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Mittelmaß und Wahn

Gesammelte Zerstreuungen

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Die westdeutsche Gesellschaft wird als neuartig, banal und unergründlich beschrieben. Enzensberger hat ihre Evolution seit seinen „Einzelheiten“ (1961) mit vielfältigen Beobachtungen begleitet, ohne systematische Ansprüche zu erheben. Er nutzt unterschiedliche Mittel und Tonlagen, von theoretischen Reflexionen bis hin zu Sittengemälden, Reportagen und Medienanalysen. Die Themen sind breit gefächert und reichen vom Deutschunterricht über internationale Finanzinstitutionen bis hin zu Wasserrecht und Parteiinternas. Enzensberger führt Konzepte wie das Nullmedium und den sekundären Analphabeten ein und untersucht deren Brauchbarkeit. Besonders interessiert ihn die Ironie der Verhältnisse und die Geheimnisse des Mittelmaßes. Die „Gesammelten Zerstreuungen“ verbinden weniger eine Methode als eine Haltung; Enzensberger lässt sich weder von Freunden noch von Gegnern einschüchtern. Thematische Schwerpunkte umfassen Ignoranz, den Schutz der Jugend vor Poesie, Literatur als Institution, die Rolle der Pressefreiheit, sowie Anmerkungen zur Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. Weitere Aspekte sind Wasserrecht, Wahlkampfgespräche und die Leere im Zentrum des Terrors.

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Mittelmaß und Wahn, Hans Magnus Enzensberger

Sprache
Erscheinungsdatum
1988
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Untertitel
Gesammelte Zerstreuungen
Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1988
ISBN10
3518401319
ISBN13
9783518401316
Reihe
Originaltitel
Mittelmass und Wahn
Bewertung
3,9 von 5 Sternen
Beschreibung
Die westdeutsche Gesellschaft wird als neuartig, banal und unergründlich beschrieben. Enzensberger hat ihre Evolution seit seinen „Einzelheiten“ (1961) mit vielfältigen Beobachtungen begleitet, ohne systematische Ansprüche zu erheben. Er nutzt unterschiedliche Mittel und Tonlagen, von theoretischen Reflexionen bis hin zu Sittengemälden, Reportagen und Medienanalysen. Die Themen sind breit gefächert und reichen vom Deutschunterricht über internationale Finanzinstitutionen bis hin zu Wasserrecht und Parteiinternas. Enzensberger führt Konzepte wie das Nullmedium und den sekundären Analphabeten ein und untersucht deren Brauchbarkeit. Besonders interessiert ihn die Ironie der Verhältnisse und die Geheimnisse des Mittelmaßes. Die „Gesammelten Zerstreuungen“ verbinden weniger eine Methode als eine Haltung; Enzensberger lässt sich weder von Freunden noch von Gegnern einschüchtern. Thematische Schwerpunkte umfassen Ignoranz, den Schutz der Jugend vor Poesie, Literatur als Institution, die Rolle der Pressefreiheit, sowie Anmerkungen zur Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds. Weitere Aspekte sind Wasserrecht, Wahlkampfgespräche und die Leere im Zentrum des Terrors.