Tirol
- 167 Seiten
- 6 Lesestunden






Wasser als wichtigste natürliche Basisressource für das menschliche Leben ist Gegenstand ökologischer, technischer und wirtschaftswissenschaftlicher Forschungen. Wie lautet ergänzend dazu eine kulturwissenschaftliche Theorie des Wassers? Der vorliegende Band betrachtet das Thema Wasser erstmals vom Konzept des Raumes her. Raum stellt für den Menschen eine ganz selbstverständliche Kategorie des Denkens, Sprechens und Handelns dar. Ausgehend von der These, dass Wasser als Raum immer eine kulturelle und soziale Konstruktion ist, beschreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dieser interdisziplinären Studie sprachlich-kognitive, historisch-anthropologische, narrativ-symbolische und visuell-symbolische Dimensionen von Wasserräumen.
In über 50 Beiträgen vermittelt dieses Buch einen Einblick in die Breite und Vielfalt aktueller folkloristischer Forschung in Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel und Indien. Der Schwerpunkt liegt auf der internationalen Narrativistik sowie auf stoff- und motivgeschichtlichen Untersuchungen zur historischen und gegenwärtigen Erzählkunst von der Antike über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Die von Erzählforschern, Philologen, Volkskundlern, Mediävisten und Psychologen verfaßten Beiträge zeigen sehr verschiedene methodische und hermeneutische Zugänge auf. Immer wieder werden Fragen des Verhältnisses von Schriftlichkeit und Mündlichkeit und der Interdependenz von Volkserzählung, Literatur und Kunst behandelt. Neben Sagen und Märchen finden auch andere Gattungen der Folklore wie Sprichwort und Redensart, Volksbuch, Legende, Volkslied und Bänkelsang Berücksichtigung.