Die erste Autobiographie aus der Feder einer Frau stammt von Jeanne-Marie Roland. Im März 2024 jährt sich ihr Geburtstag zum 270. Mal. Madame Roland hinterließ zudem eine große Anzahl von Briefen, die aus ihrem ereignisreichen Leben berichten. In diesem Leben spiegelt sich eine Ära, in der vieles im Umbruch war, spürbar nicht nur in Frankreich sondern in ganz Europa, das auf das große Vorbild Frankreich, die Grande Nation, blickte. Christiane Landgrebe gelingt es mühelos, das bedeutsame und an Dramatik überreiche Leben der Madame Roland sowie die Ereignisse einer ganzen Epoche verständlich zu machen. Nicht nur Fakten spielen hierbei eine Rolle, sondern auch Empathie für das Schicksal einer wahrhaft ungewöhnlichen Frau. »Wie sah das Leben jener Frau aus, die so selbstbewusst und überzeugt, so gelassen und beinahe heiter in den Tod gegangen ist?«
Christiane Landgrebe Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Im 18. und 19. Jahrhundert konnten gebildete Frauen kaum Einfluss in der Öffentlichkeit nehmen. So wirkten sie im Hintergrund, zumeist in ihren Salons. Dort begegneten sich wichtige Figuren aus Kultur, Politik und Gesellschaft. Gewöhnlich dienten die Salonnieren der Karriere ihres Mannes und spielten selbst keine aktive Rolle. Ganz anders Madame de Staël (1766-1817), eine der europäischen Geistesgrößen ihrer Zeit: Sie sandte neue Impulse in Staat und Gesellschaft, die zur Entwicklung einer freiheitlichen Demokratie beigetragen haben und für die Menschheit bis heute relevant sind.
Wer sich mit dem wahren Leben des Jean-Jacques Rousseau beschäftigt, muss mit vielen falschen Vorstellungen aufräumen, die dem Aufklärer zugeschrieben werden. Diese großartig erzählte Biographie wird das Bild, das wir uns bislang von Jean-Jacques Rousseau gemacht haben, nachhaltig verändern. Auch heute noch wird über Rousseau heftig debattiert. Philosophie und Politik, Theologie und Pädagogik verdanken ihm viele Anregungen. Öko- und Friedensbewegung und politische Utopisten orientieren sich bis heute an ihm. Christiane Landgrebe zeichnet in ihrem Buch sämtliche Stationen seines Lebens bis ins Exil nach. Ein 'wildes Leben', das mit seinen erotischen Verstrickungen und seinem Freiheitsdrang mit dem Werk, das es hervorbrachte, untrennbar verbunden ist. Sein Bild vom Naturmenschen ist kein 'Zurück ins Paradies', sondern eine bewusste Utopie, die er der fortschrittsgläubigen, aber ungerechten Gesellschaft entgegen hielt – und ist bis heute aktuell.
Ein Serienmörder entführt und tötet junge, blonde Frauen in Frankreich. Nach sechs Opfern entkommt sein siebtes Opfer und könnte den Ermittlern helfen, das Muster zu entschlüsseln. Kommissar Martin und seine Kollegin Jeannette verfolgen die Spur des Täters, während ihr Privatleben in Gefahr gerät.
„13. April 2004 - es war Sonntagabend“, erinnert sich Rania Al-Baz. Sie und ihr Ehemann hatten Streit. „Das Nächste, was ich noch weiß, ist, dass er mich würgte. Dann schlug er meinen Kopf immer wieder gegen den Steinfußboden. Er schrie, ich solle die Shahadah aufsagen, weil ich jetzt sterben würde. Ich tat es und verlor das Bewusstsein.“ Für viele misshandelte Frauen aus Saudi-Arabien hätte die Geschichte hier geendet. Doch Rania Al-Baz ist eine der wenigen Fernsehsprecherinnen Saudi-Arabiens. Im Krankenhaus machte jemand ein Foto. Rania Al-Baz lag mehrere Tage im Koma und musste 33 Mal operiert werden. Dann wagte sie das Unfassbare: Sie ging an die Öffentlichkeit. Ihre Geschichte und das Bild ihres zerstörten Gesichts lösten weltweit Entsetzen aus.
