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Edouard Manet

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  • 127 Seiten
  • 5 Lesestunden

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Das Werk von Edouard Manet empörte seine Landsleute. Es war nicht in erster Linie Manets neues Sujet - das pulsierende Nachtleben von Paris mit seinen Cafés, Bars und Kabaretts - das den zeitgenössischen Geschmack beleidigte. Für Journalisten und Kunstkritiker seiner Zeit fehlte es seinen Gemälden an Realismus - sie waren zu flach und die Farbgebung zu hart. In Hajo Duchtings lebendiger Beschreibung des sich verändernden Paris unter Napoleon III. sprechen Manets berühmte Freunde - Baudelaire, Zola und Mallarmé - in seiner Verteidigung. In einer detaillierten Diskussion einer breiten Auswahl von Manets Gemälden wird die Spannung zwischen Traditionalismus und Modernismus als zentrales Merkmal seines Schaffens deutlich. Gut ausgebildet in der akademischen Malerei und stark beeinflusst von Velazquez, Goya und Hals, basierte Manets Maltechnik auf der Gegenüberstellung von hellen und dunklen Farbfeldern, wobei eine eingeschränkte Palette verwendet wurde, in der Schwarz eine sehr wichtige Rolle spielte. Im Gegensatz zu den Impressionisten, die sich mit der Transformation flüchtiger visueller Eindrücke von Atmosphäre und Licht in ein Netz schimmernder Farben beschäftigten, konzentriert sich Manets Blick auf das Motiv, auf die Figur in ihrer Individualität, deren Wesen er mit wenigen geschickten Pinselstrichen einzufangen vermochte.

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Edouard Manet, Hajo Düchting

Sprache
Erscheinungsdatum
1995
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Hajo Düchting
Verlag
Prestel
Erscheinungsdatum
1995
Einband
Hardcover
Seitenzahl
127
ISBN10
3791314521
ISBN13
9783791314525
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Das Werk von Edouard Manet empörte seine Landsleute. Es war nicht in erster Linie Manets neues Sujet - das pulsierende Nachtleben von Paris mit seinen Cafés, Bars und Kabaretts - das den zeitgenössischen Geschmack beleidigte. Für Journalisten und Kunstkritiker seiner Zeit fehlte es seinen Gemälden an Realismus - sie waren zu flach und die Farbgebung zu hart. In Hajo Duchtings lebendiger Beschreibung des sich verändernden Paris unter Napoleon III. sprechen Manets berühmte Freunde - Baudelaire, Zola und Mallarmé - in seiner Verteidigung. In einer detaillierten Diskussion einer breiten Auswahl von Manets Gemälden wird die Spannung zwischen Traditionalismus und Modernismus als zentrales Merkmal seines Schaffens deutlich. Gut ausgebildet in der akademischen Malerei und stark beeinflusst von Velazquez, Goya und Hals, basierte Manets Maltechnik auf der Gegenüberstellung von hellen und dunklen Farbfeldern, wobei eine eingeschränkte Palette verwendet wurde, in der Schwarz eine sehr wichtige Rolle spielte. Im Gegensatz zu den Impressionisten, die sich mit der Transformation flüchtiger visueller Eindrücke von Atmosphäre und Licht in ein Netz schimmernder Farben beschäftigten, konzentriert sich Manets Blick auf das Motiv, auf die Figur in ihrer Individualität, deren Wesen er mit wenigen geschickten Pinselstrichen einzufangen vermochte.