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Kindersprache, Aphasie und allgemeine Lautgesetze

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Die fünf in diesem Band versammelten Schriften wurden erstmals zusammen veröffentlicht. Ihre Entstehung erstreckt sich von 1939 bis 1963. Sie behandeln das gemeinsame Thema der Untersuchung des Spracherwerbs bei Kindern und der aphasischen Syndrome. Bereits in seinen ersten Arbeiten zu diesen beiden Fragen hat sich Roman Jakobson mit der Hypothese ihrer wesentlichen Verbindung beschäftigt. Er äußert: „Beim Ansatz zweier verwandter Themen – dem Lernen und den Sprachstörungen – und bei der Betrachtung der sich entwickelnden und auflösenden phonologischen Systeme haben wir geglaubt, annehmen zu können, dass die aphasischen Schäden das Kindersprachlernen umgekehrt reproduzieren.“ Spätere Forschungen und das Auftreten einer bedeutenden Literatur zur Aphasie führten ihn dazu, diese erste Hypothese zu nuancieren: „Bei näherer Betrachtung weist die Sprachpathologie eine gewisse Vielfalt von Syndromen im Vergleich zum im Wesentlichen einheitlichen Prozess des kindlichen Spracherwerbs auf. Die Spiegelsymmetrie zwischen dem Aufbau und dem Abbau des phonologischen Systems erweist sich nur für einige der verschiedenen Formen der Aphasie als gültig. Die internationale und interdisziplinäre Forschung zeigt die Pluralität der aphasischen Syndrome sowie die Strenge der linguistischen Gesetze, die sie unterscheiden und spezifizieren.“

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Kindersprache, Aphasie und allgemeine Lautgesetze, Roman Jakobson

Sprache
Erscheinungsdatum
1969
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Titel
Kindersprache, Aphasie und allgemeine Lautgesetze
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Roman Jakobson
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1969
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Die fünf in diesem Band versammelten Schriften wurden erstmals zusammen veröffentlicht. Ihre Entstehung erstreckt sich von 1939 bis 1963. Sie behandeln das gemeinsame Thema der Untersuchung des Spracherwerbs bei Kindern und der aphasischen Syndrome. Bereits in seinen ersten Arbeiten zu diesen beiden Fragen hat sich Roman Jakobson mit der Hypothese ihrer wesentlichen Verbindung beschäftigt. Er äußert: „Beim Ansatz zweier verwandter Themen – dem Lernen und den Sprachstörungen – und bei der Betrachtung der sich entwickelnden und auflösenden phonologischen Systeme haben wir geglaubt, annehmen zu können, dass die aphasischen Schäden das Kindersprachlernen umgekehrt reproduzieren.“ Spätere Forschungen und das Auftreten einer bedeutenden Literatur zur Aphasie führten ihn dazu, diese erste Hypothese zu nuancieren: „Bei näherer Betrachtung weist die Sprachpathologie eine gewisse Vielfalt von Syndromen im Vergleich zum im Wesentlichen einheitlichen Prozess des kindlichen Spracherwerbs auf. Die Spiegelsymmetrie zwischen dem Aufbau und dem Abbau des phonologischen Systems erweist sich nur für einige der verschiedenen Formen der Aphasie als gültig. Die internationale und interdisziplinäre Forschung zeigt die Pluralität der aphasischen Syndrome sowie die Strenge der linguistischen Gesetze, die sie unterscheiden und spezifizieren.“