Herz Dame
- 464 Seiten
- 17 Lesestunden
Ein irrer Serienmörder trifft Paris mitten ins Herz - und macht Kommissar Martin das Leben schwer. Dabei hat dieser schon genug Sorgen mit Exfrau, Freundin und schwangerer Tochter. Erst als Roselyn, eine Angestellte seiner Ex-Frau, nicht mehr zur Arbeit erscheint und seine Assistentin spurlos verschwindet, schwant dem Kommissar, dass es einen tödlichen Zusammenhang gibt zwischen seinem ganz privaten Wahnsinn und seinem schwierigsten Fall ...
"Ich bin nicht käuflich"
- 375 Seiten
- 14 Lesestunden
Diese großartig erzählte Biographie, die viele neue Quellen erschließt, wird das Bild, das wir uns bislang von Rousseau gemacht haben, noch einmal verändern. Politisch geprägt von dem Drang nach Unabhängigkeit und unbeschadeter Identität entspricht Rousseau mit seinem Streben nach Selbstverwirklichung und verschiedenen Identitäten dem Bild des modernen Menschen von heute. In ihrem Buch zeichnet Christiane Landgrebe sämtliche Stationen des Lebens von Rousseau bis ins Exil und seiner Rückkehr nach Frankreich nach. Ein Leben, das mit seinen erotischen Verstrickungen und seinem Freiheitsdrang untrennbar verbunden ist mit dem Werk, das es hervorbrachte. Rousseaus viel zitiertes Bild vom Naturmenschen ist eine bewusste Utopie, ein Korrektiv, das er der fortschrittsgläubigen, aber ungerechten Gesellschaft entgegen hielt – und bis heute aktuell.
Regine Hildebrandt. Kämpferin mit Herz
- 232 Seiten
- 9 Lesestunden
Das Porträt von Regine Hildebrandtzeigt seit dem Umbruch von 1989 eine der populärsten Politikerinnnen Ostdeutschlands. Sie verlieh ihren Landsleuten eine Stimme und trug durch ihr Engagement als brandenburgische Sozialministerin entscheidend dazu bei, den Transformationsprozess der deutschen Einheit für die Menschen in den neuen Ländern zu erleichtern.§Dieses Buch zeigt ein sehr persönliches Bild aus der Sicht politischer Weggefährten, Freunde und Kritiker auf.
Der Tag, an dem die Mauer fiel
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
Nicht nur Paris war die große Quelle der Kunst und Kultur des 20. Jahrhunderts, sondern auch Berlin, das um die Jahrhundertwende als modernste Metropole Europas galt. Die Stadt verwandelte sich rasant und wurde in den 20er Jahren zu einem Zentrum der Künste, in dem sich Expressionismus, Dadaismus und Neue Sachlichkeit entfalteten. Besonders der Film prägte das Stadtbild, mit prächtigen Filmpalästen wie dem Marmorhaus und dem Gloriapalast. Im Romanischen Café trafen sich bedeutende Künstler wie Else Lasker-Schüler, Herwarth Walden und Gottfried Benn. Else lebte exzentrisch und war eine anerkannte Größe unter der Berliner Bohème, die ihren jüngeren Geliebten Gottfried in die richtigen Kreise einführte. Hier verkehrte auch Ernst Rowohlt, ein leidenschaftlicher Verleger, der viele Talente entdeckte, darunter Hans Fallada und Robert Musil. E. T. A. Hoffmann lebte am Gendarmenmarkt, während Erich Kästner in Berlin seine produktivsten Jahre erlebte. Trotz des Verschwindens der Friedrichshagener Dichterkolonie bleibt Berlin ein Magnet für Schriftsteller. Die Autorinnen zeichnen das Leben der Nachkriegskünstler Henry Ries und Leonie Ossowski nach und führen zu zeitgenössischen Künstlern wie Roberto Giardina und Kerstin Hensel, die Berlin als ihre inspirierende Heimat betrachten.



