Der 'Traktat über kritische Vernunft' enthält die ausführliche Darstellung von Alberts erkenntnistheoretischer Position, seine Erläuterung der Idee der Kritik und ihre Bedeutsamkeit bei der Betrachtung von Ideologie, Theologie und Geschichts-und Sozialwissenschaft.
Von der Begründung des Wissens zur Analyse der Erkenntnispraxis
202 Seiten
8 Lesestunden
Der kritische Realismus war seit der griechischen Antike die dominierende Erkenntnisauffassung, bis er im englischen Empirismus des 18. Jahrhunderts in Frage gestellt wurde. Dann kam mit Kants Transzendentalphilosophie die 'kopernikanische Wende' zum transzendentalen Idealismus, der mit seiner Antwort auf die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis eine Alternative zum Realismus etablierte. Der transzendentale Realismus zeigte dagegen die Möglichkeit einer realistischen Antwort auf die Kantsche Frage. Im deutschen Sprachbereich haben Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas eine hermeneutische Transzendentalphilosophie entwickelt, die sich um eine Synthese aller wichtigen Strömungen des modernen Denkens bemüht. In den hier gesammelten Arbeiten unterzieht Hans Albert die Resultate dieser Bemühungen einer gründlichen Kritik. Außerdem bietet er in Auseinandersetzung mit der fallibilistischen Transzendentalphilosophie Wolfgang Röds die Skizze einer realistischen Antwort auf die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis. Das Buch ist Teil der modernen Diskussion um Grundlagenfragen der Wissenschaften im Anschluß an den sogenannten Positivismusstreit und die Kontroverse um die Rolle der Hermeneutik.
Die Theologen, deren Werke ich in diesem Buche bespreche, haben etwas gemeinsam: sie sind nicht imstande, das Theodizeeproblem zu lösen. Entweder sie befassen sich mit diesem Problem, können aber keine Lösung des Problems anbieten, oder sie vermeiden es, auf dieses Problem einzugehen. Das ist verständlich, denn bekanntlich gibt es keine Lösung dieses Problems, die mit dem christlichen Glauben vereinbar ist. Von einigen Theologen - von ihnen ist hier nicht die Rede - wird dies auch anerkannt.
Hans Albert (* 1921) navazuje na kritický racionalismus Karla Poppera, jehož
předpoklady (kriticismus, falibilismus, realismus, pluralismus ad.)
systematicky rozvíjí v kontextu teorie poznání a teorie vědy, sociální a
politické teorie. V diskusi s celou škálou „tradičních“ filosofických směrů se
pokouší navrhnout takovou metodologii řešení problémů, jež bude odpovídat
reálné poznávací praxi. Traktát o kritickém rozumu (1968), který vychází česky
vůbec poprvé, v překladu a s komentáři Jitky Paitlové, představuje originální
filosofický text, jenž nás pečlivými argumenty provádí mezi Skyllou bezbřehého
relativismu hermeneutických, existencialistických a náboženských vějiček a
Charybdou logického determinismu pozitivistických a analytických garancí. Vše
nakonec záleží ve svobodném rozhodnutí, zda se vzdáme dogmatické víry v
jistotu a přiblížíme se k pravdě.