kolleritsch erzählt die Geschichte einer Familie, in der der Vater, ein Lehrer, seinen Sohn Gottfried fotografieren lässt, um ihm eine Identität zu geben. Dieser erste Versuch führt bei Gottfried zu einem vorübergehenden Verlust der Sprache. Auf dem grünen Diwan eines Nervenarztes konfrontiert er zum ersten Mal das Trauma seiner Familie, gefangen zwischen Ohnmacht und Auflehnung. Um Gottfried eine lebbare Identität zu vermitteln, bestimmt der Vater für ihn den Beruf eines Gutsverwalters, was ihn jedoch tiefer in die Verhaltensweisen des Vaters verstrickt. Diese Dynamik wiederholt sich zwischen Gottfried und seinem Sohn Josef. Als Gottfried erkrankt, verwandelt sich sein Leben in Schreckbilder. Die Suche nach der "grünen Seite" des Lebens, als Hoffnung auf eine andere Zukunft, durchzieht den Roman. Kolleritsch verwendet kein psychologisches Narrativ, sondern spannt die Familiengeschichte über ein gedanklich-strukturelles Raster. Immer wiederkehrende Bilder versperren den Weg in die Zukunft. Der Ausweg aus der Ohnmacht ist die Erkenntnis, dass ein permanenter Kampf gegen jede Form von Identifikation notwendig ist. Das Glück, die "grüne Seite", ist flüchtig und steht für die Übereinstimmung mit der Natur, jenseits von Fragen und Bedrohungen. Romantische Sehnsucht ist spürbar, während Skepsis gegenüber Vergleichen und Poesie präsent bleibt.
Die Pfirsichtöter
- 163 Seiten
- 6 Lesestunden
German
Manuskripte 31-32/71
Zeitschrift für Literatur und Kunst
Manuskripte 28'70
Zeitschrift für Literatur Kunst Kritik
Die Pfirsichtöter Seismographischer
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Gedichte
- 131 Seiten
- 5 Lesestunden
Befreiung des Empfindens
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Der neue Gedichtband Alfred Kolleritschs versammelt Gedichte von melancholischer Schönheit eines philosophischen Dichters. Alfred Kolleritschs Gedichte sind die Gedichte eines Einzelgängers ohne Schule, der seinen eigenen Weg verfolgt. In den zumeist kurzen, reimlosen Gebilden dieses Bandes vereinen sich philosophische Einsichten, Liebesanrufungen, Zeitgenössisches, Reflexionen über Zeit und Tod sowie Naturerfahrungen. Die Landschaft des Gedichts ist dabei eine wundversehrte, die Gedichte handeln von Schmerz, Abschied und Verlust. Die Gedichte zeichnen sich durch ihren spezifischen Ton aus, der trotz aller Brüche, Abgründe und Trennungen gleichmäßig bleibt und in dem die Gedichte ihren Gegenständen nachspüren. Die Melodie dieser Gedichte gibt dabei vor, wie diese zu lesen sind. Erst durch den Nachvollzug der sprachlichen Bewegung erschließen sich dem Leser die Gedichte ganz, ohne dass sich diese auf eine Pointe zubewegen.
„Die grüne Seite“ ist eine drei Generationen umspannenden Geschichte der Erziehung der Söhne durch die Väter, ein Entwicklungsroman, der die Sicherheiten und Eindeutigkeiten des Genres ad absurdum führt, ein Vaterroman, lange bevor die Abrechnung mit den Vätern in der Literatur Mode wurde, und eine Liebeserklärung an die südsteirische Landschaft. Vor allem aber ist „Die grüne Seite“ ein in der deutschsprachigen Literatur einzigartiger philosophischer Dialog-Roman, der in wunderbaren Details und Episoden die Verfestigung unserer Wahrnehmung und unseres Wissens zu Bildern und Ideologien beklagt. Mit „Die grüne Seite“ (1974 zum ersten Mal veröffentlicht) schrieb Kolleritsch eine gleichermaßen sinnlich-detailreiche wie abstrahierende Zusammenfassung österreichischen Provinzlebens im 20. Jahrhundert. Im Großvater, dem anarchischen Außenseiter des Dorfes, und in seinem Sohn Gottfried, der, um nicht wie sein Vater zu scheitern, ein Leben der erzwungenen Anpassung führt, schuf er eindrückliche Figuren im Kampf um 'die grüne Seite' des Lebens.
Erinnerter Zorn
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Über das Kindsein
- 32 Seiten
- 2 Lesestunden
Gespräche im Heilbad
- 163 Seiten
- 6 Lesestunden
Hier wird gefragt nach dem Verhältnis des einzelnen zum Allgemeinen: des Staatsbürgers zum Staat ebenso wie des Kochenden zu den Rezepten, aber auch des Schülers zum Lehrer, des Liebenden zum Geliebten, des Vaters zum Kind. In all diesen alltäglichen Beziehungen, die das Einsamste und Privateste zugleich umfassen, stecken Modelle für ein Verständnis jener Welt, in der wir auf mannigfache Art leben. Ihnen entgegen stehen erstarrte Bilder, Denkschemata und wiederkehrende Zeichen, den Menschen umstellende Formen, die unsere Lebens- und Erfahrungsmöglichkeiten einengen. Sosehr sie uns unfrei machen, so sehr gibt der Einblick in das Wesen ihrer Macht Gelegenheit, die beengende Identität wenigstens für den Augenblick der Erkenntnis abzustreifen.Mit seinen drei Gedichtbänden hat sich Alfred Kolleritsch als einer der bedeutendsten Lyriker der Gegenwartsliteratur etabliert. Darüber trat offensichtlich in den Hintergrund, daß Kolleritsch zugleich einer der originellsten und tiefsinnigsten Prosaschriftsteller ist. Eben darauf will der vorliegende Band nachdrücklich verweisen. In ihm ist gesammelt, was in den letzten zehn Jahren verstreut publiziert wurde, erweitert durch neue und bislang unveröffentlichte Texte.
German
German
Landschaften
- 87 Seiten
- 4 Lesestunden
Die Summe der Tage
- 86 Seiten
- 4 Lesestunden
Graz / Europa Erlesen
- 390 Seiten
- 14 Lesestunden
















