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- 273 Seiten
- 10 Lesestunden
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Die Analytik des Erhabenen nimmt einen bescheidenen Platz in der Kritik der Urteilskraft von Kant ein, wo sie ohne jegliche Rechtfertigung eingefügt ist. Dennoch ist der Text so dicht, manchmal convulsiv, dass er zu den schwierigsten im kantischen Corpus gehört, sodass die Kommentare ihn oft vereinfachen oder vernachlässigen. Diese Analytik eröffnet jedoch den Weg zu einer ganz anderen kritischen Ästhetik als der des Geschmacks. Sie kündigt eine andere Art an, die Werke der Kunst und der Literatur zu situieren und zu hinterfragen. Die postkantianische Gedankenwelt und der Romantismus haben die dunkle Botschaft sowohl gehört als auch erstickt. Diese Lektionen haben nur das Ziel, den Text der Analytik zu erklären. Lyotard geht intern vor und bedient sich, bis auf wenige Ausnahmen, nur der drei kantischen Kritiken. Er kümmert sich weniger um das System, das Kant im Blick hat, als um die Reflexion, die seine Forschung stützt. Er versucht, das Motiv zu finden, das diesen Text bestimmt: Ein gewaltsamer Dissens kann zwischen den Kräften des Denkens entstehen; das Erhabene ist das Gefühl, das ihn dieser Kraft signalisiert.
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Die Analytik Des Erhabenen, Jean-François Lyotard
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1994
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- (Paperback)
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- Titel
- Die Analytik Des Erhabenen
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Jean-François Lyotard
- Verlag
- Fink (Wilhelm)
- Erscheinungsdatum
- 1994
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 273
- ISBN10
- 3770528859
- ISBN13
- 9783770528851
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Sozialwissenschaften, Kunst & Kultur, Historisches Thema, Geschichte, Philosophisches Thema, Kunst, Philosophie, 20. Jahrhundert, Wissenschaftliche Theorien
- Originaltitel
- Leçons sur l'analytique du sublime
- Bewertung
- 4,35 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Die Analytik des Erhabenen nimmt einen bescheidenen Platz in der Kritik der Urteilskraft von Kant ein, wo sie ohne jegliche Rechtfertigung eingefügt ist. Dennoch ist der Text so dicht, manchmal convulsiv, dass er zu den schwierigsten im kantischen Corpus gehört, sodass die Kommentare ihn oft vereinfachen oder vernachlässigen. Diese Analytik eröffnet jedoch den Weg zu einer ganz anderen kritischen Ästhetik als der des Geschmacks. Sie kündigt eine andere Art an, die Werke der Kunst und der Literatur zu situieren und zu hinterfragen. Die postkantianische Gedankenwelt und der Romantismus haben die dunkle Botschaft sowohl gehört als auch erstickt. Diese Lektionen haben nur das Ziel, den Text der Analytik zu erklären. Lyotard geht intern vor und bedient sich, bis auf wenige Ausnahmen, nur der drei kantischen Kritiken. Er kümmert sich weniger um das System, das Kant im Blick hat, als um die Reflexion, die seine Forschung stützt. Er versucht, das Motiv zu finden, das diesen Text bestimmt: Ein gewaltsamer Dissens kann zwischen den Kräften des Denkens entstehen; das Erhabene ist das Gefühl, das ihn dieser Kraft signalisiert.


