Dieses bahnbrechende Werk einer führenden Soziobiologin verändert unser Denken über Natürliche Selektion und mütterliches Verhalten. Die Evolutionsbiologie hatte bisher vor allem die männlichen Vertreter im Blick, die im Konkurrenzkampf um das angeblich passive weibliche Geschlecht stehen. In den letzten Jahren hat sich das Denken über Frauen jedoch dramatisch gewandelt, und die Autorin zählt zu den Pionierinnen dieser neuen Richtung. Brillant und provokant beschreibt sie die Evolutionsgeschichte der Frauen, sowohl im Tierreich als auch in primitiven Jäger-Sammler-Gesellschaften und modernen Nationen des 21. Jahrhunderts. Sie widerlegt Vorurteile über Frauen und geht damit Feministinnen und Konservativen gleichermaßen an die Substanz. Ihr Fokus auf das Konzept der Mutterschaft beleuchtet, was es biologisch und genetisch bedeutet, über den oft beschworenen „Mutterinstinkt“ zu sprechen. Die Studie verbindet Anthropologie, Geschichte, Literatur und Mythos, liefert Beispiele aus der Tierwelt und vom Menschen, und untersucht Entwicklungen in der Neurowissenschaft und Biologie. Sie entlarvt Stereotypen und thematisiert das tabuisierte Phänomen der Kindstötung. Zudem beschreibt sie den Selektionsdruck und die evolutionären Prozesse, die auf Mütter und Kinder wirken, und erweitert damit unser Verständnis der weiblichen Natur radikal.
Sarah Blaffer Hrdy Bücher
Sarah Blaffer Hrdy ist eine amerikanische Anthropologin und Primatologin, deren Werk die Evolutionspsychologie und Soziobiologie maßgeblich geprägt hat. Sie befasst sich tiefgehend mit der Evolution des menschlichen Verhaltens und der Mutterschaft, oft anhand vergleichender Primatenstudien. Ihr Ansatz verknüpft Biologie, Anthropologie und Psychologie, um zu beleuchten, wie sich unsere sozialen und reproduktiven Strategien entwickelt haben. Hrdy wird als führende Persönlichkeit in der Tierverhaltensforschung anerkannt.





Stellen Sie sich vor, mit einer Gruppe Schimpansen in einem Flugzeug zu reisen – die Passagiere wären schnell genervt und handgreiflich. Während wir Menschen uns von einem schniefenden Nachbarn gestört fühlen, reagieren wir nicht so aggressiv wie unsere evolutionären Vorfahren. Die Frage ist, wie sich der Homo sapiens zu einem umgänglichen Wesen entwickelt hat, das Empathie zeigt. Laut Hrdy liegt der Ursprung unseres sozialen Verhaltens nicht im Konkurrenzkampf, sondern in der gemeinschaftlichen Kindererziehung. In Zeiten knapper Ressourcen waren steinzeitliche Eltern auf die Hilfe anderer angewiesen. Um die Aufmerksamkeit und Fürsorge von Allomüttern zu gewinnen, entwickelten Menschenbabys die Fähigkeit, Emotionen und Gesichtsausdrücke anderer präzise zu deuten. Dies führte zu einzigartigen menschlichen Fähigkeiten zur Empathie und Kooperation, die für den kulturellen und technologischen Fortschritt der Menschheit entscheidend waren. Hrdy präsentiert faszinierende Belege aus verschiedenen Disziplinen, insbesondere der Primatenforschung und ethnologischen Studien an Jäger- und Sammler-Gesellschaften. Ihre Erkenntnisse beeinflussen unser Selbstverständnis und stellen die Frage, was geschieht, wenn wir die evolutionäre Errungenschaft der Empathie vernachlässigen.
Father Time
- 432 Seiten
- 16 Lesestunden
"A masterful synthesis of how it came to be that today men are taking care of very young babies given that this is unprecedented in the history of mammals, apes, and humans"--
Kobieta, której nigdy nie było
- 339 Seiten
- 12 Lesestunden
What does it mean to be female? Sarah Blaffer Hrdy, a sociobiologist and feminist, argues that evolutionary biology offers surprising insights. Contrary to the belief that biology works against women, and to the notion that natural selection only favors males, Hrdy introduces us to competitive, independent, and sexually assertive female primates, who have as much at stake in evolution as males. These females compete for rank and resources but also bond for mutual defense. They protect their young at great risk, yet may mate with the very males who threaten their offspring when reproduction is at stake. Their behavior varies based on environmental conditions; they tolerate other breeding females when resources are abundant but may chase them away when monogamy is advantageous. When promiscuity benefits survival, female primates, like their human counterparts, exhibit a strong sexual appetite to ensure diverse breeding partners. This challenges the myth of the passive, nurturing woman, suggesting she never evolved within the primate order. Despite this, males dominate in most primate species, including humans, indicating that women may be the most oppressed of all female primates. Hrdy emphasizes that to address sexual inequality, we must understand its evolutionary roots, studying living primates as surrogates for our ancestors. Understanding this biological legacy is crucial for women to control their own destinies.
Matky a ti druzí : evoluční původ vzájemného porozumění
- 289 Seiten
- 11 Lesestunden
Většina českých dětí dnes vyrůstá v nukleárních rodinách, ve kterých to velmi často vypadá následovně: Nevyspalá, strhaná a podrážděná maminka na “mateřské samotce” neví, zda doma dřív vařit, uklízet, pečovat o děti nebo na chvíli nabrat dech. Tatínek je většinu času nepřítomný, neboť někde mimo domov vydělává na hypotéku. Biologická rodina je daleko a sousedi jsou cizí lidé. O narůstajícím fenoménu rodičů "samo-živitelů" ani nemluvě. Homo Sapiens přitom patří k druhům s tzv. kooperativní výchovou. Abychom vychovali zdravé, netraumatizované dítě a nám samotným z výchovy "nevypadaly vlasy", dítě potřebuje minimálně tři primární vazby s tzv. spolu-rodiči. Do minimálně třech let věku dítěte je třeba, aby byl vždy minimálně jeden z těchto dospělých - odpočatý, v klidu, bez známek stresu - připraven o dítě pečovat a chovat ho.